Hatte ich grad Panik als das Telefon klingelte. Konnte ja nur Jogi sein. Nach den Absagen von Miro und Mesut blieben nicht mehr viele übrig. Einer nach dem anderen hatte sich eine Entschuldigung von Mutti geholt. Dabei wollte ich doch lieber gepflegt Dienstag 18 Uhr am Kagenmarkt bei Flutlicht rumbolzen. Sah mich schon morgen in einem billigen Hotel am Bahnhof von Amsterdam sitzen. Das rote Licht von den einschlägigen Kaschemmen taucht die graue Pfützen in ein schmutziges Rot. Und alles nur, weil niemand Bock auf Holland im November hatte. Oder weil Mittwoch Abend Mädelsabend ist. Hatte so schnell auch keine plausible Ausrede für den Bundesjogi im Kopf. Die Fitness stimmte und auch auf eine Käseallergie konnte ich mich berufen. Erleichterung, als ich die Funke fand. Doch nur Mutti. Die kann man immerhin wegdrücken. Wird mich wohl nicht mehr für ein Länderspiel nominieren, falls sie Bundestrainerin wird. Aber das Risiko geh ich ein. Die Unterschrift auf der Entschuldigung für Samstag muss ich halt fälschen. Und den Mittwoch verbring ich dann auf’m Barhocker und schimpf auf Jogi.
10. November 2012
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Seeking for a seaking
Ich krieg ja ungeheuer viel Feedback auf die Bloggerei. Hier mal eine Auswahl der schönsten Rückmeldungen: „Congrats ~ Found your blog on Google while searching for a related topic, your site came up, it looks good, keep them coming !“ Oder der: „Thanks for such a great post and the review, I am totally impressed! Information here may help you www.spämdomain.com“ Auch nicht schlecht: „Easy to understand,I like it! take a look my web www.anotherspämdomain.com“ Gerne such mal längere Ausführungen: „If you would only try, you could do it.My mouth is watering.I have never seen the movie.What be said did not annoy me much, for I knew he did not mean it.My brother is see king a job.I was wondering if you were doing anything this weekendI was wondering if you were doing anything this weekendI lost the door key about here.You look as if you didn’t care.It’s not his work that bothers me.“ Manchmal sogar auf russisch. Da wundert man sich, dass diese Leute nicht alle beim Kicken Dienstag 18:00 und Samstag 10:30 vorbeischauen. Na immerhin kommt der hier regelmäßig (wenn er nicht Knie-Aua hat): „Die Bedingungen wären nach wie vor 2,50 Euro pro Spiel (2 Stunden) oder 16 Euro für 6,5 (also 7) Spiele. Magst Du das in Deine Fußball-Mail einarbeiten, oder soll ich selbst noch einmal eine rumschicken? Bei Facebook kann ich es auch noch einmal reinschreiben… (hier die Gruppe)“ Mach ich natürlich gerne. Ehrensache.
30. Oktober 2012
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27. Oktober 2012
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Orange – ein Anagramm von Organe…
23. Oktober 2012
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16. Oktober 2012
Letzte Woche war noch alles etwas schwammig. Jetzt ist alles klar: Dienstag, 23. Oktober geht um 18 Uhr das Flutlicht an!
Punkt 20 Uhr geht es auch wieder aus. Darum: Kommt pünktlich und in Massen. Mitspielen kostet jetzt nicht nur Kraft, sondern auch Geld. Das offizielle Papier ist noch nicht bei mir angekommen, aber es werden vorraussichtlich 2,50 Euro pro Spiel. Alles weitere klären wir auf dem Platz.
20. Oktober 2012
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Kein Fußball den Faschisten
Wie sich bestimmt schon rumgesprochen hat, findet am nächsten Spieltag ein Aufmarsch von Randgestalten am Rand der Stadt statt. Die Teilnehmer zeichnen sich durch braunes Gut (von Gedanken wollen wir da mal nicht reden) unterm ausrasierten Pony aus. Gleichzeitig gibt es auch eine Gegenveranstaltung für die man sich 10:30 Uhr ausgiebig warm machen kann. Als Veranstaltung für Megafairplay und entartete Ballkünste ist es stets unser Ziel am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden zu erreichen. Mehr Friedfertigkeit geht eigentlich nicht. Aber auch als Remisfreunde wünschen wir uns natürlich für den Demonstrationszug der Gegenveranstaltung schon ein deutliches Übergewicht und die aktive Teilnahme wird auch gern gesehen. Es steht somit jedem frei, ob er vor, während oder nach unserem Spiel für den Frieden gegen den Aufmarsch protestieren gehen will. Der neue Spieltag unter der Woche wird demnächst der Dienstag sein. Die Uhrzeit bleibt, der Ort wechselt. Der Test in dieser Woche hat schon viel Schönes, demnächst gibt’s das auch mit Licht und ganz ohne Fackelumzug. Dazu mehr in Bälde.
