14. Februar 2015 – Der Kopfgrätsche-Brennpunkt

Fußball_Februar_2015_02_14Kürzlich ließ sich Udo Lielischkies mit Fluppe live in Minsk erwischen. Jetzt wurde das Kopfgrätsche-Spiel auf dem Roten Platz in Wismar zum Brennpunkt. Ganz links im Bild ist brisantes Dokument zu sehen, welches die Träume von einfachen Hobby-Fußballern bedroht.

Weitere Bilder vom Majd… Tartan-Platz in rot und grün gibt es in dieser Bildergalerie.

14. Februar 2015 – Die grüne Galerie

Ein Spiel auf dem Roten Platz mit 13 Mann und immer etwas Grün im Hintergrund.
Das #kopfgrätsche-Gruppenbild gibt es hier.

Die dunkelgelbe Seite der Macht

Was war dieses Kopfgrätsche denn gleich noch mal? Ist das nicht diese Sekte, die leichtgläubige und willenlose Zweibeiner allsamstäglich 10:30 zwingt das warme Bett zu verlassen? Die dann wie Zombies in kurzen Hosen dem prallen Ball hinterherlaufen, als wär er ein frisches Gehirn? Unheimliche Kräfte sind schuld, dass unbescholtene Bürger einer Kleinstadt sich den Weg unaufhaltsam dahin bahnen, wo Pfosten ihr Stöhnen Richtung Fußballgott verstärken. Ab und zu gelingt es mutigen und unerschrockenen Zeitzeugen Fotoaufnahmen von diesem bizarren Schauspiel zu machen. Die Dokumente sind schwer zu ertragen. Die Gesichter von offensichtlich erwachsene Menschen wurden von kindlicher Freude schlimm entstellt. Eine Zusammenrottung des Grauens. Woran das liegt konnte bisher kein Wissenschaftler erklären. Renommierte Forscher machen böse Strahlen aus dem Internet dafür verantwortlich. Wie soll man das nur aufhalten? Da muss jeder Einzelne aktiv werden. Löscht euren StudiVZ-Account, deinstalliert Netscape, kappt euer WLAN-Kabel – solange es noch geht. Steigt jetzt aus bevor es zu spät ist. Oder geht wenigstens dahin, wo ihr niemanden stört.

„Ball?“ „Läuft.“ „Action!“

Ausgerollt ist er schon einmal, der grüne Teppich. Fleißige Helfer schmelzen momentan noch die letzten weißen Flecken weg. Die gefühlt Sechshundertfünfzigste Auflage unserer Ballinale wird pünktlich Samstag 10:30 eröffnet. Wir laufen aber auch dieses Jahr wieder außerhalb des Wettbewerbs. Darren Aronofsky und Audrey Tautou gucken nicht so genau hin, wenn wir unsere Tragikkomödie vor dem Tor aufführen. Dabei vereinen wir das Beste aus allen Genres. Es wird mehr gelaufen als in „Lola rennt“, mehr geschossen als in „Spiel mir das Lied vom Tod“ und auch das Wetter arbeitet an einem sehenswerten Remake von „Singin‘ in the rain“. Ein buntes Ensemble aus holprigen Klassikern, ungestümen Debütanten und Originalen ohne Untertitel spielt überzeugend für eine kleine Erwähnung im Abspann. Unsere Relevanz mag sich zwar im Aufgebot der Fotografen widerspiegeln, aber dafür hat unser einziger Paparazzi seine Linse besonders gut geputzt. Es lohnt sich also etwas Zeit in Garderobe und Maske zu investieren. Denn am Ende erinnert sich niemand mehr an den Ausgang unseres Films. Aber das Plakat hängt noch lange an der Kopfgrätsche-Litfaßsäule.

Schweinskopfball in den Mundwinkel

Geschafft, die Kandidatur ist raus. Hoffentlich kommt das Fax rechtzeitig an. Und hoffentlich haben die bei der FIFA nicht eins von diesen unzuverlässigen Kombigeräten mit integriertem Reißwolf. Diesmal muss es doch klappen mit dem höchsten Amt im Weltfußball. Schließlich kenne ich alle wichtigen Leute. Jedenfalls die, die mir genügend Schweinsköpfe besorgen können. Vielleicht überlegt sich daraufhin Luis Figo noch einmal, ob er wirklich gegen mich antreten will. Und seien wir mal ehrlich, diese ganzen Ex-Profis haben doch keine Ahnung vom Fußball. Sonst wären sie ja nicht Fußballer geworden. Sogar der Kaiser muss mich wählen. Schließlich wurde niemand zum Kopfgrätschen Samstag 10:30 gezwungen. Waren alle freiwillig da und die Bilder beweisen, dass sie ganz viel Spaß hatten. Was es ausmacht, wenn man die Mundwinkel spiegelt. Nun gut, während das Fußvolk dem runden Ding hinterherläuft, widmen sich die Entscheidungsträger dem wahren Fußball. Huch vertippt. Es muss natürlich „der Ware Fußball“ heißen. Solltet ihr mich also nicht auf dem Platz sehen, wisst ihr, dass ich noch Umschläge vorbereiten muss. In die mickrigen Standardgrößen von der Post passt ja nicht mal der Kopf eines Meerschweinchens.

