Absolute Stressphase für Grafiker, die diese Motive anfertigen müssen, mit denen verdiente Spieler in den Stadien zum Saisonende verabschiedet werden. Obwohl da in diesem Jahr bestimmt auch ein paar KI-genierte Grafiken dabei waren, oder? Danke, dass du ein Jahrzehnt für unseren Klub die Knochen hingehalten hast. Hier noch einmal ein Best-of von dir im Stile Leonardo da Vincis, aber mit sechs Fingern. Nun ja, was mit diesen großen Bilderrahmen passiert, weiß eh niemand. Einige davon werden sicher hinter irgendwelchen Spinden vergessen, wenn der Veteran mit dem Pappkarton die letzten Dinge zum Lambo trägt. Wo willste so ein A0-Format im Sportwagen auch unterbringen? Der Verein kann den würdigen Rahmen immerhin kommendes Jahr für den nächsten Abschied recyceln. Am Ende dieser Saison wurden gefühlt sehr viele davon gebraucht. Legenden wie Marco Reus verwandelten für die treuen Fans Tränen in Freibier. Es gab extra Abschiedsshirts mit feuchten Flecken drauf… vermutlich nicht nur ausschließlich vom Freibier. In Bielefeld hatte man nach all den fetten Jahren sogar Geld für ein weiteres Fabian-Klos-Sondertrikot übrig. Darüber hinaus waren die Stadien natürlich auch der Laufsteg für die Trikotmode der kommenden Saison, damit die Fanforen genug Gesprächsstoff für den langen Sommer haben und ihre Erregungskurve nicht abflachen muss. Umso so kurioser ist es, wenn in den Relegationsspielen verdiente Spieler des Vereins, die eigentlich noch viel zu jung sind, um sie aus der Nationalmannschaft zu verabschieden, als Zuschauer vorbeischauen und dabei Kulttrikots aus den Neunzigern tragen. Bei Leon Goretzka kann man sich auch vorstellen, dass er in diesem Dress im Sommer auf den regionalen Bolzplätzen auftaucht, wie wir Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00, während seine Kollegen um die EM pöhlen. Wenn es dafür nur die geringste Wahrscheinlichkeit gibt, sollte Playmobil schon jetzt Figuren von ihm im Faber-Trikot produzieren. Die passen sogar ins Handschuhfach vom Lambo.
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Passe dich kurz!
So, was machen wir nun als erstes? Wochenlang hatte man Zeit für die Fomo-Bucketlist und nun steht man natürlich unvorbereitet da. Also vielleicht lässt man erst einmal die Dinge sein, die man auch machen konnte als nix ging. Marco Reus will sich trotzdem angeblich erst mal ausruhen. Ob er das im Biergarten, im Kino oder beim Au-Pair-Urlaub auf Sylt macht, ist noch offen. Nur ins Fußballstadion will er nicht. Bei dem Run auf die begrenzten Plätze ist das mehr als verständlich. Die Verknappung freut den Schwarzmarkt und die Leute aus der Schlange vorm Impfzentrum trifft man morgen in der Schlange vor dem Mokka-Milch-Eis- oder Broiler-Bar wieder. Nur, dass dort dann die Stimmung nicht mehr ganz so gut ist. Kau schneller Genosse! Fasse dich kurz! Auch von den 26 Nominierten für die Euro2020 können am Ende nur 11 zeitgleich spielen. Deshalb sitzen immer 15 draußen und trampeln 90 Minuten mit den Füßen. In der Zeit kann der Gastronom den Tisch dreimal vergeben, wenn er die Karte konsequent auf Kölsch und Espresso umstellt. Beim Kopfgrätschen am Samstag ist Sharing am Ende auch Caring. Schließlich soll jeder mal die Chance auf das Spielgerät haben. Maximal fünf Ballberührungen pro Spieler, dann kurze Espressopause oder ein Ingwershot auf die Torwand. Besser jeder bringt neben dem eigenen Ball auch noch die eigene Kaffeemaschine mit.