Just a shot away

Oh, a dusk is threat’ning
My football life today
If I don’t get some shelter
Oh yeah, I’m gonna fade away

Ball, children, it’s just a shot away
It’s just a shot away
Ball, children, it’s just a shot away
It’s just a shot away

Die Rolling Stones des Klein- bis Mittelfeldgebolzes suchen also mal wieder eine neue Heimat. Für ihren Stadionrock benötigen die alten Knochen schließlich eine entsprechende Lightshow. Gefühlt sind Sie schon seit Schwarzweiß-Zeiten unterwegs und der Schweiß rinnt in tiefen Furchen von ihren Stirnen. Sie haben schon Wiese, Tartan, Hallenboden, Kunstrasen und Sand bespielt auf ihrer endlosen Tour. Jeder dunkle Herbst bringt Gerüchte über einen Renteneintritt, doch bisher kamen sie immer wieder. Spätestens wenn das Sonnenlicht ihre trüben Augen trifft, treibt es sie wieder auf die Plätze dieser Welt. Die nächsten Termine der Gimme-Shelter-Tour: Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 bis Shine a light verklingt für die Sonne der Vorhang fällt.

Siri, ich steh frei!

Ich bin gut vorbereitet. Mit dem Update auf iOS 8 habe ich quasi alles dabei, damit ich Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 nicht als Letzter ins Team gewählt werde, z.B. einen Kameratimer für den Selbstauslöser. Essentiell für den Kopfgrätscher von heute. Beim nächsten Update gibt es ja vielleicht auch noch eine kleine rote Lampe, die anzeigt wann die Kamera auslöst. Aber greifen wir dem technischen Fortschritt nicht zu weit voraus. Probieren wir erst einmal die neue Health-App aus. Das Herz im Icon macht schon mal Appetit auf Lebkuchen. Die beste Voraussetzung für ein schlechtes Gewissen, was wiederum die beste Voraussetzung für Sport ist. Die App misst nicht nur die gemachten Schritte. Sie entlarvt auch alle, die behaupten sie hätten einen Pass ganz zärtlich gespielt oder mich nicht gesehen, als ich wild fuchtelnd und schreiend frei vor dem Tor auf mich aufmerksam machte. Wieviele Tore wir schießen, müssen wir aber weiterhin selbst mit den Fingern zählen oder mit Rotzeflecken im Strafraum markieren. Aber vielleicht entwickelt ja jemand demnächst eine Rotze-App, die fast alle unsere Probleme löst. Vom dauernden Gequatsche mit Siri ist mein Mund ist jedenfalls zu trocken dafür.

Team der Stunde

So, da isser wieder. Und hat Zeit für euch. Ganz viel Zeit. So viel, um Samstag 10:30 erst einmal alle Junior-Leibchen nacheinander anzuziehen und dann minutenlang nahezu bewegungsunfähig über den Platz zu irren. Irre viel Zeit, um die Mannschaften genau auszuwählen, damit sich alle Stärken, Schwächen und Formschwankungen detailgenau gegeneinander aufheben. Noch mehr Zeit, um jeden Ballbesitz in mehreren Runden Schnick-Schnack-Schnuck zu verhandeln. Schließlich beginnt bald die Fußballtennis-Saison und da gilt es die spielentscheidende Maßnahme zu beherrschen. Bei uns gibt es immerhin keinen Schiedsrichter, der willkürlich Ball und Zeit verteilt. Da entscheidet noch das Momentum. Wahnsinnig viel Zeit, um der Sonne zuzusehen, wie sie ihre Kreise zieht und Mittwochs früher als Mancheiner mit Anschlußtermin vom Platz verschwindet. Der pünktliche Beginn 18:00 ist quasi relativ aber notwendig. Stellt alle Alarme auf eurer AppleWatch scharf, sonst ist es zu spät. Sonst ist es finster und mit der Winterzeit füllt sich langsam wieder die Sanduhr, der natürliche Vorbote des Beachsoccers. Also, nehmt die Zeit von der Uhr und zählt die verschwitzten Stunden nur.

