Woche für Woche stellen sich auf dem Platz die Fragen: „wer mit wem?“, „wer gegen wen?“, „von wo nach wo?“, „was ist was?“ und „welches ist das letzte Tor?“. Schwierige Entscheidungen, die gut abgewogen sein wollen. Schön, dass es dagegen noch einfache Entscheidungen in der Welt des Fu$$balls gefällt werden. Z.B. wer für das nächste halbe Jahr FIFA-Präsident sein muss, bevor das FBI anklopft. Bei diesen Aussichten lohnt es sich gar nicht groß, die Namensschilder auszuwechseln – obwohl es sich allein für Namen wie Infantino oder Champagne reizvoll ist. Nicht umsonst habe auch ich unter meinem Künstlernamen Tokyo Sexwale auf gut Glück meine Bewerbung eingereicht. Natürlich klingt das nach einem Filmtitel aus der Trashnight, aber allein der Spaß, diesen Namen in großen Comic-Sans-Leuchtbuchstaben vom Dach der FIFA-Zentrale über den Zürichsee leuchten zu sehen, ist es wert. Das ist bestimmt realistischer als die Kopfgrätsche-Lettern vom Dach der neuen Wismarena blinken zu sehen. Von Kopfgrätsche-Fußball im Schatten der Arena ganz zu schweigen. Samstag 10:30 genießen wir wehmütig den freien Blick in die Botanik und gedenken all der ausgewilderten Bälle, die wir jahrelang in diesem Biotop versenkt haben. Bevor dieses Multifunktionsschlachtschiff uns versenkt.