Stille in Deutschland. Aber nur kurz. Nachdem die Namen der Nominierten verklungen sind, geht das Geschwatze wieder los. Dabei sind die meisten Namen ein Schallen und Rauschen im Ohr, vor allem wenn Uns Jogi sie ausspricht, der sich dafür rächt, dass ihn niemand mehr Joachim nennt. Da werden schon einmal schluffig die Namen verhunzt, die Berater und Marketingexperten mühsam als Marke aufgebaut haben. Und dafür muss man noch nicht einmal Mickeynochwas heißen. Trotzdem wollen alle mit. Der polyvalente Kevin Großkreutz (wie Kopfgrätsche mit extrascharfem „G“) wäre sogar als 3. Torwart mitgefahren. Unter der Woche trainierte er schon seine Abwürfe mit Lebensmitteln. Es muss nicht immer der teure WM-Ball sein. Alle, die durch Jogis Scoutingraster, das immerhin von Freiburg bis Hoffenheim reicht, gefallen sind, trainieren ihre Polyvalenz Samstag 10:30, Dienstag 18:00 oder müssen zu diesem Testländerspiel gegen Polen. Da wird auf jeden Fall die Zunge tüchtig gestählt, denn in Brasilien warten wieder einige Unaussprechliche. Andrööösen ist zum Glück nicht qualifiziert. Den Rest bitte mit diesem logopädischen Merkblatt üben, üben, üben. Besonders Neymar. Listen and repeat.
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Nur die Wurst hat zwei
Uns Uwe macht sich Sorgen. Was, wenn das Gefahrengebiet demnächst auf René Adlers Strafraum ausgeweitet wird? Was, wenn nach dem letzten Strohhalmspiel nicht genug Grillwürste in Hamburg vorrätig sind? Was, wenn das traditionelle Hamburger Grillwetter (8 Grad Regen) nicht mitspielt? Während alle anderen schief und laut im von Pep beruhigten Ruheforst pfeifen, macht sich Uwe Sorgen. Auf der Digitaluhr, die Uns Uwe eigenhändig aus einem DeLorean ausgebaut hat, flackern seit Wochen alternative Spieltermine auf. Aber wer will schon Montag Abend spielen? Sogar die Kopfgrätsche, die sich nur eine halbe Raute leistet, hat mit Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 weitaus attraktivere Spielzeiten abbekommen. Ohne Flutlicht aber dafür mit Regenbögen und Sonnenbrandgefahr. Die Sublocker mit Schutzfaktor Drölfzig sind nicht nur die erste Wahl bei allen, die sich gut genug für Brasilien und Katar wähnen. Er soll sogar Meteoritenschauer abblocken. Der Dino der Liga hat bereits fast alle Vorräte aufgekauft. Also immer schön eincremen, sonst sehen wir bald aus wie die HoWe-Wurstwaren auf dem nächsten Sorrydasswirsverkacktham-Grillfest.
Der Jubel rollt
Und? Seid ihr auch schon aufgeregt? Wenn ja, kann man das gut verstehen. Die Kopfgrätsche wird schließlich am Samstag 2 Jahre alt. Der regelmäßige Fußball am Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 ist natürlich schon viiiiel älter. Nach den Ausgrabungen in meiner Wäschetruhe gehen die Anfänge auf ein erstes aufrechtes Gestolper an einem Ort namens Fliederstadion zurück. Die Experten vermuten die feinen Spuren aus der Lederzeit irgendwo in einem Dschungel aus viel Ackerschachtelhalm und etwas Flieder zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn. Die ersten Jahresringe, die der Ball durch die regelmäßigen Abdrücke in meinem Gesicht hinterlässt, müssen wir demnach im letzten Millenium suchen. Aber seit zwei Jahren hat dieser Ritus endlich einen wissenschaftlichen Namen. Passend dazu ist die Website auch seit gestern fast wieder gesund. Der großen Sause am Samstag steht also nichts im Weg – außer eventuell andere gesellschaftliche Verpflichtungen, die gegen Vorlage dieses Textes abgesagt werden dürfen. Statt Topfschlagen und Schokoladewettessen wartet ein launiges Ballspiel. Nonstop-Laola während der Sekt-Trinkpause und ein exklusives Jubiläumsfoto. Wenn im Blumenbouquet der Flieder angewachsen ist, können wir endlich das Sgt. Pepper-Cover nachstellen.
