Bottle of Britain

Bei diesem Wetterchen sollte man stets auf Mario Basler, den Schutzheiligen der Dehydrierten, hören und genug trinken. Vielleicht kann man Samstag 10:30 und Mittwoch 18:30 noch etwas Fußball spielen, aber eher so auf die Basler-Art. Bloß nicht zu viel laufen und lieber die Standardsituationen nutzen, um zu glänzen. Und falls man beim Eckball einen Hut angeboten bekommt, kann man den ruhisch uffsedse. Des schadd nix. Als wir des ledzde mal Eurobbameisde geworde sinn, drübbe in England, da war de Mario mid dabei un had uffgebassd, dass de Oliver Bier(!)hoff, de Domas Helmer un auch de Domas Strunz immer Nachschub mit volle Flaschen an de Hodelba von Moddräm Hoall hadde. Na klar, Andi Brehme, Thomas Berthold oder Effe waren ja nicht mehr dabei. Mario machte zwar vor dem Turnier mit seinem Wechsel zu den Bayern die größten Schlagzeilen, aber sportlich konnte er aufgrund einer Verletzung nicht eingreifen. Liebend gern hätte er sich wie Gazza beim Jubel gegen Schottland auf den Dentist Chair gelegt. Aber am Tag des zweiten Vorrundenspiels gegen Russland flog er nach Hause, weil er im Training den russischen Star Andrej Kanchelskis doubeln sollte und Christian Ziege ihn im Zweikampf kaputt trat. Danach doubelte er nur noch den russischen Präsidenten Boris Yelzin mit dem nach ihm benannten Getränk zu Hause auf der Couch und wartete auf seine Medaille. Laut seiner Biographie „Eigentlisch bin isch ein subber Düb“ tut er das bis heute.