13. Oktober 2012
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Fußball jetzt dienstags und unter Flutlicht?
Vielleicht war das Spiel am vergangenen Mittwoch das letzte für dieses Jahr. Vielleicht gibt es aber jetzt einen Lichtblick: Alles noch nicht spruchreif – aber es gibt die Chance, dass wir dienstags auf dem neuen Kunstrasenplatz am Kagenmarkt spielen können. In der Zeit zwischen 18 und 20.30 Uhr könnten wir den Platz mit Flutlicht nutzen. Möglicherweise kostet das Geld. Schätzungsweise sind es 10 Euro pro Stunde. Das wären bei 10 Mitspielern 2,50 Euro pro Abend.
Zuerst wäre die Frage, ob Interesse Eurerseits vorhanden ist. Über Details kann man später reden. Wer hat Lust, ab kommenden Dienstag 18 Uhr, wöchentlich und unter garantiertem Flutlicht 2,5 Stunden Fußball zu spielen?
Bitte sagt Eure Meinung dazu hier in den Kommentaren, bei Facebook oder per Mail.
Hier der Platz noch einmal im Video: MVI_5222
10. Oktober 2012
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Lichtgestalten am Ball
Und Gott sprach: es werde … Na, hier Dingenskirchen. Also das was man braucht, um Mittwoch 18 Uhr Fußball zu spielen. Ball? Ja, auch nicht schlecht. Mitspieler? Sowieso, jede Menge. Gutes Wetter? Es soll unfeucht bleiben, also alles im trockenen Bereich. Nur so viel: es gibt was zu sehen. Und das macht das Spiel soviel angenehmer. Nichts gegen Pass auf Zuruf, aber wer die Blindenfußballer in London gesehen hat, der weiß, sie schauen nie zurück. Ein leuchtendes Beispiel, an dem wir uns orientieren. Der Blick in die Zukunft hält für uns nicht nur Mittwoch 18:00 sondern auch Samstag 10:30 bereit. Und da erwartet uns eine Unmenge von dem natürlichen Zeugs, dass man braucht für die hellen Momente im Spiel. Und wie sagte schon mein Bruder Elwood: „Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben einen vollen Tank, eine halbe Packung Zigaretten, es ist Nacht und wir tragen Sonnenbrillen.“
29. September 2012
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Du kriegst die Mottos
Hmmm, lecker Los Wochos. Nach der englischen folgt die deutsche Woche. Während sich die englische Woche auch durch Sportivität unter der Woche auszeichnet, hat die deutsche Woche ausgerechnet am Mittwoch einen Feiertag und nach dem Gekicke am Samstag 10:30 muss man unbedingt noch das Auto schneiden und die Hecke waschen. Dafür war die englische Woche allen Klischees entsprechend ziemlich nasskalt und von Elfmeterverballerei geprägt. Lassen wir uns überraschen, was auf die deutsche Woche folgt. Wie wärs denn mal mit was Skandinavischem mit ganz viel Köttbullar (auch rund) oder Asia-Wochen mit lauter putzigen Kagawa-Doubles? So eine Mottowoche ist echt ’ne dufte Sache. Kann man sich viel besser merken als diese numerischen Kalenderwochen. Und wenn solch eine Woche vorbei geht, kann man sich automatisch die Töppen anziehen und zum Platz ziehen. Mit der Mitte der Woche wird es nicht nur nächste Woche perspektivisch immer finsterer, aber vielleicht können wir es bis zur griechischen Woche noch durchziehen. Woran erkennt man die noch mal?
26. September 2012
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22. September 2012
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Freud euch des Siegmunds
Wir müssen reden. Könnte man meinen, wenn man sich so auf dem Platz umhört. Und manch einer wird schon die Adresse vom Paartherapeuten suchen, weil hier rumgezickt wird, dass man meinen könnte, Uli Hoeneß wäre unser Präsi. Aber dabei ist es nur wie in jeder langjährigen Beziehung. Unterschiedliche Erwartungen und Wahrnehmungen haben uns im Laufe der Jahre bockig gemacht. Man übersieht ja den vollen Mülleimer oder den Abwaschberg nicht absichtlich, sondern weil man gerade an Fußball denkt. Genauso ist es auf dem Platz, nur das man dort ausnahmsweise mal nicht an Fußball denkt. Bevor jetzt aber jemand ernsthaft vorschlägt, dass wir uns Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 zur Hausarbeit treffen, lade ich an diesen Terminen lieber zur Teamtherapie ein. Ich habe dafür ein neuartiges Therapie-Instrument. Es ist rund und lässt sich in einem Dialog liebevoll oder hart dem Gegenüber zuschieben. Damit überwindet man doch jeden Ärger und erreicht, dass am Ende doch wieder alle auf dem Familienfoto sind (es sei denn der Bildausschnitt ist unglücklich gewählt…).











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