Meinten Sie: Kopfwäsche?

Hallo Sportsfreund! Du wurdest nominiert. Irgendjemand im Internet hat deinen Namen gerufen. Du hast es vielleicht nicht gehört, aber alle anderen schon. Jetzt gibt es also kein zurück. Du musst es tun. Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 musst du dir urplötzlich kaltes Wasser über deine Restfrisur laufen lassen. Manche nennen das #IceBucketChallenge, wir nennen es normales norddeutsches Kopfgrätsche-Wetter. Jetzt fragst du dich bestimmt: Warum ich? Gibt es niemand anderen von Interesse? Alle Bundesligaspieler wurden leider schon nominiert und die Weltmeister sogar doppelt. Die deutsche B-Prominenz ist quasi auch schon komplett nass. Also musst du es tun, bevor der Hype vorbei ist. Der Preis für dein Zaudern wird unmenschlich sein. Das regelmäßige Waschen der Leibchen von Hand während meines Urlaubs z.B. Auf jeden Fall muss die Tat dokumentiert sein. Aus diesem Grund müssen wir diesmal ausnahmsweise eine Kamera einsetzen. Der gemeine Kopfgrätscher ist ja von Natur aus nicht nur wasser- sondern auch fotoscheu. Dafür darfst du jetzt 3 weitere Opfer nominieren, die sich dem Kopfgrätsche-Wetter aussetzen müssen. Damit wäre meine Urlaubsvertretung auch gesichert.

Köttbullar mit Eierlikör und Apfelmus

Hej där. Das alljährliche Schwedenfest steht an und einige Einheimische werden die mühsam beim kopfgrätschen erarbeitete Kondition nutzen, um zu flüchten. Verständlich, wer kann ein Schwedenfest ohne Zlatan Ibrahimovic schon ernst nehmen? Aber alles halb so wild. Das eine oder andere Feuerwerk hält die Tourifalle doch bereit. Z.B. Samstag 10:30 die große Wachablösung von schlaftrunkend zu hellwach beim Frühschoppen mit Fahnenappell in dem großen Feldlager (also dem mit Kunstrasen). Das ist quasi wie Wikingerschach, nur ohne Köttbullar. Wetten dass, es bei dieser historischen Schlachtendarstellung garantiert mehr Stürmer zu sehen gibt, als bei der NDR-Sommertour? Unseren besten Mann haben wir allerdings für den Schwedenlauf am Sonntag Vormittag aufgehoben. Er hat sich in den letzten Wochen extra laufarm ernährt und rennt für die Kopfgrätsche mit der 24 auf dem Rücken. Man munkelt, dass er eigentlich nur ein eigenes Mannschaftsfoto machen will und nach 2 Kilometern einen Schwedeneisbecher löffelt. Vielleicht macht er aber auch noch das Quietscheentenrennen mit und läuft durch bis Mittwoch 18:00. Dann müssen wir ihm nur noch einen Ball zuwerfen und uns an seinen Moves ergötzen. Mal gucken, ob die dann eher nach Zlatan oder Christina Stürmer aussehen.

Wer andern eine Grube grätscht…

Liebe Kopfgrätsche. Um die Irreführung Ihrer Follower zu verhindern, bitten wir Sie, jeden Anschein von Profifußball zu vermeiden. Fußball ist ein Premium-Produkt der Fifa, das von Experten wie Christiano Ronaldo, Lionel Messi und Kevin Großkreutz erstellt wird. Durch ihr billiges Plagiat können User getäuscht werden, die am Ende glauben, Sie wären gut genug für eine aktive WM-Teilnahme. Das Nutzen des Hanuta/Duplo-Sticker-Generators ist dabei nur ein Aspekt. Nicht zuletzt Ihrem übermotivierten Auftreten ist es höchstwahrscheinlich zu verdanken, dass fast alle ambitionierten Vereine weltweit denken, es gebe einen Marco Reus für jeden Verein zu jedem Preis. Bevor noch jemand aus Manchester oder München sein Rabattmarkenheftchen auf den Markt schmeißt, bitte ich Sie auf Fanshirts von Rossmann und Joggingschuhe downzugraden. Verzichten Sie bitte Trendfrisuren und verschiedenfarbiges Schuhwerk. Bitte beschränken sie sich auf unverfängliche Orte und Zeiten. Wir bieten Ihnen die kostenfreie Nutzung eines halben Kunstrasenplatzes Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 an. Für Fragen schreiben Sie mir bitte unter socialmediaexpertin@bigdata.de. Danke für Ihr Verständnis.

