Während ich leise „Hooray for Peter Pumpkinhead“ vor mich hinsumme, hocke ich in meiner abgedunkelten Wohnung und tippe ich diese Zeilen, um euch für den Samstagskick 10:30 einzuschwören. Dabei habe keine Paranoia vor den Geheimdiensten. Nein, es sind vielmehr diese bösen Klingelgeister, die mich nicht entdecken dürfen. Diese verkleideten Erpresser, die nur meine Süßigkeiten wollen, gilt es im Dunkeln tappen zu lassen. Ihre Laternen könnte man allerdings super gebrauchen, für etwas Gekicke unter der Woche. Aber da hilft wohl nur die Hoffnung auf hellere Tage. Die Theorie in der Theatergaststätte of Dreams muss uns für die nächsten Wochen reichen. Damit die Samstage als Spieltage trocken und windstill bleiben bedarf es wahrscheinlich etwas schwarzer Magie. Ein kurzer Blick auf den Wetterbericht reicht, um doch die Kürbislaterne zu illuminieren. Ich komme wohl nicht umhin, noch ein paar Hexen und Kobolde anzulocken, um für ansprechende äußere Bedingungen zu sorgen. Tausche also widerwillig Schokolade gegen Froschaugen und Spinnenbeine, damit die eigenen Waden nicht auf Weberknechtniveau schrumpfen.
26. Oktober 2013
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22. Oktober 2013
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… jage die letzten Füße in den grellen Schein
Der Samstagvormittag ist natürlich fest für den Fußballgott reserviert. Und auch wenn ich auf dem letzten Foto fehle, habe ich auf ich mich auf meine Weise fußballerisch weiterentwickelt. Beim Hufschmied habe ich mir ein Paar neue Treter angießen lassen. Diese haben den Vorteil, dass sie nur oben zwei Löcher haben, wo die Füße erstklassig hineinpassen. Farblich wird auch einiges geboten. In der dunklen Jahreszeit müssen eben nicht nur die ABC-Schützen auf sich aufmerksam machen. Die Leuchtkraft der Töppen wird allerdings nicht ausreichen, um das Feld großflächig auszuleuchten. Deshalb wird morgen 17:30 wahrscheinlich der letzte Unterderwochetermin in diesem Jahr sein. Die nächsten Samstage werden dafür umso wichtiger. Nicht, dass jemand irgendwelche Shoppingtermine um 10:30 als Ausrede angibt. Wer jetzt keine passenden Schuhe hat, wird sich keine mehr besorgen, wußte schon der große Fußballexperte Rainer Maria Rilke. Morgen wird er sicherlich noch die aktuellen Championsleaguepartien kommentieren. Das muss ich mir direkt im Poetryslam-Tempel Nr. 1 in Wismar aka Theatergaststätte anhören. Das ideale Kulturprogramm im Anschluss an die einzige Modenschau, bei der gerannt wird.
19. Oktober 2013
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15. Oktober 2013
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Weltverbot halbtrocken
In Nomine Zlatanas. Alle die zu blöd waren sich am letzten Spieltag in der Nachspielzeit eine gelbe Karte wegen Meckerns abzuholen, müssen Dienstag 17:30 noch mal auf den Platz. Es geht um nix, aber der Rasen ist so schön grün. Und hoffentlich trocken. Der Platz war am letzten Samstag aber zu gut gewässert, als das man keine realistische Chance auf eine Gelbsperre gehabt hätte. Stattdessen gab es Individualtraining mit den Biographien der Weltstars. Weltstars, die es wirklich drauf haben sich in der Nachspielzeit eine gelbe Karte wegen Meckerns abzuholen, wenn es um nix mehr geht und der Rasen maximal grün und trocken ist. Abenteuer in Rio erleben wir hingegen nur mit Jean-Paul Belmondo. Der Unverbesserliche. Der irre Typ. Der Profi. Der Außenseiter. Der Glorreiche. Der Windhund. Der Greifer. Das Superhirn. Das As der Asse. Also im Grunde mangelt es auch auf der Leinwand nicht an Superlativen. Und es ist so schön trocken davor. Freuen wir uns also 2014 auf die überfüllte Karstadt-Arena mit Bier statt Caipi und Salzstangen statt Zuckerhut. Am Samstag 10:30 beginnt das erste Trainingslager.
08. Oktober 2013
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Zlatanieren geht über Nominieren
Huch. Drei Anrufe in Abwesenheit. Garantiert schon wieder Joachim, der noch Mitspieler für nächste Woche sucht. Dabei ist die Cat doch schon zu 999% in the Sack. Und dafür soll ich mich zum Deppen machen? Während andere ihre Wehwehchen im Whirlpool mit Cousinen wegblubbern? Oder sich im defensiven Mittelfeld eine Hängematte aufhängen? Brauche eigentlich nur einen aussagekräftigen Krankenschein mit einer Entschuldigung, die einen neuen Eintrag im Pschyrembel wert ist. Ohrläppchenzerrung? Haarwurzelprellung? Ganzkörperunlust? Doktor Müller-Wohlfarths Unterschrift kann ich eigentlich schon ganz gut imitieren. Und schon ist das Vergnügungsprogramm Dienstag 17:30 und Samstag 10:30 gebucht. Echter Sport, harter Wettbewerb, ungewisser Ausgang. Ratlosigkeit in Café King. Gegen Zlatan darf mich Joachim dann gern wieder einladen. Ist zwar am Dienstag und es geht um nix, aber dann können wir zwei Fußballgötter noch mal anständig unseren Geburtstag nachfeiern. Hat jemand ’nen heißen Tipp, wo man in Solna 14,5 Millionen Jahresgehalt auf den Kopf hauen kann?
