Für alle Campingfreunde im Bierdoseniglu mit Schwenkgrill gibt es in diesem Festivalsommer einen neuen Pflichttermin. Vor allem, wenn man in diesem Sommer kaum unterscheiden kann, ob das da im Schlamm noch Wacken oder doch die Wattolümpiade ist. Dann doch lieber Greencamping auf einem saugstarken Untergrund, auf dem man sogar Fußball spielen könnte. Der Matschplan des Kopfgrätsche-Openairs sieht den Auftritt des Headliners auf der Mainstage zu einer absolut unchristlichen Zeit Samstag 10:30 vor. Ganz im Sinne aller Anhänger der beidhändigen Pommesgabel. Auch wenn das Schlafen im eigenen Bett und die anschließende Dusche für die Szene eher gewöhnungsbedürftig ist. Der minimalistisch Sound einer Lederblase die intuitiv gegen drei Streifen prallt, wird nur durch gelegentliches Shouten von dadaistischen Satzfetzen wie „Schieß“ oder „Bude“ ergänzt. Quasi der Missing Link zwischen Stockhausen und Scooter. Als Belohnung wartet eine umweltfreundliche Bierdose im Glas. Absolute Die-Hard-Fans lassen sich auch nicht die Zugabe mit diversen Überraschungsgästen am Mittwoch 18:00 entgehen. Klingt das gut, oder was?
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25. Juli 2015 – Aufwärmen mit Yogaübung 43: die 5 Tibeter und der schnarchende Zombie
Grande boucle de la boule
Bonjour et bienvenue. Die Königsetappe der diesjährigen Tour de Kopfgrätsche steht auf dem Programm. Was auf den ersten Blick als eine Strecke für Sprinter erscheint, offenbart nach einigen Kilometern fiese Steigungen an der Eckfahne. Das Teilstück vom eigenen zum gegnerischen Tor zieht sich dabei wie Kaugummi. Super, wenn man dann noch genügend Wasserträger an seiner Seite hat, die sich aufopferungsvoll bei jedem Anstieg in den Wind stellen. Auf der anschließenden Abfahrt nützen einem die Wasserträger nichts. Da sollten sie schon ein Hefeweizen dabei haben. Es empfiehlt sich natürlich wie immer genügend zu trinken. Dann läuft es auch nachher bei der Dopingkontrolle besser. Der Startschuss für den fliegenden Start fällt Samstag 10:30. Die Ergebnisse des Fotofinish werden wie immer online zu bewundern sein, wenn die Rennleitung einen Film eingelegt hat. Wer möchte, kann natürlich noch eine bedeutungslose Ehrenrunde über den Champs Élysées drehen – Hauptsache er ist Mittwoch 18:00 zurück. Dann dreht sich das aufgepumpte Runde auf ein Neues um die eigene Achse. Bonne chance et à bientôt.
Flörten nach Kopfgrätsche
So wirst du garantiert ins Team gewählt, 10 Tipps für eine Hammerausstrahlung:
1. Mitspielern fallen lächelnde Kopfgrätscher eher auf als finster dreinblickende. Freundlichkeit wirkt anziehend!
2. Guck Deinen Gegenspieler an – auch wenn er Dich gerade nicht sieht. Er spürt sicher Deinen Blick auch auf größere Entfernung und wird dich gleich umgrätschen.
3. Der Klassiker: Stolpere in Deinen Gegenspieler hinein. Entschuldige Dich nicht bei ihm. Er wird Dich total niedlich finden, weil Du ein kleiner Tollpatsch bist.
4. Dein Gegenspieler kommt an Dir und Deinen Teamkollegen vorbei? Tut so, als hättet ihr den Spaß eures Lebens und lacht laut.
5. Laufe langsam und gebeugt an deinem Gegenspieler vorbei. Ruhige Bewegungen lassen Dich älter und erschöpfter wirken!
6. Tu für eine Weile so, als wäre Dein Gegenspieler Luft. Mach das aber so, dass er es merkt. Deine Ablehnung wirkt wie ein Magnet auf ihn.