Balduin der Ballvertändler

Stillgestanden! Und schön in die Augen gucken! Wer kann mir sagen, was der Unterschied zwischen einem Nudisten und einem Polizisten ist? Na? Na? Falsch! Der Nudist ist der ohne Kleider und der Polizist der mit. Nein? Doch! Ohh. Bei dem Wetterchen am Wochenende kann man so vielleicht die beiden Teams auseinanderhalten. Bevor noch jemand Samstag 10:30 ein Leibchen überziehen muss und ganz weich im Überstübchen wird. Und dann zeigen wir den Nudisten was eine Harke ist, eine Horde verhaften und wie eine Schafherde zur Gendarmerie treiben. Hoffentlich sind es keine Außerirdischen und es gibt im Anschluss eine Parade am Hafen von St. Tropez. Stillgestanden, hab ich gesagt! Da kommt doch noch was. Gibt doch noch einen zweiten Termin in der Woche. Der bleibt auch vorerst am Mittwoch 18:00. Was? Dienstag? Papperlapapp! Wir gucken wie die kommenden Trainingstermine aussehen. Schreiben sie sich das hinter die Ohren! – Hm, kleines Ohr ist schnell beschrieben! Und das heißt „Jawohl Chef“! Wie heißt ihre Mutter? Madeleine? Sie antworten mit „Jawohl Chef“! Geht doch. Ahhh, da ist ja schon die Schwester Oberin in der 2 CV. Wegtreten!

Über Außen in der Welt

Seitdem wir regelmäßig den Kunstrasen beackern, wird das Tartangelände nur noch unregelmäßig abgenutzt. Manchmal wird man schon wehmütig, wenn man auf das leere Gummi blickt, das uns zu dem gemacht hat was wir heute sind: Multinockenträger mit Gelenkschmerzen und roten Krümeln im Schuh. Nur aufm Gummi konnte man Torwart und Linksaußen in Personalunion geben. Am Ende gibt es dort ja nur zwei Positionen: auf dem Feld und woanders (wahlweise im eigenen Bett, am Strand oder bei einer Familienfeier). Auf dem großen Feld muss man dort spielen, wo einen der Trainer hinstellt. Gerade bei den warmen Temperaturen empfiehlt es sich den Hauptteil der Energie in die Stimme zu investieren, um die Mitspieler die Löcher zulaufen zu lassen. Auffällig ist, dass trotz der stärkeren Orientierung an den Profis, die Außenverteidigerposition oft frei bleibt. Jeder, der nur zum Spaß kickt, kann schwer verstehen was daran toll ist, die ganze Zeit an dieser Linie entlang zu rennen. Kein Wunder, dass der Fipsi da nur noch bedingt Bock drauf hat. Jedenfalls bei den Länderspielen hat er sich für die Alternativposition woanders (wahlweise im eigenen Bett, am Strand oder bei einer Familienfeier) entschieden. Ich bin weniger anspruchsvoll und stehe auch Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 wieder auf Kunstrasen oder Tartan, um alle Löcher zwischen Torwart und Linksaußen zuzulaufen.

Ist das das Finale?

