Jäger des verlorenen Götzes

Was raschelt denn da? Da hinten hinterm Tor muss etwas sein. Soll ich da mal hinlaufen? Womöglich versteckt sich da dieses langgesuchte Talent, mit dem ich endlich in der Battle Arena Samstag 10:30 bestehen kann. Das Prestige Level vor Ort ist ja nicht ohne. Mal gucken wie viele Gegner die Arena diesmal verteidigen. Aber mit ein paar Mitstreitern können wir dort bestimmt bestehen. Wiederbelebung mit einem Hefe-Trank im Anschluss nicht ausgeschlossen. Bis dahin muss ich mein Talent noch etwas trainieren – von Pokémon Götze 2016 auf Pokémon Götze 2013 ist es ein weiter Weg. Vor allem sollte man es nicht nach Mitternacht füttern. Der Pokémon-Trainer im schwarzgelben Pikachu-Anzug würde ihm sogar alle Kohlenhydrate streichen, um auf die nötigen Wettbewerbspunkte zu kommen. Aber das lohnt sich. Pummelfeen-Pokémon sind angeblich stark gegen Kampf, Drachen und Unlicht (ist das dasselbe wie Flutlicht?). Gift-Pokémon, die sie mit Pfiffen und melodischen Schmähgedichten bekämpfen, zwingen sie aber wieder nachts vor den Kühlschrank. Ich lauf da auf jeden Fall gleich mal rüber und schieße einen Ball ins Gebüsch. Damit dieses Kicklee in meinem Rucksack endlich ausschlüpft, renne ich sogar manchmal nach einem Ballverlust mit zurück. Vielleicht hilft das auch Dienstag 18:00, falls die Arena wie in dieser Woche wieder von diesem roten Team verteidigt wird.

Rundgang durch die Jahresausstellung – Katalognr. 09072016: Ein perücktes Turnier

Auf jeden Fall ein DIA-Turnier, das eindeutig in den Spitzen entschieden wurde. Am Ende machte sich die Erfahrung der Grand Dames dieser Veranstaltung mal wieder bemerkbar. Auch die posh auftretenden Victorias konnten den silbergrauen Mama Lasoggas die Trophäe diesmal nicht entreißen. Nach einer ausgiebigen Vorrunde nach UEFA-Art kamen alle Teams ins Halbfinale. Im Finale selbst musste die Entscheidung mal wieder vom Punkt fallen. Der vierte Titel in Folge für die Ewigkeit geht runter wie Öl und wurde folgerichtig in demselben festgehalten. Danke an alle Beteiligten, für dieses gelungene Sittengemälde des modernen Fußballs.   

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Final Cut

Rumms! Plötzlich ist die Euro vorbei. Wie wenn beim Stuhltanz David Guetta plötzlich die Regler runter zieht. Da hat die UEFA wirklich alles dafür getan, die EM mit ganz vielen Teams zum längsten Hitmix überhaupt zu machen und dann haben sie tatsächlich das Spiel um Platz 3 vergessen, in dem die Deutschen traditionell unschlagbar sind. Also leider kein Duell von Gareth Bales Man-Bun gegen Mats Hummels’ Head-and-Shoulders-Matte. Das bedeutet aber auch, dass die bessere Hummels-Hälfte Samstag 15 Uhr auf jeden Fall nichts Besseres vor hat. Als Schirmherrin des diesjährigen DIA-Turniers hat sie bestimmt wieder ein paar frische Tipps für Kopf und Schultern parat, z.B. wie man die silbergrauen Schläfen so betont, dass der Schiedsrichter garantiert jedes Handspiel übersieht. Und welcher Lidschatten gegen verheulte Augen hilft (Stichwort: Blubbery Eyes). Die Spielfeldmarkierung ist auf jeden Fall akkurater gezogen als jeder Lidstrich, da gibt es keine Hälfte, die besser oder schlechter ist. Und auch im Turnier selbst kann man sich bestimmt immer noch über die B-Note ins Finale mogeln. Für solche Sonderlocken haben wir ja jetzt genug Zeit. Und ohne das EM-Bonusspiel im Anschluss können wir uns natürlich im finalen Elfmeterschießen einige extravagante Extensions leisten.

PS: Wer das DIA-Turnier noch weiter nach vorne oder hinten verlängern möchte, hat wie immer Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 die Gelegenheit dazu.

