Die Nadel im Sandhaufen

Eigentlich wollten wir endlich mal den Schalter umlegen. Aber es ist zu dunkel, niemand kann den Schalter finden. Wir tasten uns an Netz und Pfosten entlang, aber nirgendwo ein Schalter. Dabei wäre der jetzt ganz wichtig, damit man Ball und Gegner erkennt. Auch an der Eckfahne ist nichts zum Anknipsen. Der Schalter fehlt und ohne ihn wird das nichts mit Sichtfußball nach sechs. Also wieder Operation Desert Storm. 19 Uhr im BBF reiten wir wieder mit Kampfhubschraubern ein. Dann wird wieder fleißig ausgesiebt. Die Talentierten ins Törchen, die Ambitionierten in die Dünen. Samstag 10:30 ist es dafür auch ohne Schalter hell. Allerdings sieht man das Elend, dass zu Dritt nur Franks Modus übrig bleibt. Das allerdings auf höchstem Niveau, ganz ohne Sand im Schuh und Moor im Ohr. Gibt halt bei allem Licht und Schatten. Der Schatten ist momentan eindeutig noch am Kagenmarkt. Aber nur solange bis endlich jemand den Schalter findet. Such, such.

Pieke-Ass sticht

Juhu. Auch am Dienstag kommt nicht nur meine Superform sondern auch meine Förmchen zum Einsatz. Das sandige Geläuf ist zum ideal für Allergiker und für Zocker, die schon beim Golf die meiste Zeit im Bunker verbringen. 19 Uhr bauen wir wieder Burgen vor die Tore, Mauern sind auch eher so letztes Jahrhundert. Und als Harmonie-Fans wollen wir ja auch keine Kalte-Krieg-Stimmung aufkommen lassen. Freuen wir uns auf Sand in den Augen, Fata Morgana und die Trinkpause in der Punica-Oase. Bald gibt es das auch wieder in Outdoor. Der Schnee verkrümelt sich inzwischen und macht Platz für krümeliges Tartan. Das finde ich dann Samstag 10:30 Uhr wieder in meinen Schuhen. Zuerst muss ich allerdings die Schuhe wieder finden. Hab aber noch bis zum Wochenende Zeit. Morgen reicht mir die Hornhaut auf der Pieke.

Hängende Wüstensturmspitze

Sowas, sowas. Das Jahr ist schon zu 5% rum und wir waren noch nicht einmal draußen. Also zumindest nicht zum Fußballspielen. Die Schneedecke auf dem Platz trampelt sich nicht von alleine weg. Und von der Jahreszeit kann man auch keine Unterstützung erwarten. Drum machen wir morgen 10:30 frische Spuren in die Scholle. Solange bis die Schuhe feucht sind. Die können dann in aller Ruhe trocknen. Schließlich kann man sich die Bereifung am Winterdienst-Dienstag 19 Uhr sparen. So fleißig wie dort im BBF gestreut ist. Auf den letzten Bildern erkennt man, dass man sich bei der aktuellen Unter-der-Woche-Fußball-Alternative keine nassen Füße sondern eher eine Wanderdüne holt. Aber alles hat seine Zeit und wenn erst die Frühblüher durch den Eispanzer brechen, haben wir alle Beläge und Untergründe einmal durch. Egal, Hauptsache der Ball bleibt rund und der Fußballgott auf der Seite derjenigen, die am dollsten an ihn glauben. Also zeigt ihm euren bedingungslosen Glauben und bringt ihm auch draußen ein Opfer. Eins, zwei nasse Sohlen sind ein vernünftiger Anfang.

Winterpause

Kurzmitteilung

Aufgrund mangelnder Mitspieler wird eine Winterpause anberaumt. Ab Sonnabend, dem 5. Januar 2013, geht es weiter.

Platzsturmwarnung

An alle Eisprinzessinnen. Mutti Stadt reicht es nicht, wenn ihr ’nen warmen Pulli und die selbstgestrickte Bommelmütze anzieht bei dem Wetter. Eure Füße werden doch ganz nass und ihr holt euch mindestens den Tod. Fürsorglich wie die Stadt Wismar ist, hat sie deshalb den Platz am Kagenmarkt bis zum Jahresende gesperrt und alle Krümel aus euren Mundwinkeln gewischt. Es ist nur zu eurem Besten. Bis zum Muttertag sollte der Stubenarrest aufgehoben sein, wenn ihr denn in der Zwischenzeit auch mal fleißig im Haushalt helft oder brav Gedichte für den Heilgen Abend auswendig lernt, statt immer dieser Fußlümmelei bei Wind und Wetter nachzugehen. Ich bin ganz vorbildlich und schule auf Farmville oder Badminton um, Hauptsache was mit Netz. Wenn Mutti Samstag 10:30 Uhr kurz nicht guckt, werde ich mich doch noch heimlich auf den Tartanplatz schleichen und die Schneekugel mit euch rollen. Aber nicht petzen.

Dopa in Doha

Cooool. Endlich wieder vernünftige Spieltemperaturen. Platzverhältnisse nach dem Geschmack der technisch Limitierten. Hat ja echt lange gedauert bis dieser nervige Sommer vorüber war. Aber jetzt geht es endlich wieder rund auf grün-weiß (Jan, dein Stichwort). Wir zaubern uns wie bei Spiegel-Online ’ne 1A-Heatmap auf den Platz. Eine Heizdecke aus qualmenden Socken. Grätschen wie Schneefräsen. Doch Moment, was ist das? Es taut, bevor wir dafür sorgen konnten. Also maximal dampfende Socken und Grätschen wie Reisigbesen. Ein beträchtlicher Teil des Matsches ist allerdings inzwischen wieder flüssig. Spricht für klamme Socken und Grätschen wie Sandsäcke. Nun gut, bis wir Dienstag 18 Uhr auf dem Platz stehen, ist wohl wieder Kurzehosenwetter. Gilt quasi schon wieder als Sommer. Ich erwarte vom Samstagskick die ersten Obenohnebilder. Und jeglicher Vorteil, den ich mir von meinen Spikestollen versprochen habe, endet mit verschwitzten Socken und Grätschen wie Wüstenstürme. Darauf eine Laola von hier bis Katar. Sepp fängt an…

Schuss ohne Glühwein

Kurz vor Adventskalender gibt schon morgen die Möglichkeit ein paar Törchen zur öffnen. Dafür braucht ihr aber nicht auf den Weihnachtsmarkt humpeln und mit dem Meter Bratwurst den dritten Glühwein runterspülen. Da findet ihr ausschließlich Nieten, die gelben Zettel zu euren Füßen lügen nicht. Anstatt sich anständig an der Schießbude zu blamieren, kann man auch gepflegt Dienstagabend am Kagenmarkt die Fahrkarten sammeln. Dort wird 18 Uhr wieder die Lichterkette entzündet, auf dass eure Äuglein glänzen. Meinen Wunschzettel hab ich schon geschrieben. Ein nettes 5 gegen 5 mit anschließendem Familienfoto. Und zwischendrin ein heißgelaufener Platz. Allemal besser als verbrannte Plätzchen. Gibt ja nur eine unvorteilhafte Ailton-Figur, die sich ausschließlich für schlechtbezahlte Nikolausauftritte eignet. Ich schieß auch morgen wieder die Tore für den nächsten Samstag mit. Ihr dürft dann aber trotzdem am Wochenende für mich jubeln. Wenn’s denn was zum Jubeln gibt.