
Archiv für den Monat: Juli 2025
26. Juli 2025 – Wrestle in Peace, Hulkster
Note gegen Elend
Dann wollen wir mal sehen. Was sagt das Kopfgrätsche-Zeugnis? Besonders wichtig sind dabei natürlich die Kopfnoten. Fleiß war durchaus erkennbar, da kann man nicht meckern. Die defensive Arbeit wird inzwischen sehr viel fleißiger verrichtet. Vorne rumstehen mit den Händen in den Hüften ist tatsächlich sehr selten geworden. Bei verlorenen Bällen wird doch auch regelmäßig der Versuch beobachtet, dem Gegenspieler das Spielgerät wieder abspenstig zu machen. Und damit wären wir bei der Mitarbeit. Also wenn die Anwesenheit gewährleistet ist, kann man über die Mitarbeitet nicht meckern. Die ist teilweise so vorbildlich, dass bei Erscheinen mit einstündiger Verspätung (nach Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00) eine sofortige Einwechslung verlangt wird. Da aber die länger Anwesenden sich meist gerade erst nach intensiven Verhandlungen auf eine akzeptable Konstellation zur Gruppenarbeit geeinigt haben, besteht gute Mitarbeit oft auch aus Selbststudium oder Stillarbeit. Meist tauchen ja noch etwas später weitere Mitspieler auf, mit denen man sich auch auf eine Gruppenarbeit einigen kann, um gemeinsam eine sofortige Einwechslung („Letzter Angriff!“) zu fordern. Damit wären wir bei Betragen, das meistens zufriedenstellend ist. Beim Fordern von Handelfmetern gibt es aber noch Optimierungspotenzial. Beim reflexartigen Ruf „Hand!“, hat man früher ein lässiges „…spielt bei Bremen, Wolfsburg, Hamburg“ angefügt und dann einfach weitergespielt. Ein hitziges vehementes Einfordern eines Strafstoßes ist dagegen nicht so gern gesehen und führt eigentlich fast immer dazu, dass der Ball danach im Gebüsch landet. Und damit gucken wir noch einmal auf die Ordnung. Die ist um den Platz im Sommer wirklich schlimm. Wie soll man da auch nur einen Ball wiederfinden? Immerhin sind die Leibchen meistens frisch gewaschen. Auch mit offenen Schnürsenkeln wird nur noch selten gespielt. Wir empfehlen die Versetzung in die nächste Klassenstufe.
23. Juli 2025 – Handschuhwetter
19. Juli 2025 – Cooling Break
Von Kleinwüchsigen und Flachmännern
So kurz vor den Ferien kommt noch einmal Freizeitstress auf. Jede soziale Bubble, in der man sich bewegt, lädt zu Sommerfesten ein. Bevor also die Erholung losgehen kann, stresst man sich noch einmal richtig, um LKW-Ladungen voll Nudelsalat und Muffins zu produzieren. Weil wenn jeder was mitbringt, ist es eine ganz entspannte Party und nur die Gäste müssen ihren Mental Load noch einmal in den roten Bereich drehen. Wegen der Kinder gibt es dann offiziell nur Virgin Cocktails, aber komischerweise ist die größte Menschentraube in der Ecke, wo man die Drinks noch verschämt aus dem Flachmann verfeinert. Auf der 18. Geburtstagsparty von Lamine Yamal gab es angeblich auch keinen Alkohol. Und keine Handys. Aber dafür Kleinwüchsige. Vermutlich war das Motto auch hier: Kita-Sommerfest. Auf die Klub-WM-Party vom FC Chelsea brachte ein orangener Mann eine goldene Schale mit, aus der der Nudelsalat offensichtlich schon vertilgt war. Trotzdem wollte er bleiben, was zu einigen Irritationen geführt hat. Warum überhaupt Chelsea dort stand und feierte, wurde uns dann später klar, als herauskam, dass Pep Guardiola Karten für Oasis in Manchester hatte. Das war wohl die weitaus bessere Party. Sein Lookalike Enzo Maresca musste also auf die komische Feier in East Rutherford mit Rudelbildung, einem schubsenden Luis Enrique und einer absurden Siegerehrung. Von der Halftimeshow mit Coldplay sprechen wir erst besser gar nicht. Dann doch lieber Don’t look back in Anger im Heaton Park. Auf unsere Sommerfeste Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 bringe ich einen aufgepumpten Ball mit. Ich schick dann nachher noch den Link zur Liste rum, in die jeder reinschreiben kann, was er noch dazu mitbringt. Den Flachmann bitte nicht offiziell eintragen.
