Ausgerechnet Zeitrechnung

So, hier Uhrenvergleich. In der Epoche von Gleitzeit, nonlinearem Fernsehen und 24-Stunden-Kitas verliert das Zeiteisen immer mehr an Bedeutung. Fast alles gibt es on demand. Damit darüber nicht die zwei wichtigsten Termine der Woche vergessen werden, kommt hier wieder der Oldschool-Kalendereintrag für die persönliche Planung. Dafür zeige ich diese digitale Tafel hoch. Und nein, die 1 bedeutet nicht, dass jetzt der Torwart ausgewechselt wird. Unpassend zur Sommerzeit, die eine Stunde fordert, stellen wir den Starttermin für Dienstag eine Stunde zurück. Bereits 18:00 werden wir draußen Zeitzeugen der Helligkeitsverhältnisse unserer Zeitzone. Das hat den netten zeitlichen Nebeneffekt, dass man es ohne DeLorean rechtzeitig in die Sportsbar auf den Hocker schafft, dort eine Pepsi bestellt und seine Zeitgenossen mit exklusiven Erkenntnissen aus dem Almanach verblüfft. Bereits noch in der Winterzeit schwingt ihr euch am besten pünktlich Samstag 10:30 auf euer Hoverboard. Noch ein Tipp: falls euch die nötige Energie fehlt, könnt ihr darauf spekulieren, dass zeitgleich der Blitz in die Uhr im Marienkirchturm einschlägt. Dann bleibt diese nämlich stehen und ihr habt eine prima Ausrede. Aber besser du bist keine feige Sau, McFly.

Ja, ich Ball.

Ein Lieblingsspruch aus dem Notfallkit von Standesbeamten ist ja „jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Gucken wir uns diesen Anfang doch mal genauer an. Da beginnt gerade mal der Frühling und der Start der Unterderwochedraußenspielzeit am 1. April kündigt sich leise an und schon können wir an die aktuelle Ligasaison einen Haken machen. Also jedenfalls obenrum. Untenrum ist noch eine Menge los. Da stellen sich tatsächlich noch Frühlingsgefühle ein, wenn man endlich auf den Relegationsplatz klettert. Der Rest kann schon einmal im WM-Quartier probeliegen. Bezeichnenderweise will die Autokorrektur daraus „probelieben“ machen. Was immer das sein soll. Vermutlich kann man schon mal mit dem WM-Pokal kuscheln. Die Meisterschale ist ja auch etwas sperrig im Doppelbett und diese Nieten drücken im Rücken. Ein Gefühl, dass sonst mühsam der Ischias simulieren muss. Einen zauberhaften Anfang habe ich dennoch für euch übrig. Samstag 10:30 startet es mit einem schüchternen Aufwärmen und entwickelt sich dann in einen ungestümen Schlagabtausch. 50 Shades of Ballverlust in der FSK30-Version. Die Bundesliga hat inzwischen auch eingesehen, dass diese Saison nicht künstlich in die Länge gezogen werden muss und macht die nächste zur englischen Woche. Dem Beispiel können wir auch folgen. Ein sandiger Platz in der blauen Lagune ist Dienstag 19:00 reserviert.

Du hast das Selfie verwackelt, mein Michael…

So, dann rück mal schön alle zusammen. Christoph vielleicht eher nach hinten und Jan kann vielleicht noch das Kaugummi rausnehmen. Dann kann es auch schon losgehen. Jetzt muss ich nur noch das Markenlogo gut sichtbar ins Licht halten und fertig ist das Kopfgrätsche-Selfie. Twitter wird durchdrehen und Facebook sich vor Aufregung an WhatsApp verschlucken. Alleine dafür lohnt sich schon der Samstagskick 10:30. Nebenbei werden noch die begehrtesten Awards für eure Schauspielleistungen auf den bisherigen Fotos verliehen. Außer Konkurrenz in der Kategorie „Bester männlicher Bundestrainerdarsteller“ läuft auch dieses Jahr wieder der Bundesschal mit seiner gewagtem Interpretation aus Howard Wolowitz meets Rumpelstilzchen. Und auch die Kategorie „Bester Heulkrampf“ ist spätestens mit dem Prozessbeginn am Münchner Landgericht am nächsten Montag im Grunde schon entschieden. Aber sonst ist alles offen. Ihr könnt also befreit aufspielen. Und auch für den sandigen Markt gibt es högschtwahrscheinlich noch eine Zugabe. Dienstag 19:00 läuft die Spätvorstellung. Und nun sagt: Quattro Formaggiiii!

… denn dann sagen wir Hurra!

Wenn die Welt an allen Ecken so fies und zynisch wie momentan ist, gibt es nur wenige Fluchtpunkte, die einem Halt geben. Diese runde Ding ist eine komprimierte, einfache und heile Welt, die uns hilft den Kopf abwechseln abzukühlen oder in den Sand zu stecken. Schön ist es oft am Ball zu sein, sagt der Götze zu dem Steigerschwein. Aus diesem Grund will dieses Team aus dem Land von schunkelnder Rentnerfolklore und Weißbierseligkeit einfach nie wieder verlieren. Das ist wie das Traumschiff nur ohne Möwen oder Pilcher ohne Pferde. Während der 90 Minuten gibt es überschaubares Drama und am Ende Wunderkerzen. Und alles ist gut. Fehlt demnächst nur noch der Rosenrand rund um den Bildschirm. Und wenn Pep auch noch das feiste Strahlen vom Seehofer-Horst gelernt hat, kann man Mia-san-mia nur noch mit Bleischürze und Aluhut überstehen. Wer aber mal wieder Lust auf das Scheitern von allzu menschlichen Bemühungen hat, muss nicht in die Ferne schweifen. Samstag 10:30 und Dienstag 19:00 ist es ganz nah.

