200 Jahre Nüschelgrätsche

Menno, ist das ungerecht. Immer noch ist das Talent auf dieser Erde ungleich verteilt. Nur ein paar Wenigen ist es vorbehalten, Champions-League-Trophäen zu gewinnen. Am Ende ist es irgendwie immer Toni Kroos. Und gerade einmal 32 Länder dürfen im Sommer um den Weltmeisterpokal spielen. Obwohl 23 Leute in jeden Kader delegiert werden, können nur 682 Panini-Aufkleber in diesem Subsistenzsystem zusammengetauscht werden. Pro Mannschaft werden aber nur 17 Spieler gezeigt, stattdessen wird mit billigen Glitzermotiven aufgefüllt. Das ist schwer zu erdulden, wenn das Turnier im Land der Oktoberrevolution stattfindet. Einer hätte sich das nicht gefallen lassen. Er ist diese Tage in aller Munde aufgrund seines 200. Geburtstages. Und er hat immerhin 255 Bundesligaspiele für Hertha, Bielefeld und Gladbach gemacht. Als Pferdelunge und Wasserträger im Mittelfeld. Für Zauberfüße wie Marco Reus oder Marcelinho hat er die Löcher zugelaufen. Ach nee, das ist ja der Wikipedia-Eintrag von Thorben Marx. Da steht aber interessanterweise auch, dass Thorben Marx 2015 für die Deutsche Kleinfeld-Nationalmannschaft auflaufen sollte. Was daraus wurde, verrät Wikipedia nicht. Im besten Fall pflügt er immer noch das Kleinfeld um und grätscht Futsal-Legenden wie Marcelo (oder Marxelo…?) bei der perfekten Ballannahme direkt mit ins Tor. Und sendet damit die Signale: Samstag 10:30, Mittwoch 18:00. Auf zum letzten Gefecht!