Hartgekocht und abgebrüht
Auch wenn Rugbyspieler widersprechen werden, diese Ei-Form ist doch komisch. Wer schon einmal gegen solch ein unrundes Ding trat, weiß wie unnatürlich diese Ovale rollen. Von dem Gezeter der Kinder ganz zu schweigen, wenn man sie mit einem gezielten Spannstoß über die Wiese treibt. Die Alternative ist von allen Seiten gleich. Das beruhigt und sorgt für eine gewisse Berechenbarkeit. Auch wenn diese Beschreibung auf die Spieler so gar nicht zutreffen will. Darum suchen wir uns die Tage ohne Tanzverbot, an denen sonst keine weiteren feiertagsrelevanten Ereignisse die Konzentration stört. Fußwaschung schadet sicher nie, aber Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 werden die Mauken eh wieder dreckig. Wir sind aber schon froh, wenn niemand Nägel in den Füßen hat. Schließlich brauchen wir viel frische Luft um die Nase und im Spielgerät. Das weiche Dotter suchen wir doch lieber woanders. Die letzten fußballrelevanten Worte zum Fest hat der Prophet Marcus. Passend zu seinem heutigen Albumrelease darf er den Tag ankündigen, der kommen wird: https://www.youtube.com/watch?v=t1xMKUY3g1E
Fallrückzieherrückfall
Entgegen anders lautender Gerüchte, laufe ich immer noch schneller als meine Nase. Oder wie Mark Twain sagen würde: „Die Gerüchte über mein Ableben sind reichlich übertrieben.“ Aber wer kurz vor Ostern eine Männergrippe durchleiden muss, weiß, dass in den letzten 2000 Jahren kaum jemand so schlimm dran war. Vielleicht noch dieser Eine da am Holzkreuz. Der hatte ja nicht mal eine Hand frei, um das Taschentuch herauszuholen. Gilt es eigentlich als Foulspiel, wenn man seinem Gegenspieler in die Hacken hustet? Und mit wie viel Stundenkilometern muss ich laufen, um den Rückstoß durchs Niesen auszugleichen? Egal, genug rumgejammert. Die Karwoche muss genutzt werden, um rechtzeitig die Form wiederzufinden. Meistens liegt die lieblos versteckt hinter einem Baum. Samstag 10:30 startet der erste Suchtrupp. Und auch Dienstag 18:00 krabbeln wir solange es hell ist unter die Sträucher, um den Ball zurück ins Spiel zu bringen. Ehe der Hahn kräht, werde ich mein drittes Comeback starten. Auch der Holzkreuztyp ist irgendwann wiedergekommen. Hoffentlich mit einem coolen Zitat von Mark Twain. Oder Olli Kahn (-> siehe auch: Eier).
Das Ding ist durch
Puh. Nach dem letzten Dienstag wissen wir wieder, dass wir keine Maschinen sind und dass es sich empfiehlt immer seine Krankenkassenkarte dabei zu haben. Gerade wenige Wochen vor der WM gibt es jeden Tag neue Krankengeschichten von Weltstars, die tatenlos das Turnier immer näher kommen sehen. Und so wie weiland Khedira den unersetzbaren Capitano ersetzte, läuft sich irgendwo jetzt der Ersatz für Khedira warm. Der Profifußball kennt keine Unersetzbaren. Zum Glück sind wir keine Profis. Jürgen Klopp bekommt zwar alle 3 Tage irgendwie 11 Spieler auf den Platz, aber dabei und danach bekommt sein Gesicht Züge zwischen Brick Top aus Snatch und Fitzcarraldo. Und meistens kann er sogar noch 3 mal wechseln – innerhalb der Aufstellung und innerhalb seines Gesichts. Talent, Spieleranzahl und Gesichtsausdrücke sind bei uns allerdings limitiert. Seit Dienstag ist die Stimmung natürlich nicht die beste, aber wir machen Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 weiter. Nicht weil die Sponsoren sonst sauer sind, sondern weil wir nicht ohne dieses runde Ding können. Und irgendwie müssen wir die Zeit ja sinnvoll rumkriegen, bis André wieder dabei sein kann. Gute Besserung.
