Bin i König

Endlich ist auch der letzte Big Player an Bord. Lang genug hat es gedauert. Viele dachten schon: nanu, ist denen das Thema etwa nicht wichtig? Es gehört doch quasi zum guten Ton und in diese Zeit. Wie kann man da nur den Anschluss verpassen, wenn Geld keine Rolle spielen sollte. Da muss doch schon fast böser Wille oder wenigstens die pure Ignoranz am Start sein, wenn man sich dem verweigert. Aber jetzt scheint alles auf dem normalen Weg zu sein. Wer jetzt immer noch denkt, dass ich von der Frauenmannschaft des BVB rede, dem ist eventuell die Meldung durchgerutscht, dass die Saudis Newcastle United gekauft haben. In Newcastle selbst kam das jetzt wohl nicht so überraschend. Es war vor allem relativ einfach Mohammed Bin Salman-Masken zu kaufen, um damit gestern vor dem Stadion zu feiern. Der langweilige Zweikampf um die Champions League zwischen Abu Dhabi und Katar ist endlich zu einem spannenden Dreikampf geworden. Newcastle kann natürlich noch nicht sofort auf Augenhöhe sein. Aber es wird etwas schneller gehen, als mit dem knausrigen Vorbesitzer Mike Ashley. Jetzt wird investiert. Also wenn die Transferfenster endlich wieder öffnen. Die Bundesligisten stellen schon einmal ihre verbeulte Silberware in die selbigen. Denen kannste jetzt wirklich alles verkaufen, was ein paar Instafollower mitbringt. Das frische Geld muss unter die Leute solange die Tankstellen noch Öl kaufen. Und da besteht nun gerade in England doch offensichtlich weiterhin eine sehr hohe Nachfrage. Vollgetankte Rechtslenker sind in diesen Tagen auf der Insel eine Rarität. Vielleicht wird der erste Neuzugang bei Newcastle auch nicht Karim Benzema sondern ein gut ausgeschlafener LKW-Fahrer aus Neuburg. Das ist immerhin die deutsche Version von Newcastle. Darauf eine Kopfgrätsche (Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00), was die Saudis angeblich mit „Khashoggi“ übersetzen.