Kopfgrätsche mit Ä!

Seit Jahren gilt Samstag 10:30 als bewährte Kopfgrätsche-Zeit. Auch wenn immer irgendjemand sagt: „Kinners, wir müsse heut e bissche schneller mache, ich hab nett so viel Zeit. Also lasst uns den Käs‘ e bissche schneller runnerkurbele.“ Und nun höre ich doch tatsächlich im Radio (!), dass die UFA am Samstag im KTC Rostock Talente jeglicher Art für diverse TV-Formate castet. Quasi das Talent des Jahres, welches vom lustischen Glückshäschen dann bekanntgegeben wird. Wenn der Dödel nett des Briefchen vergisst. Klassischerweise kann man sich mit einem Lied präsentieren. Entweder „Mein Vati hat drei grunzende Schweine“, „Highway to Hell“ von C&A oder ein Lied von Karel Gott. Das ganze wahlweise in Arizona-Blau oder Kalifornia-Gelb (da sieht man aber immer irgendwie so aus, als hätte man die Gelbsucht). Im richten Licht kommt dann der weiße Rolli auch todschick rüber. Solange man vorher die persönliche Glücksmelodie summt, sollte alles glatt gehen. Ich summe die auch jeden Samstag vor dem Spiel. Es sollte also klappen, dass sich trotz des Castings noch genug Kopfgrätscher zum kopfgrätschen einfinden. Ich bin ja sowieso schon seit 30 Jahren dabei. Nur einmal war ich krank. 39 Fieber. Ich hab gehört, der Henne wollte auch kommen. Also, der ganze Sauhaufen auf Position! Und Gute Nacht!