Ausgerechnet Zeitrechnung
So, hier Uhrenvergleich. In der Epoche von Gleitzeit, nonlinearem Fernsehen und 24-Stunden-Kitas verliert das Zeiteisen immer mehr an Bedeutung. Fast alles gibt es on demand. Damit darüber nicht die zwei wichtigsten Termine der Woche vergessen werden, kommt hier wieder der Oldschool-Kalendereintrag für die persönliche Planung. Dafür zeige ich diese digitale Tafel hoch. Und nein, die 1 bedeutet nicht, dass jetzt der Torwart ausgewechselt wird. Unpassend zur Sommerzeit, die eine Stunde fordert, stellen wir den Starttermin für Dienstag eine Stunde zurück. Bereits 18:00 werden wir draußen Zeitzeugen der Helligkeitsverhältnisse unserer Zeitzone. Das hat den netten zeitlichen Nebeneffekt, dass man es ohne DeLorean rechtzeitig in die Sportsbar auf den Hocker schafft, dort eine Pepsi bestellt und seine Zeitgenossen mit exklusiven Erkenntnissen aus dem Almanach verblüfft. Bereits noch in der Winterzeit schwingt ihr euch am besten pünktlich Samstag 10:30 auf euer Hoverboard. Noch ein Tipp: falls euch die nötige Energie fehlt, könnt ihr darauf spekulieren, dass zeitgleich der Blitz in die Uhr im Marienkirchturm einschlägt. Dann bleibt diese nämlich stehen und ihr habt eine prima Ausrede. Aber besser du bist keine feige Sau, McFly.
Ja, ich Ball.
Ein Lieblingsspruch aus dem Notfallkit von Standesbeamten ist ja „jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Gucken wir uns diesen Anfang doch mal genauer an. Da beginnt gerade mal der Frühling und der Start der Unterderwochedraußenspielzeit am 1. April kündigt sich leise an und schon können wir an die aktuelle Ligasaison einen Haken machen. Also jedenfalls obenrum. Untenrum ist noch eine Menge los. Da stellen sich tatsächlich noch Frühlingsgefühle ein, wenn man endlich auf den Relegationsplatz klettert. Der Rest kann schon einmal im WM-Quartier probeliegen. Bezeichnenderweise will die Autokorrektur daraus „probelieben“ machen. Was immer das sein soll. Vermutlich kann man schon mal mit dem WM-Pokal kuscheln. Die Meisterschale ist ja auch etwas sperrig im Doppelbett und diese Nieten drücken im Rücken. Ein Gefühl, dass sonst mühsam der Ischias simulieren muss. Einen zauberhaften Anfang habe ich dennoch für euch übrig. Samstag 10:30 startet es mit einem schüchternen Aufwärmen und entwickelt sich dann in einen ungestümen Schlagabtausch. 50 Shades of Ballverlust in der FSK30-Version. Die Bundesliga hat inzwischen auch eingesehen, dass diese Saison nicht künstlich in die Länge gezogen werden muss und macht die nächste zur englischen Woche. Dem Beispiel können wir auch folgen. Ein sandiger Platz in der blauen Lagune ist Dienstag 19:00 reserviert.
