Das adaptierte Sgt.-Pepper-Motiv mit den verstorbenen Persönlichkeiten des letzten Jahres wurde auf den letzten Metern doch noch täglich angepasst. Obwohl es schon ziemlich voll und maximal prominent besetzt war. In der letzten Reihe breiten nun Papst Benedikt und Maxi Jazz ihre Arme aus. Irgendwie beide Gott-Experten: Wir sind Papst aber God is a DJ. In der ersten Reihe wurde etwas für die Godmother of Punk Vivienne Westwood gerückt. Und dann musste natürlich im Zentrum noch ein Platz für die brasilianische Fußballikone Pelé gefunden werden. Michael Gorbatschow wird es schon verstehen. Er darf immerhin neben einer Legende stehen und muss sich dafür nicht auf infantile Infantino-Art blamieren. Wahrscheinlich versuchte dieser mit dem aberwitzigen Vorschlag: in jedem Land sollte ein Fußballstadion nach Pelé benannt werden, nur von den unangemessenen Unsis auf der Trauerfeier ablenken. Im ersten Moment denkt man natürlich: was soll das? Das haben wir doch noch nie so gemacht und sollten Stadien nicht nach regionalen Fußballgrößen wie Bruno Plache, Alfred Kunze oder Ernst Abbe benannt werden? Eigentlich schon, aber einer von den drei genannten ist leider „nur“ Optiker. Für Schiedsrichter also durchaus relevant. Bei anderen Stadien kommt man allerdings kaum noch hinterher. Oder weiß spontan jeder ob das Stadion in Hamburg aktuell von AOL, Imtech, HSH oder Barclaycard benannt ist? Angeblich soll es sogar aktuell wieder Volksparkstadion heißen und demnächst wird es wohl nach einer weiteren 2022 verstorbenen Fußballpersönlichkeit benannt werden, die ich bisher auf dem Stg.-Pepper-Wimmelbild vergeblich gesucht habe. Also gut, dann sagt Gianni meinetwegen Bescheid, dass das mit der Pelé-Kampfbahn für uns klar geht. Wir kopfgrätschen bereitwillig Samstag 10:30 darin, wenn er sie uns irgendwo hinbaut. Wir passen vielleicht sogar die Domain www.wismarena.de an.