Immer wenn die Bundesliga wieder losgeht, beginnt die Kontaktphase mit guten alten Werbespots, mit denen die Übertragung von z.B. Mainz gegen Bochum finanziert wird. Eigentlich nur die Spielzusammenfassung davon, flankiert von Vorschlägen zum Tor des Monats und der grafischen Einbettung der Klubwappen in zeitgeistige Objekte wie Kürbisse, Lebkuchenherzen oder Meisenknödel. Aber schon beim Tor des Monats braust bereits das erste Caravan am Meer durchs Bild, was traditionell den Werbeblock einläutet, in dem man zielgruppengerecht über praktische Produkte und Dienstleistungen informiert wird. Dabei blickt man immer wieder in die gleichen lachenden Gesichter. Gut, an Bastian Schweinsteiger im Baumarkt statt auf dem Rasen haben wir uns gewöhnt. Auch wenn man ihm den Heimwerker nicht abnimmt und man sich kaum vorstellen kann, dass er einen Tartanplatz (Samstag 10:30) oder einen Whirlpool für seine Cousine baut. Während sich der gemeine Fußballfan noch fragt wie er sich den Sack Schrauben leisten soll, kommt der Wiefürmichgemachtkredit ins Bild. Praktisch, damit hat bestimmt bereits RB Leipzig schon Timo Werner finanziert. Falls die eigene Kreditwürdigkeit nicht ganz so hoch ist, muss man sich vielleicht doch vorher mit der Stepstone-Oma oder Ingrid einen besseren Job suchen. Kann man auch mal dem Schweini empfehlen. Bei Toom scheint eine Karrieresackgasse im Gartenbaucenter zu sein. Da sollte er schleunigst seinen Lebenslauf aufmöbeln. Falls Lohnarbeit nicht mehr sein Modell ist, muss er sich eher die Tipico-Hools zum Vorbild nehmen. Olli Kahn hat es schließlich auch aus der Wettstube auf den Vorstandsposten geschafft. Und während sich subtil unter einem Oldtimer eine Ölpfütze bildet, fällt mir und meiner Blase wieder ein, wofür die Werbepause eigentlich da ist. Verdammtes Krombacher!