Baby, it’s gold outside

Das sommerliche Gefühl von Sotschi hat sich auch bei uns eingestellt. Mit kurzen Hosen umdribbeln wir die ersten Krokusse. Die Sonne sorgt für die ersten Sommersprossen und selbst Schönwetterfußballer erwachen aus dem Winterschlaf. Der letzte Samstag war dann auch eine einzige Verlängerung der farbenfrohen Eröffnungsfeier. Mit der kleinen Panne, dass mein Talent sich wieder einmal nicht entfalten wollte. Aber sei es drum. Der Medaillenspiegel sieht super aus. Toll, dass man zwei Systeme zur Wahl hat, die man bei Bedarf zu seinem Vorteil auslegen kann. In London war die quantitative Variante hübscher, jetzt definieren wir unsere Überlegenheit über der Anzahl der Goldmedaillen. Putin ist schon ganz neidisch auf diese flexible Propaganda. Auch beim Fußball sind wir flexibel bei der Wahl des Untergrunds. Samstag 10:30 roter Platz. Dienstag 19:00 sandiger Platz. Best of both Worlds. Kalt und heiß. Feucht und trocken. Wodka und Coca Cola. Fast wie in Sotschi. Und während ich noch überlege wie man bei einer Bobstaffel den Stab übergibt, übergebe ich einfach an euch hiermit den olympischen Geist.
PS: Das ist der, wo man einfach dabei ist.

Wollemernreinlasse?

Diese unbeständige Jahreszeit wird anscheinend gern für den einen oder anderen Umzug genutzt. In Köln, Mainz und anderen Hochburgen des Hallamarsch rollen die Wagen durch die Matschpfützen. Und auch im Norden zieht die Karawane weiter zur nächstgrößeren Festhalle, um dort mehr Platz für das 11Freunde-Archiv zu finden. Und da die Ausgaben dieses Fachmagazins in unserem Lesezirkel bei Christoph landen, muss er nun sein Mietbudget erhöhen und den Standort wechseln. Allerdings zu fußballfreundlichen Zeiten – außer für ihn selbst. Alle anderen dürfen Samstag 10:30 entscheiden, ob ihnen die Luft feucht genug ist, für eine feuchtfröhliche Prunksitzung am Tartanplatz. Danach kann man seine Restkraft in lockeres Treppensteigen mit Magazin-Kisten (viel gesünder als Medizinbälle) loswerden. Und wenn wir nicht zu lange in den ollen Kamellen stöbern, bekommen wir alle 11Freunde-Ausgaben locker und schnell in das 2.OG des neuen Archivs. Der Archivar selbst ist dann voraussichtlich Dienstag 19:00 wieder dabei, wenn die Funkenmariechen des Karnevalsvereins Kopfgrätsche e.V. ihren Trockenübungen im Sand nachgehen. Tusch!

Urlaubääär

Na ganz tolles Timing, alte Tante Bundesliga. Ende der Winterpause, wenn der Schnee kommt. 50 Jahre und kein bisschen weise die Olle. Da kannste ja gleich die WM im Winter machen. Also wirklich. Das einzig Sinnvolle, um diesen Quatsch zu umgehen, ist der totale Verzicht auf eine Winterpause. Ist doch Wuppe, wann wo mal Schnee liegt oder man sich Eisfüße holt. Einfach durchspielen ohne Pause so wie wir es auch tun. Diese nervige Unterbrechung ist doch eh nur eine Werbeveranstaltung für die schönsten TUI-Ferienparadiese. Maximal noch geeignet um die letzten Bankdrücker vor der WM an Abstiegskandidaten zu verleihen, damit die Spielpraxis für ihre krummen Füße bekommen und der Verein auch wirklich absteigt. Egal, die Rückrunde geht jedenfalls wieder los und morgen 10:30 sieht bei uns wahrscheinlich alles nach lustigem Schneetreten aus. Für Spielausfälle muss es aber mindestens Feuer und Schwefel regnen. Wer es lieber sommerlich mag, ist Dienstag 19:00 wieder im Sand dabei. Die beste Gelegenheit hübsche Urlaubsmotive mit Strandflair zu machen und an TUI zu verkaufen. Nach dem Jogi brauchen die mal wieder kompetente Fußballgesichter. Sie haben es sich verdient.

14. Januar – Armquetsche vor Kopfgrätsche

Um Beachsoccer zu spielen, müssen wir erst allerhand Prüfungen bestehen. Diese sind nur ungleich härter als die im Dschungelcamp. Besonders die Prüfung hinter der Tür „Technik“ mit der Armquetsche ist fies. Wer die übersteht, muss nur noch ein paar Stromschläge ertragen… fertig ist die Technik. Mit der ist man dann gut gestählt für die nächste Herausforderung: Zwei Stunden kopfgrätsche-Beachsoccer am Dienstag ab 19 Uhr!