Wer Revisionen hat, sollte zum Arzt gehen
Es folgt ein flammendes Plädoyer für den Fußball am Samstag Vormittag: Lasst die Spielwütigen 10:30 frei. Sie haben so viel Gutes für den Fußballstandort Tartanplatz getan. Diese Verdienste müssen doch ausreichen, dass sie sich auch morgen wieder bewähren dürfen als würde es kein Morgen geben. Auch wenn sie jahrelang nicht ihr Talent vollumfänglich erklärt haben. Es wurde meistens knapp verfehlt. Aber ohne die allwöchentlichen Versuche wäre es nie entdeckt worden. Drum appellieren wir an Ihre Suli… äh Solidarität. Mit etwas Sonnencreme gegen den hochroten Kopf verhindern wir zudem, dass die Beteiligten bei plötzlich ausbrechenden Frühlingswetter allzu stark an bundesweit bekannte Selbstanzeiger erinnern. Die meisten haben sich in den sozialen Netzwerken auch schon warm gelaufen. Haben wahlweise Fotomontagen von schwarzgelb tapezierten Besserungsanstalten, Rund-und-eckig-Scherze oder fingierte Transfermeldungen zu Millionenbeträgen gepostet. Das sollte ausreichen, um eine Kompetenzvermutung in Sachen Fußball für die nächsten dreieinhalb Spielzeiten zu untermauern. Ob und wo unter der nächsten Woche weitere Freigangtermine festgelegt werden können, entnehmen Sie bitte der sozialen Tagespresse oder dem Kicker.
Du hast das Selfie verwackelt, mein Michael…
So, dann rück mal schön alle zusammen. Christoph vielleicht eher nach hinten und Jan kann vielleicht noch das Kaugummi rausnehmen. Dann kann es auch schon losgehen. Jetzt muss ich nur noch das Markenlogo gut sichtbar ins Licht halten und fertig ist das Kopfgrätsche-Selfie. Twitter wird durchdrehen und Facebook sich vor Aufregung an WhatsApp verschlucken. Alleine dafür lohnt sich schon der Samstagskick 10:30. Nebenbei werden noch die begehrtesten Awards für eure Schauspielleistungen auf den bisherigen Fotos verliehen. Außer Konkurrenz in der Kategorie „Bester männlicher Bundestrainerdarsteller“ läuft auch dieses Jahr wieder der Bundesschal mit seiner gewagtem Interpretation aus Howard Wolowitz meets Rumpelstilzchen. Und auch die Kategorie „Bester Heulkrampf“ ist spätestens mit dem Prozessbeginn am Münchner Landgericht am nächsten Montag im Grunde schon entschieden. Aber sonst ist alles offen. Ihr könnt also befreit aufspielen. Und auch für den sandigen Markt gibt es högschtwahrscheinlich noch eine Zugabe. Dienstag 19:00 läuft die Spätvorstellung. Und nun sagt: Quattro Formaggiiii!
Der Maskenball ist rund
Als was geh ich denn dieses Jahr? Wie immer ist die total witzige Verkleidung als talentierter Fußballer in der Verlosung. Der Kleiderschrank gibt dafür einiges an Kostümen her, z.B. dieses Trikot in rosa, mit dem man total ironisch als sizilianischer Kicker mit Betonfüßen durchgeht. Oder dieses argentinische Trikot, das als Hommage an das Heimatland des Papstes und des Fußballgotts, besonders von Katholiken ein katho-like bekommt. Vielleicht aber auch das Trikot vom letzten DIA-Turnier. Damit wirke sogar ich wie ein Dauerstudent, der nur am Samstag nicht ausschläft, um rechtzeitig 10:30 auf dem Fußballplatz zu sein. Der Sandplatz ist Dienstag leider schon für eine andere Veranstaltung gebucht. Wir müssen dann in der Woche darauf wahrscheinlich die Luftschlangen und Konfettischnipsel aus dem Sand laufen. Ein Grund mehr Samstag rechtzeitig das warme Bett zu verlassen. Ich demaskiere mich wie immer durch meine Spielweise. Spätestens daran solltet ihr mich erkennen, auch wenn ich dem kommenden Weltfußballer zum Verwechseln ähnlich sehe. Und Ausmarsch!
… denn dann sagen wir Hurra!
