Im Schweriner Funkhaus hatten wir das diesjährige Finale der Championsleage schonmal vorab ausgespielt. Wie wir jetzt wissen: Das Ergebnis des echten Spiels war genau umgekehrt und halb so hoch… auf www.ndr.de/mv.
21. Mai 2013
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Rumpelfeet strikes again
Es soll ja angeblich Weltwunder-Charakter haben, wenn heutzutage jemand gegen den Ball tritt, der aus deutschen Landen stammt. Alle jubeln über die Qualität und schmieren dem Teutonen Honig ums Maul. Gut, da gibt es ja demnächst ein Spiel in Wembley, das dieses Tun ein wenig rechtfertigt. Aber wem das zu weit geht, dem sei der Besuch des roten Platzes am Dienstag Abend 18 Uhr empfohlen. Da wird noch nach den alten Lehren der Ribbeck-Ära gekickt. Ronny Maul und Heiko Gerber wären stolz und würden glatt ihr einziges Länderspiel aus den Geschichtsbüchern streichen lassen, um dabei zu sein. Wir beweisen heute wieder allen, dass früher wirklich alles schlechter war. Und das diese Tradition nicht so einfach mit einem Doppelpass wegzuzaubern ist. Mit unserer Weitsicht wissen wir: der Trend wird wiederkommen. Nicht umsonst startet die Nationalelf eine Amerikareise, die verdammt nach Confed-Cup anno 1999 riecht. David Odonkor ist nur nicht dabei, weil er seit 4 Jahren eine neue Telefonnummer hat. Immerhin: diejenigen von uns, die Samstag 10:30 auf dem Platz stehen, kann Jogi auch nicht mitnehmen. Vielleicht wird es doch nur halb so schlimm.
14. Mai 2013
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Bierdusche im Bällebad
Gute Nachrichten. Wir haben den Großteil des Konfettis eingesammelt und das Bier aus dem Rasen der Schlauchboot-Arena gewrungen. Gerade schleudert die Waschmaschine noch die rote Farbe aus den Papierschnipseln. Nur noch kurz überbügeln und anmalen in einer Farbe eurer Wahl. Und schon ist die Kanone wieder gefüllt für die nächsten Helden. Es muss ja nicht immer eine Meisterschaft sein. Man kann sich ja auch über kleine Dinge freuen. Z.B. über ein Tor beim Dienstagsfußball. Oder darüber, dass man es überhaupt Dienstag pünktlich 18 Uhr zum Dienstagsfußball schafft. Egal, Hauptsache die Freude ist einigermaßen echt oder die Kamera fängt den magischen Moment ein, in dem man gerade Mund und Augen maximal aufreißt. Mit Bier aus Stiefeln können wir zwar nicht dienen, aber es ist ja auch schon Sandalen-Wetter. Und nicht vergessen: auch am Samstag (10:30) lauern kleine Triumphe und sei es nur beim Fußballtennis. Anschließender Empfang auf dem Rathausbalkon nicht ausgeschlossen.
11. Mai 2013
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Wichtige Einblendung auf der Selbstanzeigetafel
Also gut. Ihr habt mich überzeugt. Ich mache weiter (immer weiter). Wenn euch egal ist, ob ich hinterziehe, überziehe oder abziehe, dann zieh ich weiter meine Kreise. Meine Selbstanzeige für das DIA-Turnier ist schon fast vergessen. Meine Verdienste um Kopfgrätsche.de überstrahlen schlichtweg alles, meine Pitbulls beißen am Spielfeldrand alles weg und das Festgeldkonto steht wie ’ne 1. Bevor ihr euch beim Elfmeter für eine Ecke entscheiden könnt, kauf ich beide weg. Bleibt nur noch drüber schießen, aber auch das empfinde ich als Reminiszenz an mich. Huldigt mir auch morgen wieder. 18 Uhr gebe ich euch meine Audienz auf dem Roten Platz. Ich lasse Rostbratwürste regnen und bringe euch den rundesten Ball, den ihr jemals saht. Kommt in den Schoß der Sieben Bürgen. Rennt für mich am Dienstag und am Samstag. Benennt Pokale und Straßen nach mir. Meldet euch alle freiwillig für mein DIA-Team, um das Beste noch besterer zu machen. Dann feiern wir vielleicht auch mal kurz (wenn der Motzki grad nicht guckt). Wer von euch war noch mal für die Scheißstimmung verantwortlich?
04. Mai 2013
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7 Bürgen müsst ihr sein!
Auf die Merkliste, Markus!