16. Juli 2025 – Nur den Ball im Blick
12. Juli 2025 – The Lars of us
Das literarische Trio … äh Quartett
Endlich Sommerurlaub für einige Profis, die es nicht ins Finale der Klub-WM geschafft haben oder noch bei der EM der Frauen antreten müssen. Wie sieht nun also die typische Urlaubslektüre eines Menschen aus, der sich hauptsächlich für Fußball interessiert? Fever Pitch von Nick Hornby ist sicherlich das Standardwerk, das inzwischen auch schon 30 Jahre auf dem Buckel hat. Das Christoph-Kramer-Buch ist noch frisch, aber es kommen nicht so viele Fußbälle darin vor. Was sind also die Empfehlungen für einen entspannten Nachmittag auf einer Protz-Yacht. Damit nicht nur die Laktatwerte sondern auch der Geist gefordert werden, hat die Redaktion (vielleicht war es auch nur die KI…) folgende Lesetipps für den Sommer erarbeitet.



09. Juli 2025 – Besuch von Abdel
05. Juli 2025 – DIA-Turniersieger ohne Turnier aber mit Regen und Legenden
… und sage Champs-Élysées
Die Hitze am Mittwoch war einfach höhere Gewalt, so dass die dritte Halbzeit quasi von der FIFA angeordnet vorgezogen werden musste. Kurz wurde noch diskutiert, ob es okay wäre, sich einfach das Trikot auf die Wampe zu malen. Das wäre am Ende vielleicht noch chicer geworden als die Kartoffeldruck-Jerseys, die bei der Klub-WM unseren Augen beleidigen. Aber es soll ja nicht unbedingt dem knauserigen Europäer gefallen. Der hat eh einen Igel in der Tasche. Dadurch wird man regelrecht gezwungen, den Geschmack anderer Märkte bedienen. Und kaum hat man vergessen, wann wo wer welchen Pokal zuletzt in die Konfettikanone gehalten, bzw. welche Silbermedaille man gerade schneller weggeworfen hat als der Ehrungsautomat Aleksander Čeferin sie aus der Hüfte schießen konnte, startet schon der nächste Wettbewerb. Bei einigen wird sogar der Ball weggelassen und der Sieger mit dem Fahrrad ausgespielt. Die Teilnehmer treten auch bei 30 Grad plus an und hoffen, dass sie sich aufgrund des Fahrtwinds nicht trotzdem erkälten. Die Trikots sehen zwar aus wie auf den knochigen buckeligen Leib gemalt, aber dafür mit noch mehr Logos als auf einem durchschnittlichen Leiberl in der österreichischen Liga. Na klar, Emirates, Bahrain und Red Bull sind natürlich auch wieder dabei. Die Teamtrikots muss man aber zum Glück nicht die ganze Zeit tragen. Man kann frühzeitig einen Trikottausch beantragen, wenn man besonders gut ist. Eigentlich wäre es sogar kontraproduktiv, wenn die Team-Shirts schöner wären als die in gelb, grün und weiß mit roten Punkten. Am wichtigsten ist aber, dass man zum Schluss wieder zum Feiern auf dem Champs-Elysees landet und gemeinsam im Überschwang ein paar Flagshipstores von Luxus-Marken plündert. Sonst lohnt sich die Omnipräsenz der Tissot-Uhren bei der Veranstaltung doch gar nicht. Bei Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 setzen wir schon einmal die ersten wichtigen Zeitmarken. Da wird es kalt genug für ein echtes Trikot in den Farben eurer Wahl.








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