Wenn die Welt an allen Ecken so fies und zynisch wie momentan ist, gibt es nur wenige Fluchtpunkte, die einem Halt geben. Diese runde Ding ist eine komprimierte, einfache und heile Welt, die uns hilft den Kopf abwechseln abzukühlen oder in den Sand zu stecken. Schön ist es oft am Ball zu sein, sagt der Götze zu dem Steigerschwein. Aus diesem Grund will dieses Team aus dem Land von schunkelnder Rentnerfolklore und Weißbierseligkeit einfach nie wieder verlieren. Das ist wie das Traumschiff nur ohne Möwen oder Pilcher ohne Pferde. Während der 90 Minuten gibt es überschaubares Drama und am Ende Wunderkerzen. Und alles ist gut. Fehlt demnächst nur noch der Rosenrand rund um den Bildschirm. Und wenn Pep auch noch das feiste Strahlen vom Seehofer-Horst gelernt hat, kann man Mia-san-mia nur noch mit Bleischürze und Aluhut überstehen. Wer aber mal wieder Lust auf das Scheitern von allzu menschlichen Bemühungen hat, muss nicht in die Ferne schweifen. Samstag 10:30 und Dienstag 19:00 ist es ganz nah.
Baby, it’s gold outside
Das sommerliche Gefühl von Sotschi hat sich auch bei uns eingestellt. Mit kurzen Hosen umdribbeln wir die ersten Krokusse. Die Sonne sorgt für die ersten Sommersprossen und selbst Schönwetterfußballer erwachen aus dem Winterschlaf. Der letzte Samstag war dann auch eine einzige Verlängerung der farbenfrohen Eröffnungsfeier. Mit der kleinen Panne, dass mein Talent sich wieder einmal nicht entfalten wollte. Aber sei es drum. Der Medaillenspiegel sieht super aus. Toll, dass man zwei Systeme zur Wahl hat, die man bei Bedarf zu seinem Vorteil auslegen kann. In London war die quantitative Variante hübscher, jetzt definieren wir unsere Überlegenheit über der Anzahl der Goldmedaillen. Putin ist schon ganz neidisch auf diese flexible Propaganda. Auch beim Fußball sind wir flexibel bei der Wahl des Untergrunds. Samstag 10:30 roter Platz. Dienstag 19:00 sandiger Platz. Best of both Worlds. Kalt und heiß. Feucht und trocken. Wodka und Coca Cola. Fast wie in Sotschi. Und während ich noch überlege wie man bei einer Bobstaffel den Stab übergibt, übergebe ich einfach an euch hiermit den olympischen Geist.
PS: Das ist der, wo man einfach dabei ist.
Wollemernreinlasse?
Diese unbeständige Jahreszeit wird anscheinend gern für den einen oder anderen Umzug genutzt. In Köln, Mainz und anderen Hochburgen des Hallamarsch rollen die Wagen durch die Matschpfützen. Und auch im Norden zieht die Karawane weiter zur nächstgrößeren Festhalle, um dort mehr Platz für das 11Freunde-Archiv zu finden. Und da die Ausgaben dieses Fachmagazins in unserem Lesezirkel bei Christoph landen, muss er nun sein Mietbudget erhöhen und den Standort wechseln. Allerdings zu fußballfreundlichen Zeiten – außer für ihn selbst. Alle anderen dürfen Samstag 10:30 entscheiden, ob ihnen die Luft feucht genug ist, für eine feuchtfröhliche Prunksitzung am Tartanplatz. Danach kann man seine Restkraft in lockeres Treppensteigen mit Magazin-Kisten (viel gesünder als Medizinbälle) loswerden. Und wenn wir nicht zu lange in den ollen Kamellen stöbern, bekommen wir alle 11Freunde-Ausgaben locker und schnell in das 2.OG des neuen Archivs. Der Archivar selbst ist dann voraussichtlich Dienstag 19:00 wieder dabei, wenn die Funkenmariechen des Karnevalsvereins Kopfgrätsche e.V. ihren Trockenübungen im Sand nachgehen. Tusch!
