Köttbullar mit Eierlikör und Apfelmus

Hej där. Das alljährliche Schwedenfest steht an und einige Einheimische werden die mühsam beim kopfgrätschen erarbeitete Kondition nutzen, um zu flüchten. Verständlich, wer kann ein Schwedenfest ohne Zlatan Ibrahimovic schon ernst nehmen? Aber alles halb so wild. Das eine oder andere Feuerwerk hält die Tourifalle doch bereit. Z.B. Samstag 10:30 die große Wachablösung von schlaftrunkend zu hellwach beim Frühschoppen mit Fahnenappell in dem großen Feldlager (also dem mit Kunstrasen). Das ist quasi wie Wikingerschach, nur ohne Köttbullar. Wetten dass, es bei dieser historischen Schlachtendarstellung garantiert mehr Stürmer zu sehen gibt, als bei der NDR-Sommertour? Unseren besten Mann haben wir allerdings für den Schwedenlauf am Sonntag Vormittag aufgehoben. Er hat sich in den letzten Wochen extra laufarm ernährt und rennt für die Kopfgrätsche mit der 24 auf dem Rücken. Man munkelt, dass er eigentlich nur ein eigenes Mannschaftsfoto machen will und nach 2 Kilometern einen Schwedeneisbecher löffelt. Vielleicht macht er aber auch noch das Quietscheentenrennen mit und läuft durch bis Mittwoch 18:00. Dann müssen wir ihm nur noch einen Ball zuwerfen und uns an seinen Moves ergötzen. Mal gucken, ob die dann eher nach Zlatan oder Christina Stürmer aussehen.

Wer andern eine Grube grätscht…

Liebe Kopfgrätsche. Um die Irreführung Ihrer Follower zu verhindern, bitten wir Sie, jeden Anschein von Profifußball zu vermeiden. Fußball ist ein Premium-Produkt der Fifa, das von Experten wie Christiano Ronaldo, Lionel Messi und Kevin Großkreutz erstellt wird. Durch ihr billiges Plagiat können User getäuscht werden, die am Ende glauben, Sie wären gut genug für eine aktive WM-Teilnahme. Das Nutzen des Hanuta/Duplo-Sticker-Generators ist dabei nur ein Aspekt. Nicht zuletzt Ihrem übermotivierten Auftreten ist es höchstwahrscheinlich zu verdanken, dass fast alle ambitionierten Vereine weltweit denken, es gebe einen Marco Reus für jeden Verein zu jedem Preis. Bevor noch jemand aus Manchester oder München sein Rabattmarkenheftchen auf den Markt schmeißt, bitte ich Sie auf Fanshirts von Rossmann und Joggingschuhe downzugraden. Verzichten Sie bitte Trendfrisuren und verschiedenfarbiges Schuhwerk. Bitte beschränken sie sich auf unverfängliche Orte und Zeiten. Wir bieten Ihnen die kostenfreie Nutzung eines halben Kunstrasenplatzes Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 an. Für Fragen schreiben Sie mir bitte unter socialmediaexpertin@bigdata.de. Danke für Ihr Verständnis.

Balduin der Ballvertändler

Stillgestanden! Und schön in die Augen gucken! Wer kann mir sagen, was der Unterschied zwischen einem Nudisten und einem Polizisten ist? Na? Na? Falsch! Der Nudist ist der ohne Kleider und der Polizist der mit. Nein? Doch! Ohh. Bei dem Wetterchen am Wochenende kann man so vielleicht die beiden Teams auseinanderhalten. Bevor noch jemand Samstag 10:30 ein Leibchen überziehen muss und ganz weich im Überstübchen wird. Und dann zeigen wir den Nudisten was eine Harke ist, eine Horde verhaften und wie eine Schafherde zur Gendarmerie treiben. Hoffentlich sind es keine Außerirdischen und es gibt im Anschluss eine Parade am Hafen von St. Tropez. Stillgestanden, hab ich gesagt! Da kommt doch noch was. Gibt doch noch einen zweiten Termin in der Woche. Der bleibt auch vorerst am Mittwoch 18:00. Was? Dienstag? Papperlapapp! Wir gucken wie die kommenden Trainingstermine aussehen. Schreiben sie sich das hinter die Ohren! – Hm, kleines Ohr ist schnell beschrieben! Und das heißt „Jawohl Chef“! Wie heißt ihre Mutter? Madeleine? Sie antworten mit „Jawohl Chef“! Geht doch. Ahhh, da ist ja schon die Schwester Oberin in der 2 CV. Wegtreten!

