Huch! Jetzt haben wir doch glatt vergessen unsere Plakate aufzukleben. An allen Laternenpfählen kleben jetzt schon andere Gesichter, die oft die falschen Prioritäten setzen. Statt „Raus aus dem Abseits!“ „Raus aus dem Euro!“. Statt gegen „Urlaubääär“ wettern sie gegen „Sozialtouristen“. Und immer wieder ist Überregulierung das Thema. Das kann man doch nur fordern, wenn man gegen die Torlinientechnik ist. Kopfgrätsche hat sich diesbezüglich schon vor Jahren eindeutig positioniert. Schon bevor es überhaupt Mode geworden ist, von jedem Tor ein interaktives 3D-Rendering zu machen, haben wir den Stolperdraht zwischen den Pfosten im Programm. Des Weiteren fordern wir einen Chip in dem Fuß des Verteidigers, der für das Herausschlagen des Balles zuständig ist. Ergänzt durch eine unauffällige Frisur, die nicht dauern die Entscheidungsträger ablenkt. Nur so werden die Schiedsrichter davor geschützt, Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 auch noch arbeiten zu müssen. Aber ohne Plakate, Kugelschreiber und Luftballons muss eben dieser Aufruf ausreichen, um euch zu den Kundgebungen auf den Platz zu locken. Es ist die Pflicht eines jeden anständigen Bürgers, der einigermaßen Kicken und „Tor“ rufen kann, uns seine Stimme und am besten auch den Rest seines Körpers zu geben. Und denkt dran: Hingehen reicht nicht, man muss auch manchmal rennen.