Urlaubääär
Na ganz tolles Timing, alte Tante Bundesliga. Ende der Winterpause, wenn der Schnee kommt. 50 Jahre und kein bisschen weise die Olle. Da kannste ja gleich die WM im Winter machen. Also wirklich. Das einzig Sinnvolle, um diesen Quatsch zu umgehen, ist der totale Verzicht auf eine Winterpause. Ist doch Wuppe, wann wo mal Schnee liegt oder man sich Eisfüße holt. Einfach durchspielen ohne Pause so wie wir es auch tun. Diese nervige Unterbrechung ist doch eh nur eine Werbeveranstaltung für die schönsten TUI-Ferienparadiese. Maximal noch geeignet um die letzten Bankdrücker vor der WM an Abstiegskandidaten zu verleihen, damit die Spielpraxis für ihre krummen Füße bekommen und der Verein auch wirklich absteigt. Egal, die Rückrunde geht jedenfalls wieder los und morgen 10:30 sieht bei uns wahrscheinlich alles nach lustigem Schneetreten aus. Für Spielausfälle muss es aber mindestens Feuer und Schwefel regnen. Wer es lieber sommerlich mag, ist Dienstag 19:00 wieder im Sand dabei. Die beste Gelegenheit hübsche Urlaubsmotive mit Strandflair zu machen und an TUI zu verkaufen. Nach dem Jogi brauchen die mal wieder kompetente Fußballgesichter. Sie haben es sich verdient.
Wo die milden Kerle wohnen
Schwarzbraun ist die Haselnuss. Und sie blüht. Kein Wunder ist ja auch bestes Beachclub-Wetter. Ideale Temperaturen für Public Viewing. Da kann man nur hoffen, dass sich dieses Bomben-Wetter bis 2022 hält. Nicht, dass wir eine Winter-WM im Winter erleben. Das wäre ja wie olympische Winterspiele am schwarzen Meer. Nun gut, Wetter ist relativ. Und das Bild vom letzten Wochenende zeigt: die kurze Hose ist gerade nicht zu lang. Nur die Nächte sind es immer noch. Ein jahreszeitenbedingter Umstand, der sich über kurz oder lang hoffentlich auch noch auflösen wird. Irgendwann wir des ganz normal sein, dass wir im Sommer Eislaufen und im Winter Beachsoccer spielen. Das wird aber erst erreicht sein, wenn es gar keine Meldung mehr wert ist, weil dieses Wetter-Tabu keines mehr ist. Bis dahin müssen wir noch für Toleranz werben. Die nächste Parade findet Samstag 10:30 statt. Und wenn das nicht ausreicht, schrecken wir auch nicht davon unsere Botschaft in den Beachsoccersand zu pinkeln und die Klobürste dazu zu schwenken. Ohne Schnee muss man sich halt etwas einfallen lassen. Immerhin ist es so viel sicherer. Bei euch Risikojunkies aus dem Gefahrengebiet nicht ganz unwichtig.
Tatu Bom de Bola
Anpfiff für das Jahr des Gürteltiers. Naja, eigentlich für das Jahr des Pferdes, aber die Brasilianer sind halt keine Chinesen (was man auch sieht). Und andersrum auch nicht. Egal, Hauptsache WM. Und China ist meines Wissens nach nicht qualifiziert. Somit steht einem Sommermärchen im Zeichen des Gürteltiers nichts im Weg. Da ist es dann auch egal welche Farbe der Gürtel hat. Ein schwarzer Gürtel im Dribbeln bedeutet nun mal gar nichts. Der weiße Gürtel im Fußballtennis wird an dem einen oder anderen Samstag regelmäßig ausgespielt. Triumphe mit einer Halbwertzeit von ca. 2 Stunden. Aber dennoch haben wir große Ziele: Franks Modus, ein 2 gegen 2, ein 4 gegen 4, ein Sandplatzspiel, ein Großfeldspiel, ein Flutlichtspiel, ein DIA-Turnier, eine WM in der Karstadt-Arena – in dieser Reihenfolge sind die langfristigen Erfolge angesiedelt. Das Jahr ist zum Glück noch reich an Tagen, weshalb wir diesen Plan erfolgreich umsetzen sollten. Beginnen wir Samstag 10:30 mit vorsätzlich gutem Fußball. Andere fahren ins Trainingslager „Letzte Hoffnung“ nach AndaLOSEien. Gewinnertypen machen lieber was Sinnvolles und machen sich auf zum Tartanplatz. Wenn der Gürtel nach den Festtagen nicht mehr passt, musst du einfach zum Tier werden. Immerhin hat Fuleco zu seinem Gürtel auch eine Hose.