Der Ball ist im Tour – Kopfgrätsche en #EURO2016

 

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Viaduct Passy

Der rechte und der linke Fuß des Teufels

Ich glaub mein Tintenfisch kleckert. Jedenfalls kommen hier schon wieder ein paar Buchstaben, die euch denken lassen: sein Oberstübchen ist schlecht möbliert. Oder: Der hat auch nicht mehr Grips, als’n Spatz Fleisch an der Kniescheibe. Das hier ist trotzdem kein Aufruf zum Schwimmen oder Bodybuilding. Das macht nur dicke Knie und Blasen im Hirn. Nee, ich werd Euch Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 mal ein richtiges Ei gegen die Schiene nageln. Das ist gesund und macht’n schmalen Fuß. Normalerweise bin ich ja auch friedlich wie’n Vulkan. Aber falls mir einer mit seinen Kackstelzen quer kommt, beiß ich ihm eine Beule in den Bart, bis ihm die Hose wegfliegt. Oder hau ihm ’ne Delle in die Gewürzgurke. Vorher würde ich natürlich höflich warnen: Machst du das nochmal, mach ich aus deinen Ohren einen Wäschetrockner. Dir spitz ich den Spargel an, bis man dich für einen Pfirsich hält. Hör zu Tellermütze, ich weiß wir haben Vollmond. Du greifst dir jetzt deine Puppenlappen und gehst woanders spielen oder hier rauscht’s! Oder was mir grad so aus der Denkmurmel bröselt. Nach so 2 bis 3 Stunden rumgekicke, muss ich meistens verschwindibussen. Von meiner Blutprobe könnten die Bullen im Anschluss ein Betriebsfest machen. Es gibt ein Wiedersehen, aber es eilt nicht. Hand geb’ ich nicht, kann leicht festkleben.

Da lach ich mir doch den Ast ab

Mal ist man der Hund und mal ist man der Baum – fiel mir so ein als mein Blick auf den Ast fiel, den das Unwetter von letzter Nacht in den Vorgarten streute. Dabei weiß inzwischen jeder, was die bessere Hälfte von Ann-Kathrin Brömmel damit meinte. Denn jetzt hat Deutschland den Salat und hängt im schweren Baum fest, in dem tatsächlich namhafte Gegner den Weg zum Finale versperren. Gegner, die womöglich gleichstark sind. Im Grunde so wie wir es Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 regelmäßig simulieren. Daher weiß ich natürlich wie man sich als Baum fühlt. Oft bleibt man wie angewurzelt stehen, wenn so ein übermotivierter Pinscher Tempo aufnimmt. Trotzdem fuchtelt man wie wild mit allen Ästen, wenn man meint der Pinscher sollte den Ball vor dem Tor unbedingt noch einmal abspielen. Manchmal bekommt man sogar den Ball zurück, um ihn dann hölzern in die Botanik zu zimmern wie weiland Adolfo „Der Entlauber“ Valencia. Mit dem Entlauber schließt sich der Kreis im Bayernsturm zum aktuellen Erfolgsstürmer und Hund/Baum-Philosoph. Falls er keine Lust mehr auf seine Rolle als bessere Hälfte hat und aus dem Instagram-Schatten seiner Lebensgefährtin treten möchte, kommt er zum DIA-Turnier „Die bessere Hälfte“ in zwei Wochen. Also Mario, hast du am 09. Juli 15:00 Uhr schon etwas vor? Du kannst auch in mein Team, damit es schön ausgeglichen ist. Dann aber als Baum.

22. Juni 2016 – Selfie mit Halttorsson, Siegtorsson und CRsixplusonepack

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Während die „Betonmischer aus Gruppe F“ parallel für neun Tore in zwei Spielen sorgten, wurde auch von unseren vier Teams fleißig genetzt. Der Spannungsbogen des torreichsten Spieltags blieb allerdings bei uns aus. Mit einer Mischung aus Über- und Demut huldigten wir den treffsicheren Portugiesen und Isländern, die sich ins Achtelfinale kämpften.

Abschied von Sankt-Ibra in Saint-Denis

Ibracadabra macht Schluss im gelben Trikot. Für sein drittletztes Spiel war die Bühne in Saint-Denis beim ersten Vorrundenspiel der Euro 2016 bereitet. Von den sangesfreudigen Kontrahenten sollten sich in Gruppe E am Ende der Vorrunde die Boys in Green durchsetzen. Gegen Ibras Schweden trennte man sich 1:1. Neben den zlatanischen Zeichen wurden in St.-Denis auch einige Kopfgrätsche-Symbole gesichtet. Hej då, Zlatan! Hej då, Vorrunde.
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Love’s a playing field (oh no)

Alors. Die deutsche Defensive steht schon mal einigermaßen. Die der anderen Länder eigentlich auch. Verteidigen doch alle ganz ansehnlich bisher. Nee, kann man echt nicht meckern. Die hauen da hinten konsequent fast alles raus. Chapeau, Chapeau. Das Sicherheitskonzept geht also voll auf. Da geht außer dem Hitmix von Pierre David Guetta nichts durch. Weder Plasteflaschen noch Regenschirme. Die Komplettüberwachung reicht quasi bis auf die Trainerbänke, wo sich während des Spiels noch gründlich abgetastet wird. Also von mir aus kann im nächsten Schritt mal was offensives ausprobiert werden. Ist vielleicht etwas mit Risiko, aber warum denn nicht? Die Leute sollen das ja noch drei Wochen gucken. Wahrscheinlich sogar am nächsten Dienstag. Da gibt es doch wieder diese zarte Hoffnung auf deutsche Tore. Deshalb wird wahrscheinlich niemand selbst die Töppen anziehen. Kann ich mir nicht vorstellen. Also bleibt nur der Wechsel auf Mittwoch 18:00. Da spielen parallel die Betonmischer aus Gruppe F. Also lieber selbst ein wenig die Füße bewegen und der EM-Thrombose vorbeugen, oder? Samstag 10:30 ist natürlich auch immer eine sichere Sache, wenn man nichts Entscheidendes von der Euro verpassen will. Zum Beispiel dieses neue dufte Lied von diesem französischen Underground-DJ. Düdeldüdeldüdüdüd…

