
John kommt in der Welt umher. Und so auch Kopfgrätsche. Der Beweis: Oben links an dem Laternenpfosten prangt jetzt ein Logo, welches eine ähnliche bleibende Wirkung haben wird, wie die USA-Flagge auf dem Mond. Danke John.
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Das Lineare muss ins Runde
Huch! Jetzt haben wir doch glatt vergessen unsere Plakate aufzukleben. An allen Laternenpfählen kleben jetzt schon andere Gesichter, die oft die falschen Prioritäten setzen. Statt „Raus aus dem Abseits!“ „Raus aus dem Euro!“. Statt gegen „Urlaubääär“ wettern sie gegen „Sozialtouristen“. Und immer wieder ist Überregulierung das Thema. Das kann man doch nur fordern, wenn man gegen die Torlinientechnik ist. Kopfgrätsche hat sich diesbezüglich schon vor Jahren eindeutig positioniert. Schon bevor es überhaupt Mode geworden ist, von jedem Tor ein interaktives 3D-Rendering zu machen, haben wir den Stolperdraht zwischen den Pfosten im Programm. Des Weiteren fordern wir einen Chip in dem Fuß des Verteidigers, der für das Herausschlagen des Balles zuständig ist. Ergänzt durch eine unauffällige Frisur, die nicht dauern die Entscheidungsträger ablenkt. Nur so werden die Schiedsrichter davor geschützt, Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 auch noch arbeiten zu müssen. Aber ohne Plakate, Kugelschreiber und Luftballons muss eben dieser Aufruf ausreichen, um euch zu den Kundgebungen auf den Platz zu locken. Es ist die Pflicht eines jeden anständigen Bürgers, der einigermaßen Kicken und „Tor“ rufen kann, uns seine Stimme und am besten auch den Rest seines Körpers zu geben. Und denkt dran: Hingehen reicht nicht, man muss auch manchmal rennen.
20. Mai 2014
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Zwei gekreuzte Sorten und ein großes DIA
Mit Zeichen muss man vorsichtig umgehen. Viele sehen darin ein Omen, andere schlecht ausgeglichene Typo in Comic Sans. Und wieder andere versteckte Werbung für eine Brausemarke. Und wenn man damit andere Botschaften „neutralisiert“, gibt’s auf die Hörner. Darum werden die Zeichen ab und zu minimal angepasst. Wichtig ist ja nur, dass man von der Steiermark bis zum Lerchenberg erkennt, dass die heilige Dreifaltigkeit des Fußballbloggens gleichberechtigt wichtige Denkanstöße gibt, damit sich die Füße Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 wieder bewegen. Dazu nutzt das Perpetuum mobile alle zur Verfügung stehenden Braintools in Form von Wort, Bild und Ton und kaschiert seine technischen Mängel in den Extremitäten. Das Fußballerische Niveau des diesjährigen DIA-Turniers kann somit auch wieder von der B-Note ausgeglichen werden. Rasen, Tartan, Asche oder Blech – die Frage der Bodenprägung ist zweitrangig. Notiert euch deshalb schon heute die Mindesthaltbarkeitsdaten:
Eventuelle Ähnlichkeiten mit Genussmitteln, die die Schutzatmosphäre verletzen sind rein zufällig und als Serviervorschlag zu sehen. Wohl bekommt’s.
Das „D“ ist stumm
Stille in Deutschland. Aber nur kurz. Nachdem die Namen der Nominierten verklungen sind, geht das Geschwatze wieder los. Dabei sind die meisten Namen ein Schallen und Rauschen im Ohr, vor allem wenn Uns Jogi sie ausspricht, der sich dafür rächt, dass ihn niemand mehr Joachim nennt. Da werden schon einmal schluffig die Namen verhunzt, die Berater und Marketingexperten mühsam als Marke aufgebaut haben. Und dafür muss man noch nicht einmal Mickeynochwas heißen. Trotzdem wollen alle mit. Der polyvalente Kevin Großkreutz (wie Kopfgrätsche mit extrascharfem „G“) wäre sogar als 3. Torwart mitgefahren. Unter der Woche trainierte er schon seine Abwürfe mit Lebensmitteln. Es muss nicht immer der teure WM-Ball sein. Alle, die durch Jogis Scoutingraster, das immerhin von Freiburg bis Hoffenheim reicht, gefallen sind, trainieren ihre Polyvalenz Samstag 10:30, Dienstag 18:00 oder müssen zu diesem Testländerspiel gegen Polen. Da wird auf jeden Fall die Zunge tüchtig gestählt, denn in Brasilien warten wieder einige Unaussprechliche. Andrööösen ist zum Glück nicht qualifiziert. Den Rest bitte mit diesem logopädischen Merkblatt üben, üben, üben. Besonders Neymar. Listen and repeat.
