Eine späte Spielankündigung bedeutet, dass der Autor an dem Veröffentlichungstag einfach faul im Bett geblieben ist. Weil es eben auch ein Feiertag für alle ist, obwohl eigentlich die Errungenschaften der Frauen gefeiert werden sollen. Aber anders als am Herrentag kann man sich nach dem späten Aufstehen doch noch vor die Tür wagen, ohne von einem Bierbike überfahren zu werden. Oder man kann wenigsten die Zeit herausarbeiten, die man Samstag 10:30 zum Kopfgrätschen frei bekommen könnte. Deshalb werde ich nach dem faulen Tagesstart auch nicht allzu lang mit Buchstaben rumtrödeln. Ich guck nur noch mal nach der Zeichensetzung und den dem des Genitiv. Nachdem diese Woche alle Social-Media-Kanäle mit Anzeigenhauptmeister Niclas Matthei gefüllt waren, möchte man sich doch wenigstens etwas Mühe geben. Da gucken wir lieber noch einmal nach, ob das Accent aigu nicht doch ein Accent grave ist. Oh verdammt, die Adresse in der Datenschutzerklärung ist noch nicht aktualisiert und mein Stollenprofil ist auch nicht mehr tief genug. Lasst uns morgen wenigstens die neongelben Leibchen einsetzen und im Zweifel lieber schon auf dem Weg zum Kopfgrätschen überstreifen. Sehen und gesehen werden ist auf dem Platz und im Straßenverkehr essentiell. Vielleicht möchte Niclas ja auch mal bei uns den Schiedsrichter machen. Er hat auf jeden Fall sein Maßband dabei, um zu überprüfen, welcher Ball wirklich aus war. Ich könnte aber verstehen, wenn er keine Zeit dafür hat und inzwischen schon einen festen Job im Kölner Keller angeboten bekommen hat. Wir können bei den Regelverstößen in den deutschen Stadien am Wochenende garantiert mit einigen Anzeigenhauptmeister-Memes rechnen. Dafür muss nicht einmal der VfL Bochum den Bus vor dem eigenen Tor parken. Und ihr dachtet wirklich, dass das mit den neongelben Spielunterbrechungen ein Ende hat?