Berechtigte Frage. Immerhin hat uns Hollywood gelehrt, dass man das Finale an Feenstaub, pathetischer Musik und Superzeitlupe erkennt. Wenn man sich dann plötzlich in Realtime mit dem Happy-Song wieder findet, darf man schon mal zweifeln. Für den maximalen Genuss solch besonderer Spiele ist unbedingt eine Verlängerung von Nöten. Beim diesjährigen DIA-Turnier gab es bei beiden Halbfinals und im Finale ein dramatisches 3 – 3,5m-Schießen zusätzlich obendrauf. Dort wurde klar: um das klassische deutsche Talent für Strafstöße ist es in diesem Jahr schlecht bestellt. Sogar die DFB11 hat sich in ihrem Finale darum gedrückt. Am Ende triumphierten die Pflaumen mit ihrer harten Schale über die Granatäpfel und hefteten sich eine zweite Sternfrucht an ihr Revers. Den Zitronen blieb nach dem Vorrundensieg im Endspiel nur die bittere Rolle des sauren Zuschauers. Auch die Brasilianer waren mal wieder nicht reif genug fürs Finale. Die malträtierten Gurken hatten nach der Gruppenphase schlimme Druckstellen und verlegten sich fortan auf die Dokumentation des Restturniers. Sie gingen dabei ungefähr so:  /°\
Aber am Ende war eh alles Fruchtsalat. Einen großen Dank an alle Mitwirkenden auf und neben dem Platz. Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 geht es wieder auf die altbekannte Fanmeile. Denkt euch schon einmal eine originelle und finalwürdige Performance aus. Hoffentlich macht sich diesmal keiner zum Obst.

Steinobst des Anstoßes

Da plant man wochenlang solch ein Mega-Event. Schiebt die engen Terminfenster hin und her, verlegt sogar extra den Sommer, textet eine Hymne für den 3. Platz auf die Melodie von „Atemlos“ und dann das. Anstatt, dass das @DFBTeam wie geplant für den Virgin-Colada-Absacker nach dem DIA-Turnier sorgt, verlegen die ihren Turnierabschluss auf Sonntag. Stattdessen müssen wir jetzt mit der B-Ware aus Brasilien Vorlieb nehmen, die das Spiel um den Bronzerang total überflüssig findet. Die Konsequenz kann nur sein, dass das Turnier Samstag 17:00 umso frischer wird. Viele aktuelle und fast vergessene Sorten haben sich angekündigt, um zu demonstrieren wie man sich mit Anstand über die goldene Ananas freut. Mit dem nötigen Vitamin B landet man in einem knackigen Team, dass nicht nach dem Halbfinale mit Druckstellen saft- und kernlos in der Biotonne landet. Als oranges Fallobst wird es schwer mit dem Finale (fragt nach bei Robben). Am Ende wird sich sicher ein verdienter Sieger zwischen grün und überreif herausschälen. Aber da es auch danach immer weiter geht, kompostieren wir uns Mittwoch 18:00 natürlich schon wieder auf dem Platz. Das lange geplante erste Testspiel nach der WM lautet ja schließlich auch #GERARG. Fußball ist eben das, was passiert, während du versuchst Tippspiele zu gewinnen.

Aux armes, chanteurs!

„Zu den Waffen, Bürger! Formt eure Truppen! Marschieren wir, marschieren wir! Unreines Blut tränke unsere Furchen!“ Da ist man doch glatt in der Stimmung eine brennende Barrikade zu errichten. Oder in eine Eistonne zu treten. Hierzulande braucht man dafür schon freche Fragen von öffentlich-rechtlichen Reportern nach 120 Minuten Rennerei. Das können wir natürlich Samstag 10:30 und Mittwoch (!) 18:00 mit unseren Mitteln auch simulieren. Aber wer weiß schon, ob es nachher wirklich über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Hilft es, die Nationalhymne noch bis zur Halbzeitpause weiterzusingen? Muss man sich dabei anfassen? Verbraucht das Textgedächtnis nicht wichtigen Speicherplatz? Die Spanier haben keinen Text und sind schon zu Hause. In den letzten Jahren hat sie das beim Gewinnen aber nicht gestört. Blendet man bei den Hymnen die dazugehörigen Videotexttafeln ein, wird’s schnell martialisch und blutig. Da müsste man schon Kevin Großkreutz aufstellen. Der weiß wenigstens, wie man eine Halbzeit lang cool bleibt. Oder man macht aus solch einer Kriegshymne mal ein Liebeslied. Ich sehe es schon vor mir: das Intro der Marseillaise, gefolgt von „Love Love Love“ und dann kommt Kai Pflaume. Magique!

