Balling on Mary

I heard the sidewalk Santa say
„Merry Christmas, merry Christmas“
Salvation’s coming saturday
Merry Christmas, merry Christmas

I searched the ball ground for a star
Merry Christmas, merry Christmas
And, baby, I wondered where you are
Merry Christmas, merry Christmas

‚Cause a kopfgrätsch’s possible when
You look past the joy to the end

Balling on Mary is voluntary
Unless you’re alone like me
If there’s a star above, then it can look like love
When they light up the Football field

And to all the lost heads down below
Merry Christmas, merry Christmas
What’s one more grätscher in the snow?
Merry Christmas, merry Christmas
Merry Christmas, merry Christmas

If there’s a star above, then it can look like love
When they light up the Football field
If there’s a star above, then it can look like love
When they light up the Christmas tree

Text und Musik: Aimee Mann(schaft)

Dezembertraumfinale mit Sahne

Du gibst einer Rumpelfußtruppe, die nachweislich schon einmal Spiele beendet hat, ohne genau nachzuzählen wer eigentlich gewonnen hat, den wichtigsten Tag der Woche (Samstag 10:30) zum Kicken. Was erwartest du? Natürlich wird es sehr schwer auf den Ausgang zu wetten. Da kann man vorher versuchen alle Statistiken und Quoten auswendig zu lernen, es wird nichts nützen. Panische Anrufe im Café King könnt ihr euch sparen. Bringt lieber einen anständigen Plasmafernseher mit, wenn ihr eine Chance haben wollt. Ich möchte fast wetten, dass Robert Hoyzer seinen nicht mehr hat. Der ist schließlich fast so alt wie Jude Bellingham und dürfte noch nicht einmal HD ready sein. Jedes Ramschangebot aus der Cyber Week dürfte das Modell locker überflügeln. Auf dem möchte man im nächsten Jahr doch bestimmt nicht die Katar-WM gucken? Aber dafür braucht man vielleicht keinen eigenen Fernseher. Der Plan, dass wir das komplette Turnier auf dem Weihnachtsmarkt gucken, steht doch noch, oder? Schön mit Glühweindusche und Korso auf dem Kinderkarussell. Nur deshalb haben wir der Vergabe in das Emirat doch überhaupt nur zugestimmt. Das wurde uns versprochen. Na gut, vielleicht gab es auch den einen oder anderen materiellen Anreiz. Aber die Vergabe ist jetzt 11 Jahre her und das meiste davon ist Sondermüll. Also können wir doch wenigstens erwarten, dass dieses magische Public-Viewing-Erlebnis im Rahmen dieses komplett überhöhten deutschen Kulturguts Weihnachtsmarkt stattfinden muss.   

Im Farbfilm getrennt

Für die Farben, die uns der Fußballplatz aktuell so anbietet, würde der schwarz-weiß Film ausreichen. Schmutzige Schneereste wechseln sich mit schwarzen Löchern ab und auch sonst eignet sich das Tageslicht nicht für lange Belichtungszeiten. Aber was soll’s, wir werden dennoch versuchen Samstag 10:30 ein paar zarte Farbtupfer zu hinterlassen. Für einen Zapfenstreich sind wir noch nicht bereit. Den Farbfilm könnten wir aber nicht mehr nehmen. Nina Hagen mag das Lied ja sowieso bekanntlich nicht und würde bestimmt lieber „Eisern Union“ hören. Das passt zwar irgendwie auch zur Altkanzlerin, dafür könnte aber ein verdienter Mitspieler etwas dagegen haben, obwohl die Zeile „Wer lässt sich nicht vom Westen kaufen?“ es durchaus mit „Ich frech im Mini, Landschaft ist auch da“ aufnehmen kann. Damit fühlen sich Mini-Fahrer naturgemäß eher angesprochen. Man kann aber diesem Orchester der Bundeswehr sowieso nur schwer irgendwelche Sonderwünsche abverlangen. Seit Jahrhunderten wird dort die selbe Setlist getrötet. In jedem Jahrzehnt kommt maximal ein neuer Titel dazu. Wer nicht „Oh, du schöner Westerwald“ hören möchte, wird vom Dirigenten hilfloser angeguckt als vom DJ im Berghain, wenn man sich Helene Fischer wünscht. Du willst was Populäres? Nimm „Smoke on the Water“. Das haben wir vor 40 Jahren mal geübt. Vielleicht ist der Instrumentenkasten auch ein Problem. Nehmt doch mal ein Saiten- oder Tasteninstrument dazu. Aber in dieser Hinsicht wird man wohl schneller beim DFB Reformen erwarten können. Besser der neue Kanzler freundet sich schon einmal mit „My Way“ oder „Smoke on the Water“ an. Das passt doch irgendwie auch zu brennenden Autos in Hamburg 2017.