7. Werfe Dir ein orange- oder pfirsichfarbenes Leibchen über. Das bringt Deinen Teint zum Leuchten und lässt Dich attraktiver wirken.
8. Zieh nie zwei Spieltage hintereinander dieselben Klamotten an. Kopfgrätschern fallen nur neue Eindrücke auf!
9. Mach Dich rar! Beantworte nicht jede Kopfgrätsche-Mail, die der Admin Dir schickt. Es macht Dich total spannend, wenn er um Deine Gunst kämpfen muss!
10. Schicke ihm per Mail eine Einladung und schreibe dazu: „Samstag 10:30, Mittwoch 18:00 Uhr Kopfgrätschen, kommst Du mit? Ich würde sogar meinen Ball teilen.“ Bei einem so lockeren, charmanten Angebot kann er gar nicht „Nein“ sagen!
11. Juli 2015 – DIA-Turnier „Bärenhunger Games“

Das längste 9Meter-Schießen aller Zeiten konnte erst entschieden werden, als sich der Stadionsprecher selbst einwechselte. Dem voran ging die Aufholjagd des Jahrhunderts. Team Кроноцкий kämpfte sich, trotz 0 Punkten in der Vorrunde und einem 0:3 Rückstand im Halbfinale gegen Vorrundenprimus Yosemite, ins Finale gegen Yellowstone. Doch der Titelverteidiger zeigte sich nervenstark und drehte seinerseits einen 0:3 Rückstand im Finale. Der Rest ist DIA-Geschichte und gleichzeitig der Titel-Hattrick.
Hier gibt es alle Fotos des Turniers: Bärenhunger Games 2015 – Die große DIA-Jubiläumsturnier-Ahnengalerie
Feuer und Flammkuchen
„Knistern ist uns nicht geheuer,
denn wo´s knistert, qualmt oft Feuer
. Prasseln auch lässt uns nicht kalt,
denn wo´s prasselt, brennt der Wald.
Ja, die Brandwächter, die sind wir
. Nur zum Löschen sind wir hier –
Feuer mit Wasser, Durst mit Bier.“ (Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller)
Und damit wir die Buntbären von den Rangern unterscheiden können, gibt es bei den diesjährigen Bärenhunger Games fesche Halstücher in den Farbrichtungen Yosemite, Кроноцкий, Алтай und Yellowstone. Nur gelb ist nicht dabei. Für aktiven Brandschutz (Smokey says: Only you can prevent wildfires!) bitten wir folgende simple Regeln Samstag 16:00 auf dem Campo DIA zu berücksichtigen: Dauerfeuer aus allen Lagen, langes Rumfackeln und Kerzen im Strafraum sind nur unter Aufsicht erlaubt. Deshalb bitte für ausreichend Publikum mit feurigem Temperament sorgen. Wer am lautesten knurrt hat Recht – im Idealfall sollte das der Schiedsrichter sein. Freistoßlinien sollten nur im absoluten Notfall mit dem Feuerlöscher gezogen werden. Und natürlich keine Picknickkörbe unbeaufsichtigt stehen lassen. Eventuelle Brandblasen könnt ihr wie immer Mittwoch 18:00 behandeln lassen.