05. Oktober 2013
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01. Oktober 2013
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Pfeif Pfeif Klick Klack
Als nach dem letzten Spiel noch der fantastische Mr. Fox persönlich am Platz auftauchte, hatten wir noch einen wahren Schlaufuchsanfall. Der hat uns dazu veranlasst, den Spielbeginn für Dienstag auf 17:30 vorzuverlegen. Der Fuchs weiß schließlich nicht nur wie man dicke und dumme Bauern austrickst. Er weiß auch, dass man Tageslicht braucht, damit einem das Spielgerät nicht wie ein fetter Puter vor der Nase davonfliegt. Also verlasst den Fuchsbau etwas früher als sonst und spielt mit uns Schmetterkrachen. Jetzt fragt ihr euch: wie sind die Regeln? Hm. Das ist ganz einfach. Ein Schmetterkrachen-Team besteht aus drei Grabschern, drei Werfern, fünf Zweig-Flitzern und dem Spieler auf Schmetter-Position. Der Center-Werfer zündet einen Tannenzapfen an und schmettert ihn über den Korb, und der nächste versucht, den Zedernstab vom Kreuzstein zu hauen. Dann flitzen die Zweig-Flitzer hin und her, bis der Tannenzapfen abgebrannt ist und der Schiedsrichter ruft “Heiße Kiste”. Danach, am Ende, werden sämtliche Trefferpunkte addiert und die Summe durch 9 geteilt. Und am Samstag 10:30 wird das Ganze wiederholt.
PS: Im Anschluss wartet eine Apfelweinflut auf dem Hocker im Fuchsbau mit Sky-Abo.
28. September 2013
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24. September 2013 – Taktikfuchs
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24. September 2013
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Reingestochert
Bitte recht freundlich, Herrschaften. Auf den Bilddokumenten auf kopfgrätsche.de sticht eins in beide Augen: Kein Klopp-Gesicht, keine Erfrischung. Aber wenn der Ball im Suchbild fehlt, ist der Entertainmentfaktor ziemlich weit unten. Darum bringe ich alles mit, um mindestens noch vier weitere Jahre wie bisher weiter zu machen: einen Ball, ein paar frischgewaschene Leibchen, bunte Schuhe und eine entschlossene Visage. Doch keine Angst, der will nur spielen. Gewinnen wäre zwar auch ganz schön, muss aber nicht. Im Endeffekt könnte man jedes Ergebnis anfechten, da immer so schlampig ausgezählt wird. Aber vielleicht sollten wir lieber unser Konzept auf die nächste Wahl übertragen. Das letzte Tor entscheidet, egal wie es vorher lief. Da hätte selbst so manche Splitter- und Spaßpartei eine letzte Chance. Falls also Dienstag 18:00 oder Samstag 10:30 plötzlich ehemalige FDP-Minister auf dem Platz auftauchen, wissen wir bescheid. Aber am Ende werden es doch wieder nur Piraten mit Holzbeinen. Damit landet man eindeutig in der Kategorie Splitterpartei. Kurz vor Zahnstocher.
21. September 2013
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17. September 2013
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Ball-o-mat für Abschlussschwache
So, demnächst müssen wir uns entscheiden, wer bei der nächsten WM auf der Ehrentribüne die Arme in die Luft wirft. Hilft ja nix, irgendwohin muss die Kamera ja schwenken, während der Bundestrainer in der Nase bohrt. Unabhängig von schlimmen Fingern und Händen die komische Rauten formen, die an den traurigen Dinosaurier der Bundesliga erinnern, können wir uns vor der Wahl noch zwei mal auf unsere unförmigen Beine und Füße konzentrieren. XOXO ist bei uns das optische Muster, das die Viererkette bilden würde, wenn wir irgendwann den Libero abschaffen. Aber die Tradition verpflichtet uns weiterhin die Griechen und ihre bewährte Rehakles-Taktik zu unterstützen. Wir sind ja schließlich keine verirrten AfDler. Von denen wird zum Glück niemand in Brasilien die Lola für Deutschland starten (was eindeutig der bessere Parteiname gewesen wäre). Und wenn sie Dienstag 18:00 nicht zufällig das Licht am Bolzplatz anschalten, gibt es keinen vernünftigen Grund sie anzukreuzen. Denkt auch an den Termin Samstag 10:30 und an das ungeschriebene Gesetz, dass Schwarzgelb nur beim Fußball sinnvoll ist. Fragt die Dinos mit der Raute.













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