Für alle Campingfreunde im Bierdoseniglu mit Schwenkgrill gibt es in diesem Festivalsommer einen neuen Pflichttermin. Vor allem, wenn man in diesem Sommer kaum unterscheiden kann, ob das da im Schlamm noch Wacken oder doch die Wattolümpiade ist. Dann doch lieber Greencamping auf einem saugstarken Untergrund, auf dem man sogar Fußball spielen könnte. Der Matschplan des Kopfgrätsche-Openairs sieht den Auftritt des Headliners auf der Mainstage zu einer absolut unchristlichen Zeit Samstag 10:30 vor. Ganz im Sinne aller Anhänger der beidhändigen Pommesgabel. Auch wenn das Schlafen im eigenen Bett und die anschließende Dusche für die Szene eher gewöhnungsbedürftig ist. Der minimalistisch Sound einer Lederblase die intuitiv gegen drei Streifen prallt, wird nur durch gelegentliches Shouten von dadaistischen Satzfetzen wie „Schieß“ oder „Bude“ ergänzt. Quasi der Missing Link zwischen Stockhausen und Scooter. Als Belohnung wartet eine umweltfreundliche Bierdose im Glas. Absolute Die-Hard-Fans lassen sich auch nicht die Zugabe mit diversen Überraschungsgästen am Mittwoch 18:00 entgehen. Klingt das gut, oder was?