
Hier das grandiose Plakat zum Turnier
MEHR: Die (unvollständige) DIA-Turnier-Historie
…wir brennen schon was drauf. Die Grenzlinien ist gezogen. Wer sein Talent rüberretten will, sollte nichts dem Zufall überlassen. Die besten Anlageberater unseres Instituts treffen sich Samstag 17:00 Uhr zum Anpfiff des diesjährigen DIA-Turniers am Haus 7a. Der 10:30 Uhr-Termin ist damit an diesem Samstag aus dem Filofax zu streichen. Schließlich müssen noch doppelte Böden im Kofferraum und Netze im Strafraum installiert werden. Dort gehen einem bekanntermaßen die größten Sünder in die Falle. Jeder der laufen kann, ist der Teilnahme verdächtig. Die einfachen Faustregeln sind: die Steuer-CD ist rund, ein Spiel dauert solange wie der Schiri dich nicht verpfeift und bloß nicht erwischen lassen. Also fleißig die Taschen vollgehauen, damit man nicht am Ende mit leeren Händen dasteht. Es geht um die Wurst und um die Pelle. Greift ruhig mal ’nem nackten Mann in die Tasche. Das wird bei ’ner Femen-Aktivistin nicht einfacher. Die Startgebühr in nicht nummerierten Scheinen einfach unter der Torlinie durchschieben. Dann klappt’s auch mit dem Pokal. Achtung: Weder Funktionäre noch Schiedsrichter sind käuflich (VHB). Am nächsten Dienstag 18 Uhr wird dann wieder brav versteuert. Großes Uli-Hoeneß-Ehrenwort.
Wer heute etwas zu sagen hat, strömt auf einen Platz, um dort seine Ansichten gut sichtbar zu demonstrieren. Ob Rasen, Tartan, Tian’anmen, Taksim oder Tahir – auf Plätzen kann man nicht nur Pokale feiern. Man kann sich auch prima verabreden, um Veränderungen zu starten. Wem der Platz gehört, dem gehören die Aufmerksamkeit. Plätze sind was Wunderbares. Auch auf uns üben sie mehrmals in der Woche eine große Faszination aus. Vor allem Dienstag 18:00 und Samstag 10:30. Dann lassen wir uns auch nicht ohne Protest von dort vertreiben. Die Gefahr geht allerdings maximal von trainierenden Vereinen statt von Wasserwerfern und Tränengas aus. Unsere Trikot-Parade ist dafür ähnlich bunt wie auf dem Taksim Meydanı und bringt Anhänger aller vorstellbaren Clubs zusammen. Sollte das nicht reichen, bleibt uns noch, unsere Botschaften mit schwarzer Farbe auf die nackte Haut zu malen. Spätestens dann gucken alle. Vielleicht heben wir uns das aber lieber für das DIA-Turnier Sieben Bürgen am 13.07. auf, wenn wir den Platz neben Haus 7a okkupieren. Meldet euch rechtzeitig unter uli@dreckbus.de an, damit wir genug Eimer Farbe vor Ort haben. Gerne RT.
Schade! Jetzt wo es raus ist, kann ich es ja sagen: Als die englische Sonntags-Presse dieses Bild druckte, platzte der Deal. Das Foto war doch doch nur für den internen Gebrauch gedacht! Arsenal ist angeblich bei einer Google-Suche auf dieses oder dieses Video gestoßen. – Was soll’s, die hatten sowieso keine Trikots in meiner Größe…
Na gut, dann spiele ich eben ab kommenden Mittwoch um 18 Uhr wieder mit Euch.
Am 2. Juni 2007 passierte so einiges: Zum Beispiel wüteten in Heiligendamm Straßenschlachten und an der Hochschule Wismar wurde friedlich Fußball gespielt, wie diese wackeligen Bilder aus den Anfängen der medialen Komplett-Überwachung zeigen. Zur Zeit (Stand Mai 2014) sind das die ältesten belegbaren Hinweise auf das DIA-Turnier im Jahr 2007.
Übrigens: Falls jemand sich fragt was Gebolz Gobold ist. Es ist die Schriftart, die die Trikots „Reich und Schön“ ziert. Ob Reich oder Schön gewonnen hat, ist nicht überliefert. Wer in Heiligendamm gewonnen oder verloren hat auch nicht.
Und hier noch eine Anekdote über die „Vorreiterrolle“ des DIA-Turniers: Hier im Video (bei Sekunde 48) hat sich Pep im Videostudium sieben Jahre zuvor eine seiner angeblich so revolutionären Motivationsmethoden abgeschaut:
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.