„Wollt ihr ein erfolgreiches DIA-Turnier? Oder wollt ihr wieder ausscheiden?“

Einladung zum DIA-Turnier 2014, zum vorgezogenen Spiel um Platz 3.
Folgende Früchte spielen um die Goldene Ananas:

Die Goldenen Zitronen
Die Blauen Pflaumen
Die Roten Granatäpfel
Die Grüne Gurkentruppe

Ich versteh die ganze Fragerei nicht, wir sind weit gekommen, wir sind supperhappy. Wir spielen wie immer 4+1, 4 gesetzte Mannschaften, 2 optionale. Voranmeldungen erwünscht, Teamchefs mit fertigen Teams müssen sich bis Montag den 7.7. bei mir melden und jetzt legen wir uns nochmal für 3 Tage in die Eistonne.

Grüsse,
Euer Per Mertesacker

Entschuldigen Sie, ist das der Sondermüll vom Campo?

Die Luft aufgepumpt? Die Bremsen gecheckt? Die Leuchtmittel poliert? Dann seid ihr bereit für die „Goldene1“. Oder einen Fahrradkorso. Die sportlichen Ziele wurden zwar gerade erreicht, indem ein Klima-Schurkenstaat mit der Spartaste weggespült wurde. Aber solange es in Brasilien immer noch regnet, in Russland immer noch Winter ist und in Katar immer noch kein Rucola wächst, werdet ihr feststellen, dass man italienische Verteidiger nicht essen kann. Und obwohl der Fußball laut CO2-Bilanz gesperrt gehört, ist bei diesen Wetterextremen eine Klimaanlage eigentlich ein Muss. Die krieg ich aber nicht an meinen Fahrradlenker. Aber wer gleichbleibende klimatische Bedingungen möchte, macht den nächsten Autokorso am besten mit geschlossenen Fenstern und hupt nur noch in der Garage. Alle, die lieber klingeln, führt der nächste Fahrradkorso Samstag 10:30 zum Platz. Dort wird durch natürliche Laufbereitschaft brandgerodet und rückstandslos abgebaute Kondition präsentiert. Die Altstoffe werden wie immer getrennt, indem die eine Hälfte mit selbstleuchtenden Leibchen gekennzeichnet wird. Eine Blitzumfrage hat zudem ergeben, dass wir Dienstag 18:00 Argentinien und Schweiz trotz der Vielzahl furzender Rinder die Bühne überlassen. Wir geben dafür Mittwoch 18:00 wieder Gas.

PS: Brazilcafé – Montag 22:00

Glückstreffer versenkt

Liebe Freunde des Café King. Ist es nicht toll, dass Tippen nach Meckern und Falschparker aufschreiben endlich Volkssport geworden ist? Endlich wird in allen Betrieben der Republik ein für allemal geklärt, wer hier Ahnung hat. Endlich kommt das Zocken aus der Schmuddelecke, in die es unverschuldet durch kleinere Anpassungen bei unwichtigen Trainingsspielen geraten ist. Die sogenannten Experten sind mit einmal so klein mit Schwarz-rot-gold-Perücke, nur weil sie wirklich dachten, dass eine Basketballnation wie Spanien wirklich den Hauch einer Chance im Fußball hätte. Diese Leute nerven das ganze Jahr über mit ihrem nutzlosen Wissen über die dritte thailändische Liga und bremsen wissenschaftliche Methoden wie Auspendeln und Tarot aus. Jetzt ist die Zeit von knuffigen Tieren, die so lange ihre Leibspeise fressen müssen bis sie das Deutschland-Leckerli wählen oder auf die Fahne kotzen. Die Mücke, die mich grad in den Arm mit dem Tattoo der Heimmannschaft gestochen hat, liefert mir die nötigen Hintergrundinformationen über die Spiele Samstag 10:30 und Dienstag 18:00. Ich leg mich fest: 15 Mitspieler, 23 Tore und 1 Gesichtstreffer. Es sollte mich arg wundern, wenn mich das Glück diesmal verfehlt.