Into the Buschwindröschen
Inzwischen hat der Buschfunk die Info vom DIA-Turnier hoffentlich auch in die letzten Winkel der zivilisierten Welt getragen. Noch eine Woche Schlafen, dann ist es schon soweit. Das Fell des Bären wird Samstag 11.07. ab 16 Uhr verteilt. Als echte Naturburschen könnt ihr euch natürlich gerne im Vorfeld mit den wilden Elementen vertraut machen. Im Gegensatz zu den üblichen Spielterminen Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 wird uns im Campo eine echte Naturwiese erwarten, auf der die eine oder andere Unebenheit erklommen werden will. Vorher muss noch das reißende Gewässer am Weidendamm passiert werden. In den Trainingsreservaten auf den gewohnten Plätzen gibt es zum Üben immerhin einen üppigen Urwald, durch den man sich schlagen muss, falls der Ball über den Zaun fliegt. Packt besser die Machete ein. Ob man bei dem heißen Wetter morgen aber tatsächlich dieses lebensfeindliche Draußen aufsuchen will, muss jeder für sich selbst entscheiden. Niemand macht euch über Gebühr Vorwürfe, wenn ihr euch lieber auf die faule Bärenhaut und in eine kühle Höhle verzieht. Dann bereitet euch aber wenigstens mit Naturdokus beim Filmfest oder auf dem Discovery Cannel vor.
Offizielle Einladung zum DIA-Turnier 2015
27. Juni 2015 (3. Halbzeit)
27. Juni 2015
Bitte ausreichend flankieren
An alle Haushalte: in den letzten Wochen habt ihr sehnsüchtig tagtäglich in euer Postfach geguckt. Die gähnende Leere, die dort bisher herrschte, ist endlich Geschichte. Aus einem Stapel alter Stadionhefte habe ich die Buchstaben für eine neue Kopfgrätsche-Mail ausgeschnitten. Und wenn der Zusteller an eurem Wachhund vorbei gekommen ist, könnt ihr das Faxgerät wieder einmotten. Der Informationsgehalt besteht natürlich weitgehend aus den Standardtextbausteinen: Samstag 10:30, Mittwoch 18:00, keine markierten Scheine, keine Polizei (es sei denn, sie spielt mit). Ein paar neue Messages haben sich dennoch im Kleingedruckten versteckt, z.B. ein kleiner feiner Hinweis auf das DIA-Jubiläumsturnier am Samstag 11.07.2015 um 16:00. Die offizielle Einladung folgt in Kürze, abhängig davon, wann der nächste Briefträger die feindlichen Linien durchbrechen kann. Bis dahin könnt ihr den Termin schon einmal dick im Kalender anstreichen und mir ein Foto davon zurückschicken. Im Falle von verwaisten Poststellen, deponiert eure Rückantworten in einer Plastiktüte im Papierkorb am Stadion. Ich hole sie dann bei Gelegenheit ab. Zalando-Rücksendungen müssen leider noch warten. Oder ihr zieht den Plunder einfach zum DIA-Turnier an. Wird schon irgendwie zum Thema passen.
20. Juni 2015
06. Juni 2015 – Barca
Das erste richtige Sommer-Spiel bei ziemlich hohen Temperaturen mit einem deutlichen Hinweis auf den Sieger, des Champions-League-Finales am Abend in Berlin: FC Barcelona.
Später entstand aus aktuellem Anlass noch ein weiteres Kopfgrätsche-Foto: „Bier Brice“.
Automatic reply: Where’s my money?
Dear sender,
Träning Day :'(
Grüezi und ein herzliches Willkommen. Die Kopfgrätsche ist kein Schwimmklub oder Fischerverein. Dann würde es vielleicht Kaviarhäppchen und Lachsschnittchen geben. So haben wir nur einen total professionellen Krönungskongress, bei dem der Held des Spiels ganz familiär und transparent bestimmt wird. Das sportliche Können könnte eine Rolle spielen und tatsächlich gibt es Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 die Gelegenheit auf diesem Feld zu glänzen. Aber auch die B-Noten sollten nicht vergessen werden. Da kann man mich unter Tränen anbetteln, ich werde auch weiterhin den freien Raum mit meiner Omnipräsenz veredeln. Auch wenn mich niemand mehr herumstümpern sehen mag und man meint, dass Andere jünger, hübscher und kompetenter sein könnten. Da hilft auch keine Bombendrohung. Wir sind hier schließlich nicht bei #GNTM. Fußball muss so sein, wie die alten Männer, die ihn lenken: dreckig und unberechenbar. Da braucht man nach dem kopfgrätschen seine Nase nur mal in den Beutel mit den Leibchen zu stecken, damit man weiß was ich meine. Dank A-, B- und Kopfnote kann es schlussendlich am Ende nur einen Sieger geben. Das könnte der Fußball sein. Muss aber nicht.