Über Außen in der Welt

Seitdem wir regelmäßig den Kunstrasen beackern, wird das Tartangelände nur noch unregelmäßig abgenutzt. Manchmal wird man schon wehmütig, wenn man auf das leere Gummi blickt, das uns zu dem gemacht hat was wir heute sind: Multinockenträger mit Gelenkschmerzen und roten Krümeln im Schuh. Nur aufm Gummi konnte man Torwart und Linksaußen in Personalunion geben. Am Ende gibt es dort ja nur zwei Positionen: auf dem Feld und woanders (wahlweise im eigenen Bett, am Strand oder bei einer Familienfeier). Auf dem großen Feld muss man dort spielen, wo einen der Trainer hinstellt. Gerade bei den warmen Temperaturen empfiehlt es sich den Hauptteil der Energie in die Stimme zu investieren, um die Mitspieler die Löcher zulaufen zu lassen. Auffällig ist, dass trotz der stärkeren Orientierung an den Profis, die Außenverteidigerposition oft frei bleibt. Jeder, der nur zum Spaß kickt, kann schwer verstehen was daran toll ist, die ganze Zeit an dieser Linie entlang zu rennen. Kein Wunder, dass der Fipsi da nur noch bedingt Bock drauf hat. Jedenfalls bei den Länderspielen hat er sich für die Alternativposition woanders (wahlweise im eigenen Bett, am Strand oder bei einer Familienfeier) entschieden. Ich bin weniger anspruchsvoll und stehe auch Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 wieder auf Kunstrasen oder Tartan, um alle Löcher zwischen Torwart und Linksaußen zuzulaufen.

Ist das das Finale?

Berechtigte Frage. Immerhin hat uns Hollywood gelehrt, dass man das Finale an Feenstaub, pathetischer Musik und Superzeitlupe erkennt. Wenn man sich dann plötzlich in Realtime mit dem Happy-Song wieder findet, darf man schon mal zweifeln. Für den maximalen Genuss solch besonderer Spiele ist unbedingt eine Verlängerung von Nöten. Beim diesjährigen DIA-Turnier gab es bei beiden Halbfinals und im Finale ein dramatisches 3 – 3,5m-Schießen zusätzlich obendrauf. Dort wurde klar: um das klassische deutsche Talent für Strafstöße ist es in diesem Jahr schlecht bestellt. Sogar die DFB11 hat sich in ihrem Finale darum gedrückt. Am Ende triumphierten die Pflaumen mit ihrer harten Schale über die Granatäpfel und hefteten sich eine zweite Sternfrucht an ihr Revers. Den Zitronen blieb nach dem Vorrundensieg im Endspiel nur die bittere Rolle des sauren Zuschauers. Auch die Brasilianer waren mal wieder nicht reif genug fürs Finale. Die malträtierten Gurken hatten nach der Gruppenphase schlimme Druckstellen und verlegten sich fortan auf die Dokumentation des Restturniers. Sie gingen dabei ungefähr so:  /°\
Aber am Ende war eh alles Fruchtsalat. Einen großen Dank an alle Mitwirkenden auf und neben dem Platz. Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 geht es wieder auf die altbekannte Fanmeile. Denkt euch schon einmal eine originelle und finalwürdige Performance aus. Hoffentlich macht sich diesmal keiner zum Obst.

13. Juli 2014 – Das WM-Finale

Fußball__Juli_2014_WM-FinaleEher im Stil einer Postkarte zur Zeiten des WM-Finales 1990 fasst dieses Foto unser WM-Finale 2014 zusammen: Der Second-Screen war der Fernseher mit dem legendären Spiel #GERARG und auf dem First-Screen lief pausenlos die Wetter-App. Darauf waren teils mehr Augen gerichtet, als auf das Spiel mit dem Ergebnis: Deutschland ist Weltmeister!

Spiel, Tor und Sieg gab es in der Faktorei. Davon werden wir noch unseren Enkeln erzählen. Zur Not kramt einfach diese Postkarte noch mal hervor.

12. Juli DIA-Turnier 2014 – Die FFsudGA-Bildergalerie

MEHR: Die (unvollständige) DIA-Turnier-Historie