Always one Sepp ahead

Jetzt geht’s lohos. Der flotte Beginn des größten Turniers des Erdenrunds hat vergessen lassen, dass wir einem Novum nicht beiwohnen durften. Der Präsident der Präsidenten durfte den jungen Menschen keine warmen Worte mit auf den Weg geben bzw. er wollte es nicht. Kopfgrätsche wurde ein Päckchen Karteikarten zugespielt, das vermuten lässt warum. Whistleblow Anfang: „Völker des Universums schaut auf diesen Planeten. Hier gibt es tatsächlich noch Stümper, die zweimal in der Woche (Samstag 10:30 + Dienstag 18:00) sich selbst die Pike schmutzig machen. Die sich in Felle statt offizielles Merchandise kleiden. Die sich selbst aus dem Hahn gezapfte Getränke mitbringen. Die auf Plätzen ohne direkten Anschluss an Flughafen und lizensierte Fanmeile spielen. Sie verschmähen sogar das offizielle Sprühlinienspray in der Gemacksrichtung Käsefondue. Mit diesen ewig Gestrigen wird eine WM immer ein globales Turnier bleiben. Wir bleiben an diesem unprofitablen Gesteinsbrocken kleben, der zu allem Unglück auch noch zu 71% von Wasser bedeckt ist. Darüber denkt bitte jeder noch mal in Ruhe nach, bevor er mit dem Bogen auf mich zielt. Hiermit erkläre ich diese WM für eröffnet. Narrhallamarsch!“    Whistleblow Ende. Ach nee, war ein Elfmeterpfiff… oh…

Kurzärmliche Verhältnisse

Herzlich Willkommen zum großen Kopfgrätsche-Trikottausch! Ist die Trikotage, die ihr normalerweise Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 tragt, ausgeblichen, ausgeleiert oder durchgeschwitzt? Könnt ihr euch nicht für das neue pinkfarbene Real Madrid-Jersey erwärmen? Habt ihr Angst vor dem Freddy-Krüger-Gedächtnistrikot der DFB-Elf? Tauscht jetzt eure Oberbekleidung gegen ein Stöffchen aus dem Kopfgrätsche-Shop. Der allerletzte Schrei in den Sorbetfarben der Saison. Auf Wunsch mit eurer Lieblingsprimzahl als Rückennummer. In allen Größen von Arjen Robben bis Tim Wiese. Zwar ohne jeden wirtschaftlichen Vorteil für uns, aber dressed for success. Und falls jemand von der DFL fragt, was dieses „de“ bedeutet, sagt ihr bitte: dynamischer Ertüchtigungssport. Dafür sollte man in der Spreadshirt-Stadt Leipzig viel Verständnis haben. Bei der Farbwahl seid ihr natürlich völlig frei. Die Teams werden der Einfachheit halber anhand der Quersumme der Trikotnummern gebildet. Und wenn dann alle in allen Regenbogenfarben ausgerüstet sind, können wir uns den wirklich wichtigen Dingen widmen: Fähnchen und Außenspiegelüberzieher fürs Auto.
Zum Kopfgrätsche-Trikottausch-Shop >

 

