Polonaise Blanqueuenese

Oho, jetzt kommt also nächste Woche schon der letzte Länderspielstopp vor ihr wisst schon was. Kann man aber noch unbedenklich gucken, oder? Es ist immerhin das traditionsreiche Turnier Nations League mit coolen Duellen auf Augenhöhe. Dabei führt die Reise von Hansi und Olli uns auch nach England, wenn nicht noch mehr Fußballspiele abgesagt werden, weil die Engländer Public Viewing anders übersetzen. Wenn man den Insulaner dieser Tage zu einer solchen Veranstaltung einlädt, stellt er sich sofort in die Kondolenz-Schlange am Queen-Sarg. Dabei beweist er beachtliches Stehvermögen. Die Heatmap zeigt eine violette Linie von der London Bridge flussaufwärts bis nach Lambeth und über die gleichnamige Brücke bis hin zur Westminster Hall. Das sind beinahe 4 Kilometer. Gestern Nachmittag waren es sogar mehr als sechs Kilometer. Auf Youtube kann man live das aktuelle Ende der Schlange verfolgen. Das sollte Hansi unbedingt in seine Videoanalyse vor dem Spiel in London mit einbeziehen. Rein statistisch müssten auch einige Nationalspieler in der Schlange markiert werden können und wenn man nicht aufpasst, lassen die sich am Ende gegenseitig vor. Aber das ist nicht gewiss. Für Engländer ist das Stehen in Schlangen angeblich oft viel amüsanter als das eigentliche Ziel. Das haben sie sich immerhin über Jahrzehnte beim Fußball antrainiert. In dieser Wartezeit findet man neue Freunde und lädt sich gegenseitig zu heißem braunen Wasser ein. Dieses Konzept klingt eigentlich nicht schlecht und vielleicht sollte man auch in diesem Fall darauf setzen, dass die Engländer ein weiteres mal unser Vorbild für eine auf den ersten Blick eigenartige Freizeitbeschäftigung werden. Ich starte schon jetzt die Schlange für Kopfgrätsche Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00. Nach dem frühen Sonnenuntergang am Mittwochabend kann man das auch noch problemlos ohne Tageslicht fortsetzen.  

01. August 2015 – Horley, Horley, Horley!

Was macht man, wenn man nach einer Reise, noch einen Tag in der Nähe des Flughafens verbringt?! Man joggt durch den 22.000-Einwohner-Ort Horley (gleich neben Gatwick-Airport) und sucht dabei den örtlichen Fußball-Verein.

Fußball_April_2015_08_01_bild02 Der war gar nicht so einfach zu finden. Das könnte daran liegen, dass der 1892 gegründete Horley Town F.C. kein besonders großer Verein ist. Momentan spielt die erste Mannschaft in der Combined Counties Football League, was summa sumarum wohl die 9. Liga ist. Das Vereinsheim „The Defence“ teilt man sich mit dem örtlichen Rugby-Verein.
Den frischen #kopfgrätsche-Aufkleber teilen die Vereine jetzt auch.

Fußball_April_2015_08_01_bild01Wie in der ganzen Umgebung des Ortes sieht man dank Plakaten für Pay-TV-Sender viel Fußballbegeisterung. Einen Deutschen lieben sie nach seinen Gastspielen in der Premiere League (1994 – 95 und 98 Tottenham Hotspur) ganz besonders:

Fußball_April_2015_08_01_bild03Ansonsten ist in dem kleinen beschaulichen Ort am unteren Ende von Surrey der größte Pup nach deren größter Persönlichkeite benannt: Jack Fairman. Kein Fußballer, sondern Formel-1-Fahrer in den 1950ern.

Nun hat nach Paris, New York und Amsterdam eben auch Horley seine eigene Kofgrätsche-International-Markierung.

24. Mai 2013

Link

Im Schweriner Funkhaus hatten wir das diesjährige Finale der Championsleage schonmal vorab ausgespielt. Wie wir jetzt wissen: Das Ergebnis des echten Spiels war genau umgekehrt und halb so hoch… auf www.ndr.de/mv.

Arsenal, Tottenham, Chelsea… Wechsel geplatz!

Schade! Jetzt wo es raus ist, kann ich es ja sagen: Als die englische Sonntags-Presse dieses Bild druckte, platzte der Deal. Das Foto war doch doch nur für den internen Gebrauch gedacht! Arsenal ist angeblich bei einer Google-Suche auf dieses oder dieses Video gestoßen. – Was soll’s, die hatten sowieso keine Trikots in meiner Größe…

Na gut, dann spiele ich eben ab kommenden Mittwoch um 18 Uhr wieder mit Euch.

Footballgod save the Queen

Dear Gentlewomen and -men, getreu dem olympischen Motto (das eigentlich gar nicht das olympische Motto ist, ist es nicht?) nach dem Dabeisein Alles ist, kann man nur raten bei allem dabei zu sein. Auch wenn es wahrscheinlich keine Weltrekorde gibt, kann man das pure Dabeisein auf den Zielfotos sehen. Also nicht lang fackeln und eine Disziplin auswählen, die den eigenen Bewegungen am Nächsten kommt. Ob Powerwalking, Schmetterlingsfreistil oder Hürdenweitwurf – in den Medallienspiegel sollte man nicht zu tief schauen. Und während die Engländer die Waliser für sich spielen lassen und David Beckham lediglich als Staffelstab eingesetzt wird, werden wir selbst laufen bis wir Ringe unter den Augen haben. Die ersten Chancen auf den nächsten funny Treppchenwitz gibt es Mittwoch (18:00) und Samstag (10:30). Und selbst wenn nicht alle dabei sein können, gibt es immer noch das wahre olympische Motto. Und das lautet immer noch: Höher, Schneller, Weiter.
Well, dem folgt wenigstens der Ball bevor er ins Gebüsch fliegt.