23. Mai 2015
Haste Scheiße am Drudenfuß
Wer kennt das nicht? Eine ganze Saison hat man gezeigt, dass man eigentlich nicht gut genug ist, um länger mit den anderen mitzuspielen. Kurz vor dem Ende fragt man sich dann plötzlich: Moment, und was ist, wenn das bisher alles nur Pech war? Ja dann wäre man schön blöd, wenn man nichts unternimmt, um den Fluch zu brechen. Angeblich soll es helfen barfuß auf Glasscherben durch eine Waschstraße in Malente zu laufen, um das böse Karma und die Chemtrails auf den Gegner zu lenken. Überhaupt muss man unbedingt noch einmal den Ort der Vorbereitung wechseln, bevor sich am Ende herausstellt, dass man bisher auf einer Wasserader oder einer indianischen Begräbnisstätte trainiert hat. Viele glauben auch daran, dass es hilft, wenn man ein bis zwei schwarze Katzen im Strafraum vergräbt oder einen Hunni in der Tasche des Schiedsrichters. Aber all das ist dunkelster dunkelster Aberglaube. Am Ende macht dieses runde Ding doch was es will. Aus diesem Grund kann man auch das Kopfgrätsche-Logo drehen wie man möchte. Am Ende gibt es gar kein Ende und auf jeden Samstag 10:30 folgt wieder ein Mittwoch 18:00, irgendwann ist wieder Murmeltiertag und nach dem Abstieg ist vor dem Aufstieg. Ganz sicher.
16. Mai 2015 – Halbzeitpausenkuchen
Mit dem Lockmittel Geburtstagskuchen bekommt man ganz schnell mal die Leute für das #kopfgrätsche-Foto zusammen.
Der Jubilar war John, dessen Frau mal eben so den Schokokuchen vorbeibrachte.
Sollten wir öfter mal machen. Kuchen zwischendurch scheint den Kopfgrätschern zu munden.
Gnadenbrot und Spiele
Laut meiner absolut repräsentativen Strichliste kommt kaum eine Nachricht in den letzten Tagen ohne das Wort „Umbruch“ aus. Ob politisch, kulturell oder sportlich – überall wird umgebrochen. Zwar ist das neue Jahr schon zu einem Drittel rum, aber jetzt werden die guten Vorsätze wirklich alle auf einmal umgesetzt. Bisher war es ja irgendwie auch noch zu kalt dazu. Aber kaum kommt die Sonne raus, bleibt nichts mehr beim Alten. Frisches Blut muss fließen. Der FC Bayern überlegt sogar schon seine Rentnergang (in der allesamt jünger sind als wir) ins betreute Kicken abzugeben. Und auch bei S04 gibt man den Bremsklötzen im Team die Chance auf einen Frühbucherrabatt. Scheinbar setzt die nahende Urlaubsstimmung plötzlichen Aktionismus frei, damit bis zu den Ferien die Altlasten vom Schreibtisch verschwunden sind. Nur der Gnadenhof Kopfgrätsche stellt sich stur. Verdiente Rumpelfüßler haben hier ihren Stammplatz sicher. Und selbst Malade und chronisch Untalentierte werden hier bis zum letzten Tor durchgeschleppt. Genügsam grasen sie Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 auf ihrer kargen Alm. Und wer in ihre treuen Augen blickt, kann ihnen eigentlich auch nicht den Ball wegnehmen und ihnen sagen, dass sie doch lieber langsam auf Golf oder Boule umsteigen sollen.









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