Laufen und laufen lassen

So eine WM-Vorbereitung muss ja die reinste Klassenfahrt sein. Nur, dass bei besonders talentierten Klassen die Sause gern mal von Daxkonzernen gesponsert wird. Dafür muss man nur zwischen zwei Trainingseinheiten Alarm für Cobra 11 nachspielen und lernt Skills fürs Leben, die man garantiert in jedem Land dieser Welt gebrauchen kann. Brasilien liebt nicht erst seit Senna gute Rennfahrer, womit Jogis Jungs der Titel Weltmeister der Herzen grundsätzlich kaum noch zu nehmen ist. Am Herrentag dürft ihr euch ausnahmsweise wie WM-Teilnehmer benehmen, inklusive Wildpinkeln. Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 sind allerdings wieder Gentlemenspieler erwünscht. Immerhin sind wir doch Vorbilder – für wen auch immer. Besonders gut austrainiert sind wir natürlich nicht, aber dafür sparen wir uns die Tebarz-von-Elst-Gedächtnis-Herberge und die Abramowitsch-Yacht im Pool, die von echten Indios durch den Urwald geschleppt wurde. Gegen den Lagerkoller schläft sogar jeder in seinem eigenen Bett ohne unangekündigten Damenbesuch nach dem Zapfenstreich. Damit bleiben uns auch dieses Jahr nur die Sticker aus dem Generator und eine strenge Hanuta-Diät. Mifft!

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Das Lineare muss ins Runde

Huch! Jetzt haben wir doch glatt vergessen unsere Plakate aufzukleben. An allen Laternenpfählen kleben jetzt schon andere Gesichter, die oft die falschen Prioritäten setzen. Statt „Raus aus dem Abseits!“ „Raus aus dem Euro!“.  Statt gegen „Urlaubääär“ wettern sie gegen „Sozialtouristen“. Und immer wieder ist Überregulierung das Thema. Das kann man doch nur fordern, wenn man gegen die Torlinientechnik ist. Kopfgrätsche hat sich diesbezüglich schon vor Jahren eindeutig positioniert. Schon bevor es überhaupt Mode geworden ist, von jedem Tor ein interaktives 3D-Rendering zu machen, haben wir den Stolperdraht zwischen den Pfosten im Programm. Des Weiteren fordern wir einen Chip in dem Fuß des Verteidigers, der für das Herausschlagen des Balles zuständig ist. Ergänzt durch eine unauffällige Frisur, die nicht dauern die Entscheidungsträger ablenkt. Nur so werden die Schiedsrichter davor geschützt, Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 auch noch arbeiten zu müssen. Aber ohne Plakate, Kugelschreiber und Luftballons muss eben dieser Aufruf ausreichen, um euch zu den Kundgebungen auf den Platz zu locken. Es ist die Pflicht eines jeden anständigen Bürgers, der einigermaßen Kicken und „Tor“ rufen kann, uns seine Stimme und am besten auch den Rest seines Körpers zu geben. Und denkt dran: Hingehen reicht nicht, man muss auch manchmal rennen.

Zwei gekreuzte Sorten und ein großes DIA

Mit Zeichen muss man vorsichtig umgehen. Viele sehen darin ein Omen, andere schlecht ausgeglichene Typo in Comic Sans. Und wieder andere versteckte Werbung für eine Brausemarke. Und wenn man damit andere Botschaften „neutralisiert“, gibt’s auf die Hörner. Darum werden die Zeichen ab und zu minimal angepasst. Wichtig ist ja nur, dass man von der Steiermark bis zum Lerchenberg erkennt, dass die heilige Dreifaltigkeit des Fußballbloggens gleichberechtigt wichtige Denkanstöße gibt, damit sich die Füße Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 wieder bewegen. Dazu nutzt das Perpetuum mobile alle zur Verfügung stehenden Braintools in Form von Wort, Bild und Ton und kaschiert seine technischen Mängel in den Extremitäten. Das Fußballerische Niveau des diesjährigen DIA-Turniers kann somit auch wieder von der B-Note ausgeglichen werden. Rasen, Tartan, Asche oder Blech – die Frage der Bodenprägung ist zweitrangig. Notiert euch deshalb schon heute die Mindesthaltbarkeitsdaten:

Freche Früchte spielen um die goldene Ananas.
Am 12.7.14, 17:00, Festwiese Haus 7A.
Frutas insolentes brincar o abacaxi de ouro.
Em 7/12/14, 17:00, Festwiese Casa 7A.

Eventuelle Ähnlichkeiten mit Genussmitteln, die die Schutzatmosphäre verletzen sind rein zufällig und als Serviervorschlag zu sehen. Wohl bekommt’s.