06. Mai 2014 – Da fehlt die Hälfte…
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Irgendwas ist ja immer: Herd angelassen, Um Himmels Willen im Fernsehen oder Mutti ruft… ständig hauen während des Spiels die Spieler ab. Andächtig habe wir ihnen Platz auf dem Abschlussfoto gelassen.
03. Mai 2014
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Nur die Wurst hat zwei
Uns Uwe macht sich Sorgen. Was, wenn das Gefahrengebiet demnächst auf René Adlers Strafraum ausgeweitet wird? Was, wenn nach dem letzten Strohhalmspiel nicht genug Grillwürste in Hamburg vorrätig sind? Was, wenn das traditionelle Hamburger Grillwetter (8 Grad Regen) nicht mitspielt? Während alle anderen schief und laut im von Pep beruhigten Ruheforst pfeifen, macht sich Uwe Sorgen. Auf der Digitaluhr, die Uns Uwe eigenhändig aus einem DeLorean ausgebaut hat, flackern seit Wochen alternative Spieltermine auf. Aber wer will schon Montag Abend spielen? Sogar die Kopfgrätsche, die sich nur eine halbe Raute leistet, hat mit Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 weitaus attraktivere Spielzeiten abbekommen. Ohne Flutlicht aber dafür mit Regenbögen und Sonnenbrandgefahr. Die Sublocker mit Schutzfaktor Drölfzig sind nicht nur die erste Wahl bei allen, die sich gut genug für Brasilien und Katar wähnen. Er soll sogar Meteoritenschauer abblocken. Der Dino der Liga hat bereits fast alle Vorräte aufgekauft. Also immer schön eincremen, sonst sehen wir bald aus wie die HoWe-Wurstwaren auf dem nächsten Sorrydasswirsverkacktham-Grillfest.
29. April 2014 – 3. Halbzeit – CL-Viertelfinale
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29. April 2014
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Der Jubel rollt
Und? Seid ihr auch schon aufgeregt? Wenn ja, kann man das gut verstehen. Die Kopfgrätsche wird schließlich am Samstag 2 Jahre alt. Der regelmäßige Fußball am Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 ist natürlich schon viiiiel älter. Nach den Ausgrabungen in meiner Wäschetruhe gehen die Anfänge auf ein erstes aufrechtes Gestolper an einem Ort namens Fliederstadion zurück. Die Experten vermuten die feinen Spuren aus der Lederzeit irgendwo in einem Dschungel aus viel Ackerschachtelhalm und etwas Flieder zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn. Die ersten Jahresringe, die der Ball durch die regelmäßigen Abdrücke in meinem Gesicht hinterlässt, müssen wir demnach im letzten Millenium suchen. Aber seit zwei Jahren hat dieser Ritus endlich einen wissenschaftlichen Namen. Passend dazu ist die Website auch seit gestern fast wieder gesund. Der großen Sause am Samstag steht also nichts im Weg – außer eventuell andere gesellschaftliche Verpflichtungen, die gegen Vorlage dieses Textes abgesagt werden dürfen. Statt Topfschlagen und Schokoladewettessen wartet ein launiges Ballspiel. Nonstop-Laola während der Sekt-Trinkpause und ein exklusives Jubiläumsfoto. Wenn im Blumenbouquet der Flieder angewachsen ist, können wir endlich das Sgt. Pepper-Cover nachstellen.