12. Juni 2016 – John: „I Believe I Can Fly“

Fußball_Januar_2016_06_12Das Comeback das Tages: Nach Handbruch vor zwei Monaten kehrte John auf den #kopfgrätsche-Platz zurück. Das Foto stammt auch von ihm. Es kam per E-Mail mit dem Titel „I Believe I Can Fly“ und dem Hinweis, dass das mit dem Selbstauslöser nicht so ganz geklappt hat.

07. Juni 2016 – Left like a King, come back like a legend

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Nach meinem unangekündigten Kontrollbesuch am Dienstagabend ist für mich endgültig kleine Sommerpause. Aber ihr werdet kaum merken, dass ich weg bin. Die Tore werden sich irgendwie trotzdem schießen, der Ball rollt quasi selbstständig, am Ende gibt es auf magische Weise mindestens zwei Teams (oder wie heute drei), von denen eines irgendwann das letzte Tor schießt. Funktioniert erstaunlicherweise auch alles ohne mich. Das darf sich natürlich nicht rumsprechen, schon gar nicht bis zu meiner Freundin. In meinen Schilderungen bin ich selbstverständlich unverzichtbar fürs Team. Ohne mich bindet euch niemand die Schuhe, zählt die Tore fleißig mit, wenn es mehr als 3 sind und auch sonst sorge ich mit mutwillig vergebenen hundertprozentigen Torchancen dafür, dass ihr mit dem guten Gefühl nach Hause geht, dass ihr euch wirklich verbessert habt. Und nicht zu vergessen: ohne die regelmäßige Spielankündigung würde niemand sich merken, dass seit gefühlt 10 Jahren immer Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 angepfiffen wird. Nach meiner Theorie wird das wahrscheinlich auch noch der Fall sein, wenn ich in 2 Wochen wieder da bin. Bis dahin: bitte nichts anfassen. Lasst die Regeln so wie sie sind und verbessert euch bitte nicht signifikant. Sonst muss ich doch ernsthaft über das Angebot der Scheichs für die Zlatan-Nachfolge nachdenken.

04. Juni 2016 – Käpt’n Lars!

20160604_FACEBOOK-von-LarsLars but not least! Da die üblichen Leibchen-Bringer dieses Mal nicht zu #kopfgrätsche kommen konnten, hat spontan „Torwart-Lars“ das Zepter übernommen: Leibchen eingesackt, Mannschaften ausgeknobelt und (ganz wichtig:) das Kopfgrätsche-Foto geschossen und in die Facebook-Gruppe hochgeladen.

Vielen Dank dafür, Lars!

Diabet and win

Fast wäre niemandem aufgefallen, dass in 2 Wochen die Fußball-EM beginnt. Weil Duplo und Hanuta  in diesem Jahr auf die Sticker verzichten, läuft die Vorbereitung in diesem Jahr irgendwie nur mit halbem Appetit. Zum Glück gibt es wenigstens auf den Kinderschokoladenverpackungen süße Fotos von allen unehelichen Kindern von Kaiser France äh… Franz. Dennoch ist mein Blutzuckerspiegel noch nicht im Turniermodus. Und dabei wir es höchste Eisenbahn. Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 laufen die letzten Tests, denn am Dienstag muss die Bundesnaschkatze den endgültigen Kader benennen. Bis dahin bitte also noch mal alles raushauen. Wer die EM diesmal verpasst, verpasst auch die bunten Auslagen beim Artisan Boulanger mit all den Macarons, Tartelettes und Clafoutis. Dann bleibt je nach Alter nur noch die Olympiade im August und das DIA-Turnier „Die bessere Hälfte“ am 9. Juli. Die Jungspunde können alles dem Motto „Dabei sein ist alles“ am Zuckerhut widmen. Für die Senioren ist das DIA-Turnier eine weiteres lockeres Auslaufen vor einem Publikum, das dankbar ist, wenn ihr einfach nur dabei seid. Falls es für euch nicht mehr reicht, schickt einfach eure bessere Hälfte. Oder druckt ein Foto aus den Tagen, in denen ihr noch süß und fit wart, auf einen Schokoriegel eurer Wahl.