24. Januar 2015 – 23!

Bild

Im vergangenen Jahr 2014 war ein Foto mit 23 Spielern „das vollste Foto„. Heute waren es auch wieder genau 23. Unglaublich! Das notdürftig für 15 Minuten angesetzte Großfeld-Spiel dauerte dann doch 90 Minuten. – Der Januar kammen eigentlich selten mehr als zwei Spieler (siehe vor einem Jahr). Keine Ahnung, warum die Gier auf Zocken jetzt so groß geworden ist.

Wir sind das Volksparkstadion

Wer hat an der Endzeituhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät? Was Wissenschaftler aus Washington mit Atomwaffen und Klimawandel begründen, hätte man auch einfacher erkennen können. Die Zeichen, dass die Berliner Fashion Week und der Weltjogginghosentag zusammenfallen, kann niemand mit einem anständigen Aluhut ignorieren. Zur Rettung muss man sich wahrscheinlich einen Bunker in der Imtech-Arena graben. Dort hat man einen guten Blick auf die Endzeituhr. Die Rückbenennung in Volksparkstadion macht aber Hoffnung, dass man dort überleben kann, wenn die Uhr stehen bleibt. Darauf setzt schließlich auch der Dino vor Ort. Jetzt fragt ihr euch: wie kommt man dort hin? Ganz einfach. Einfach am Samstag 10:30 eine einigermaßen passable Figur beim Kopfgrätschen machen. Darauf hoffen, dass ein millionenschwerer Rentner mit einem internationalen Logistikunternehmen aber ohne Fußballverstand das mit seinen trüben Augen sieht. Der gibt dann peinliche Interviews, in denen er öffentlich eure Verpflichtung fordert. Der erpresste Verein gibt euch einen Vertrag und schon habt ihr eine Chance gegen das Armageddon. Allerdings nur, wenn die Verschwörungstheorie falsch ist, dass die Uhr in der Imtech-Arena doch nur der Stromzähler ist.

17. Januar 2015

Allein drei Hertha Trikots (zwei nicht im Bild sichtbar) waren in das Samstags-Spiel involviert. Weil das noch nicht reichte, tauchte nach dem Spiel auch noch ein Schal auf. Warum dieses plötzliche Häufung von Hertha-Fans auftrat ist nicht erklärbar.

Medizinball nach Noten

Jetzt sag ich euch mal was. Ich bin fast 2 mal 18 und hab keine Ahnung von Auflaufprämien, Ausstiegsklauseln oder Stammplatzgarantien. Aber ich kann ’ne Spielankündigung schreiben. Zwar nur in einer Sprache, aber dafür in Schönschrift und mit Autokorrektur. Auf ein Leben als Bundesligaprofi hat mich die Schule allerdings nicht wirklich vorbereitet. Mein Weg zum Kopfgrätscher war quasi vorgezeichnet. Zu meinem Glück stand mein Talent dieser Karriere nicht im Weg. Wenn bei euch auch das Bildungssystem versagt hat, kann ich euch das Nachsitzen am Samstag 10:30 nicht ersparen. Die Älteren unter euch werden sich wehmütig an den Samstagsunterricht erinnern. Da können wir noch einmal all die Dinge üben, die traditionell im Kopfgrätsche-Lehrplan stehen. 1. Stunde: Individuelles Warmmachen mit den neusten Tipps vom Physiotherapeuten 2. Stunde: höhere Mathematik beim Aufteilen von 9 Mann auf 2 Mannschaften 3. Stunde: Wahlpflichtfach Unwahrscheinlichkeitsrechnung mit halbhohen, steilen Pässen in den Rücken 4. Stunde: szenisches Spiel bei der Darstellung einer Fußballmannschaft für eine Fotoserie. Den Eckfahnenappell lassen wir diesmal weg. Schreibt euch das in euren Stundenplan und vergesst nicht das Muttiheft für die Bewertung eurer Sozialkompetenz und den Turnbeutel.

10. Januar 2015 – #MerciCharlie

Fußball_Januar_2015_01_10Eigentlich sah alles nach einem 1 gegen 1 im Fußball-Tennis aus: Unwetterwarnung und ekliges Wetter machten nicht viel Hoffnung. Aber dann versammelten sich trotz Gegenwindes doch zehn #Kopfgrätsche-r zur spontanen Demo mit dem Titel #MerciCharlie. Merci an Androš, der die Schokolade mitgebracht hat.