23. April 2014 Dritte Halbzeit – Champions League Halbfinale Hinspiel
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22. April 2014
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15. April 2014 DFB-Pokal – Dortmund vs. Wolfsburg
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Fallrückzieherrückfall
Entgegen anders lautender Gerüchte, laufe ich immer noch schneller als meine Nase. Oder wie Mark Twain sagen würde: „Die Gerüchte über mein Ableben sind reichlich übertrieben.“ Aber wer kurz vor Ostern eine Männergrippe durchleiden muss, weiß, dass in den letzten 2000 Jahren kaum jemand so schlimm dran war. Vielleicht noch dieser Eine da am Holzkreuz. Der hatte ja nicht mal eine Hand frei, um das Taschentuch herauszuholen. Gilt es eigentlich als Foulspiel, wenn man seinem Gegenspieler in die Hacken hustet? Und mit wie viel Stundenkilometern muss ich laufen, um den Rückstoß durchs Niesen auszugleichen? Egal, genug rumgejammert. Die Karwoche muss genutzt werden, um rechtzeitig die Form wiederzufinden. Meistens liegt die lieblos versteckt hinter einem Baum. Samstag 10:30 startet der erste Suchtrupp. Und auch Dienstag 18:00 krabbeln wir solange es hell ist unter die Sträucher, um den Ball zurück ins Spiel zu bringen. Ehe der Hahn kräht, werde ich mein drittes Comeback starten. Auch der Holzkreuztyp ist irgendwann wiedergekommen. Hoffentlich mit einem coolen Zitat von Mark Twain. Oder Olli Kahn (-> siehe auch: Eier).
08. April 2014
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08. April 2014 – Regenbogenporno
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Fahrrad (Ich bin ein Kopfgrätscher)
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Praktisch so ein Fahrrad. Damit kommt man immer fix zum Fußballplatz. – Man kommt damit aber auch in der Welt herum. Und so auch der kopfgrätsche.de-Aufkleber!
Wer sich auch noch per Aufkleber als Kopfgrätscher bekennen möchte, bekommt sie u.A. hier oder direkt Dienstags 18 Uhr und Sonnabends 10.30 Uhr auf dem Fußballplatz.
Achso: Danke Sebastian.
Das Ding ist durch
Puh. Nach dem letzten Dienstag wissen wir wieder, dass wir keine Maschinen sind und dass es sich empfiehlt immer seine Krankenkassenkarte dabei zu haben. Gerade wenige Wochen vor der WM gibt es jeden Tag neue Krankengeschichten von Weltstars, die tatenlos das Turnier immer näher kommen sehen. Und so wie weiland Khedira den unersetzbaren Capitano ersetzte, läuft sich irgendwo jetzt der Ersatz für Khedira warm. Der Profifußball kennt keine Unersetzbaren. Zum Glück sind wir keine Profis. Jürgen Klopp bekommt zwar alle 3 Tage irgendwie 11 Spieler auf den Platz, aber dabei und danach bekommt sein Gesicht Züge zwischen Brick Top aus Snatch und Fitzcarraldo. Und meistens kann er sogar noch 3 mal wechseln – innerhalb der Aufstellung und innerhalb seines Gesichts. Talent, Spieleranzahl und Gesichtsausdrücke sind bei uns allerdings limitiert. Seit Dienstag ist die Stimmung natürlich nicht die beste, aber wir machen Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 weiter. Nicht weil die Sponsoren sonst sauer sind, sondern weil wir nicht ohne dieses runde Ding können. Und irgendwie müssen wir die Zeit ja sinnvoll rumkriegen, bis André wieder dabei sein kann. Gute Besserung.
1. April 2014 – Leider kein Scherz, dafür viel Schmerz

Dieses Foto entstand kurz bevor uns eine SMS mit einer schlimmen Diagnose erreichte: „Scheinbein und Knöchel gebrochen. Heute noch OP…“ schrieb André, der etwa eine Stunde vorher mit Blaulicht ins Krankenhaus gebracht wurde.
Das ist der schlimmste Fußball-Abend in der Geschichte der Kopfgrätsche-Gruppe (seit 1999) gewesen. – André verletzte sich bei einem Torschuss bei unserem ersten Freiluft-Dienstags-Spiel der Saison. Während er im Krankenhaus behandelt wurde, haben wir halb im Schock andächtig weitergespielt. Spaß hat das nicht gemacht – aber nun waren wir schon mal da, dann mußte es irgendwie weitergehen. Auch dieses Foto ist das Ergebnis völliger Orientierungslosigkeit: Aua-Knöchel halten als wohlgemeinte Genesungswünsche Richtung André.
Später erwies sich die Verletzung als Waden- und Schienbeinbruch. Noch eine Woche später fragen wir uns alle, wie das passieren konnte.
Zu gern würden wir alle sagen, dass das am 1. April ein Scherz war. Vielleicht ein schlechter Scherz vom Fußball-Gott. Es war auf jedem Fall viel Schmerz für André.
Gute Besserung André.










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