I’m a balliever
So, die Nikolausstiefel sind leer gefuttert. Jetzt passen die Füße wieder rein, dafür wird es mit der Hose knapper. Irgendwas ist ja immer. Deshalb steckt im Türchen Nummer 21 noch ein Jahresabschlusskick. Ich hab schon mal reingeluschert. Neben gutem milden Wetter waren da noch ein vernünftig aufgepumpter Ball und ein paar motivierte Mitspieler zu erkennen. Das Schleifenbinden kann man somit vor dem 24. auch noch üben. Ein ordentliches Training schadet nicht, um den Krampf in den Daumen zu verhindern. Nach dem Finale Furioso am Samstag 10:30 klopp ich die Töppen für ein paar Tage in die Tanne und räuchere sie mit Weihrauch aus. Drum kommet ihr Kinderlein, folgt dem Stern zum Platz der Plätzchen und preist mit mir den Sport mit dem runden Götzen. Und damit mein ich nicht Faithboy, auch wenn es stark nach Glauben klingelingelingt. Aber Glauben schadet ja nix. Ich glaube z.B. an den Samstag, daran, dass ich ein Hackentor mache und dass unterm Baum mein schon lang gesuchtes Talent liegt. Oder wenigstens ein Pony mit Pferdelunge.
Das Winterfest der Sturmtalente
Warum liegt hier eigentlich Schnee? Und warum streut niemand Stroh drüber? Ein Blick in den Fußballstiefel genügt, um zu erkennen, dass Sankt Nikolaus‘ frostiger Saisonteil angebrochen ist. Und auch wenn bis Samstag 10:30 kein Körnchen gefrorenes Wasser liegen bleibt, wird es langsam Zeit die Schneeketten zu entknoten und den Scheibenenteiser aufzutauen. Alle Mitarbeiter des NDR haben schon sämtliche Mikrophonpuschelvoräte aufgekauft, um die erste Sturmreihe zu begrüßen. Dabei taucht dieser Xaver gar nicht bei der Wahl zum Ballon D’Or auf. Scheint aber ein Riesentalent zu sein. Dennoch hat er wohl Schiss sich morgen unserem Talent zu stellen. Er macht sich rechtzeitig vom abgeernteten Acker, bevor wir unseren Sturmlauf starten. Uns stoppt eben kein meteorologisches Ereignis. Mal gucken, ob wir es in der nächsten Woche schaffen, uns noch mit reichlich Streusand beim Beachsoccer einzudecken. Am einfachsten lässt sich dieser in der langen Unterhose herausschmuggeln. Dann sollten wir aber rundum winterfest sein. Winterfester als Florian Silbereisen.
Tausche Nationalelf gegen Weihnachtself
Nun hat sich also auch die Nationalelf schon einmal das Jahr beendet. Zwar nur das Länderspieljahr, aber einige Spieler haben quasi schon runtergezählt und kommen erst nächstes Jahr wieder zur Arbeit. Sie verpassen nach der Biergartensaison, in der sie traditionell Sommerpause machen, auch noch die Saison am Glühweinstand. Irgendwo muss man sich ja für die Partie Samstag 10:30 aufwärmen. Der Markt öffnet zwar erst später, aber auch beim Spülen der klebrigen Gläser bekommt man Monsteroberarme. Mit denen pumpt sich der Ball garantiert viel leichter auf. Und wer weiß, vielleicht kommt ja dieses große rote Auto vorbei. Bevor wir allerdings „Holidays are coming“ anstimmen, sollten wir uns vergewissern, dass es nicht der Bayern-Bus ist. Dann gibt es statt kostenloser Werbegeschenke nur kostenloses Plündern und Brandschatzen. Weitere bekannte Melodien aus Mediathek und Fernsehen gibt es dann in der dritten Halbzeit beim Filmmusikquiz. Rechtzeitiges Erscheinen sichert zwar keine Plätze. Aber ein Uhrenvergleich ist nie verkehrt. Wer keine Uhr hat, borgt sich eine beim Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern.

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