Ceci n’est pas un Manuel Neuer

Da guckt man aus dem Fenster oder in eine App, wenn man kein vertrauensvolles Fenster hat, und identifiziert einen feuchten Sturm außerhalb der Komfortzone. Wenn wir es positiv sehen, können wir feststellen, dass es dafür angenehm warm ist. In Norddeutschland geht das glatt als Badewetter durch. Für richtigen Winterfußball müsste man schon eine Schneekanone aufstellen. Trotzdem fahren die Bundesligavereine in ihrer Vorbereitung auf die Rückrunde wieder weit weg. Und da der FC Bayern eine besonders schwere Rückrunde erwartet, fährt er auch besonders weit weg. Die Trainingsbedingungen sind in Katar einfach die besten überhaupt. Nebenbei ist das Emirat natürlich noch Großaktionär bei VW/Audi und Pep ihr Markenbotschafter. Immerhin werben sie nicht auch noch für Wiesenhof. Und solange aktuell die Aufmerksamkeit denen gilt, die ihr Trainingslager im Jemen absolviert haben, interessiert das auch kaum jemanden. Zum Glück benötigen wir kein Training. Unsere Art den Fußball jeden Samstag 10:30 zu karikieren beherrschen wir perfekt. Der Fußball hält das aus. Vielleicht ist er deshalb immer noch unsere liebste Religion. Solange man darin so herrlich unprofessionell bleibt, muss man sich nicht an fragwürdige Geldgeber ranwanzen und kann stattdessen seine Ideale in einem feuchten (aber warmen) Orkantief hochhalten. Hat doch auch was für sich.

03. Januar 2015 – So gehen die Kopfgrätscher

Fußball_Januar_2015_01_03_01Der Fußball findet seinen Weg. – Mit Vorfreude auf den samstagmorgendlichen #kopfgrätsche-Fußball am Platz angekommen, heißt es gleich: „Die Tore sind zu. Dann müssen wir wohl rüber.“ Na toll. Aber die Natur findet auch einen anderen Weg – unten durch. Gut das wir alle über Weihnachten nicht zu sehr zugenommen hatten.

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Kabinenpredigt für draußen

Liebe KopfgrätscherInnen,
Eigentlich sollte hier jetzt die aktuelle Neujahrsansprache folgen. Ein paar warme und motivierende Worte, gespickt mit einigen Schlagworten aus den Twitter-Trends. Leider hat das Sturmtief beim Stoßlüften ganze Arbeit geleistet und die Zettel mit dem ausgedruckten Internet im Hof meines Amtssitzes verteilt. Die ersten Zugvögel bauen sich bereits Nester daraus. Die Seite Neujahrsansprachen.de ist hier von der IT geblockt, so dass ich aus dem Gedächtnis die wichtigsten Fakten über den Äther schicke. „Äther“ wird übrigens das Jugendwort des Jahres 2015. Knapp vor „urst“ und „läuftbeiihnenwerterbabo“. Während die Montage schon mit sinnlosen Demo-Terminen belegt sind, werden die Samstage (10:30) geprägt sein von sinnvoller Fußarbeit. Außerdem wird 2015 keine Fußball-WM den Jahrrückblick retten, auch wenn sich die Damen ganz viel Mühe geben. Was im letzten Jahr außer der WM los war, entnehmen Sie bitte dem Rückspiegel oder dem Browserverlauf. Sorgen Sie schon morgen für frischen Content, damit der Mantel der Geschichte über so manchen Fettnapf wehen kann. Dennoch hat es Christoph sich nicht nehmen lassen, die schönsten Momente noch einmal Paroli laufen zu lassen, damit alle wieder bei Null starten können. Ich möchte mit den Worten des großen Philosophen Olli Schulz schließen: mögen die Höhepunkte eurer Vergangenheit die Tiefpunkte eurer Zukunft sein.

Jahresrückblick 2014 #KGJRB14

Fußball_KGJRB_2014_DIAEine Umfrage hat ergeben, dass „Jürgens Gesichtstreffer“ das Jahreshighlight gewesen wäre. Da es aber davon kein einziges Foto gibt, hier nun die 10 errinnerungswertesten #kopfgrätsche-Beiträge des Jahres 2014:

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27. Dezember 2014 – „Jan, der verwunschene Hund“

Weihnachtszeit ist Märchenzeit. So auch auf www.kopfgrätsche.de.
Dieses Fußball-Märchen beginnt so: „Es war einmal ein Hund…“ Und enden tut es mit „…wer zu spät kommt, den bestraft das #kopfgrätsche-Foto.“

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