Für alle die das perfekte Ablenkungsmanöver benötigen, gibt es auch an diesem Dienstag 18 Uhr wieder das totale Vergessen in runder Form. Ob Ärger mit dem Finanzamt oder Europapokallampenfieber mit der schwarz-weißen Pille sind alle Sorgen für 2 Stunden ganz weit weg. Durch den Netzvorhang dringt nix, maximal ein leichter Transpirationsduft. Nach dem Kicken verlängern wir das Vergessen auf dem Hocker im Blauen Salon. Einige werden sogar vergessen am Mittwoch zur Arbeit zu gehen. Aber Vorsicht mit der Dosis. Die nächste Portion Bolzen bitte erst wieder am Samstag 10:30 Uhr einnehmen. Die Suchtgefahr ist nicht zu unterschätzen. Christoph D. und Uli H. von den anonymen Geltungssuchtkranken sollten euch Warnung genug sein. Da unsere Vergessen-Therapie inzwischen sehr erfolgreich ist, müssen wir leider Woche für Woche unsere Message wiederholen: Dienstag, Samstag, Roter Platz. Immer wieder gern. Wenn’s denn hilft.
27. April 2013
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23. April 2013
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Panische Verhältnisse
Vernünftiges Warmmachen ist seit jeher wichtig, wenn man in der entscheidenden Phase nicht in die Röhre gucken will. Im Blauen Salon ist die Röhre zum Glück nicht mehr wichtig. Läuft ja (fast) alles über Flachbildschirme. Aber morgen Abend wird es voraussichtlich in der Theatergaststätte voll wie auf Ulis Konto. Das adäquate Aufwärmprogramm startet 18 Uhr auf dem Tartangeläuf. Dort werden die Grundtugenden für den restlichen Abend trainiert. Mit dem Bier durch die volle Kneipe laufen, wird möglichst realistisch von den Abwehrreihen simuliert, wenn sie die Stürmer in die Zange nehmen. Und wenn man schon vorher den Hals warmgereckt hat, um über die Freistoßmauer zu gucken, wird man auch bei Heiko die eine oder andere Ecke vom Bildschirm einsehen können. Nur wer in der entschiedenen Phase im Tor stehen muss, wird wahrscheinlich auch diesmal gerade am Pissoir stehen, wenn der entscheidende Treffer fällt. Gerade die ungeschriebenen Gesetze sind da sehr konsequent. Es ist allerdings kein ungeschriebenes Gesetzt, dass ihr vor dem Fußball gucken erst selbst spielen müsst. Ich hab’s ja grad aufgeschrieben. Also…
16. April 2013
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13. April 2013
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Das letztes Tor ist immer das letzte
Zugegeben unsere Spielzeiten sind etwas unkonventionell. Also jetzt nicht unbedingt der Beginn. Samstag 10:30 (Tartanplatz) und Dienstag 18:00 (Kagenmarkt) sind ja einigermaßen gut planbar. Vielmehr ist es die Dauer, die von den FIFA-Regularien abweicht. Das liegt natürlich auch an dem fliegenden Start, der meist spontan vollzogen wird, wenn alle anwesend, aufgewärmt und krankenversichert sind. Oftmals reicht es durchzuzählen. Eine ungerade Anzahl von Mitspielern ist der untrügliche Beweis, dass niemand mehr kommt, um für Chancengleichheit zu sorgen. Aber auch das Ende richtet sich selten nach der Uhr. Das Ende ist ja meist Anfang von etwas Neuem. Der nächsten Schicht, dem Hereinbrechen der Dunkelheit oder der Start der 3. Halbzeit im Blauen Salon. Es ist also kein Wunder, dass wir nahezu ohne Zuschauer spielen. Für diese gibt es nicht den magischen Moment kurz vor Schluss, bei dem man schnell vor allen anderen in sein Auto steigt, um den Stau zu vermeiden. In den letzten Minuten weiß kaum jemand von uns wie es genau steht, so dass eigentlich jedes letzte Tor entscheidend ist. Eine Dramatik, die man erst einmal zwei mal pro Woche aushalten muss. Dann verschüttet man auch nicht das Bier in der 3. Halbzeit im Blauen Salon, wenn die Profis es uns gleich tun.
9. April 2013
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02. April 2013
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Gottes Werk und Devils Haircut
Da nun auch die letzten Lacher für diesen Aprilscherz eines Frühlings verklingen, kann man sich endlich wieder auf geregelte Platzverhältnisse einstellen. Geradezu langweilig, ganz ohne Technikhilfe von gefrorenem Wasser. Der Ball rollt uninspiriert geradeaus und sucht Zuflucht im knospenden Gebüsch. Käsige Waden reflektieren das kosmische Licht von oben. Das alles morgen um 18 Uhr am Kagenmarkt. Das Licht liegt nunmehr nicht mehr in der Zuständigkeit der Stadt. Eine höhere Instanz kümmert sich nach der Auferstehung um die Illumination. Endlich kein Herausreden mehr mit Verweis auf Vorgesetzte. Also Beschwerden demnächst bitte ganz oben abgeben. Dienstag hoffen wir aber den guten Willen und rege Bezeugung durch Anwesenheit am Lattenkreuz. Auch dem Samstagsspieltag stehen keine Tanzverbote mehr im Weg. Ab 10:30 heißt es wieder: Darf ich bitten? Und wenn sogar der Pontifex inzwischen zu Fuß geht, fangen wir besser mal an zu rennen, um den Himmel gnädig zu stimmen.












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