Spirit of the Hawkeye

Tooor. Nee, doch nicht. Oder? Warte mal, was sagt die Kamera? Soso, ein billiges Abstaubertor. Mit der Pike fast noch versaut. Schütze, hätte eigentlich abspielen müssen. Aber er braucht die Prämie. Hat hohe Wettschulden bzw. hatte. Und er wünscht sich ein Jogi-Löw-Pflegeset zu Weihnachten. Sagt jedenfalls sein Wunschzettel. Die Auswertung des Eyetrackings zeigt, dass er die Info Samstag 10:30 wahrgenommen hat. Danach hat er erst einmal die Temperaturen auf der Wetter-Seite gecheckt und bei Zalando nach Hallenschuhen gesucht. Der Filter war auf kunterbunt eingestellt. Auf dem abschließenden Mannschaftsfoto fehlt er. Hat dafür ein Bild von einem Teller Königsberger Klopse gepostet. Bisher hat er der Technik eher misstraut. Dabei hat diese sich beim Tennis bewährt und da ist nie ein strittiges Tor gefallen. Früher wurden Tore vor die Linie gezogen oder Flaschen als Pfosten benutzt. Oder auch mal 3 Pflaster zum Spiel mitgebracht, um auch noch die Linse blind zu machen. Bei maximalem optischen Zoom fällt auf, dass der Schütze demnächst die Reihe Rooney, Klopp, Höwedes logisch fortsetzen wird. Schalten wir also die Werbebande schnell mal auf die aktuelle Clinic Aesthetica-Aktion „Zwei Geheimratsecken zum Preis von einer“ um. Das passt noch auf seinen Wunschzettel.

Kann Spuren von Schüssen enthalten

Ultrageheimes Familienrezept für den gelungenen 1. Advent: Man nehme 12 bis 16 gut abgehangene Rumpelfüße (für Großfamilien die Menge verdoppeln). Die Talente abwiegen, von der groben Masse trennen und gut verrühren, so fällt ihre dominante Note kaum ins Gewicht. Die Hälfte der Masse mit Orangenglasur bestreichen. Alles zusammen am Samstag 10:30 in alle 4 Ecken des Platzes ausrollen. Dabei vorsichtig den feinen Puderzucker vom Boden grätschen. Die Glanzstücke mit der bestechenden Rechteckform ausstechen und nicht vergessen mitzuzählen. Nach der Hälfte der Spielzeit die Seiten wechseln, damit alle rundum knusprig werden und im eigenen Saft einkochen. Wenn alles warmgespielt ist, gib mich die Kirsche. Ich kümmere mich gern ums abschließende Sahnehäubchen. Bevor alles verduftet ist, muss natürlich noch ein Foodpic als Serviervorschlag ins Internet gepostet werden. Danach kann das dampfende Backwerk auf dem Nachhauseweg ruhig etwas abkühlen. Wir wünschen viel Erfolg beim Nachbacken und einen guten Appetit. Achtung, Plätzchen können im Verlauf des Advents etwas härter werden.

Junger Mann zum Mitbolzen gesucht

Schluss mit abgestandenem Leitungswasser und Bananen! Jetzt können wir endlich wieder Glühwein predigen. Und seien wir mal ehrlich, 25 Jahre danach können wir auch mal zugeben, dass die Banane besser schmeckt, wenn sie von einer dicken Schokoschicht umgeben ist. Weil die erste Mannschaft des lokalen FC unter der Woche in unserem Wohnzimmer übt, betreiben wir unser Schusstraining demnächst lieber mit dem Karabiner. Vielleicht sind ja Blumen und Luftballons einfacher zu treffen als dieses kleine Fußballtor. Also kommserein, kommseran! Hier gibt es alles, um sich standesgemäß auf einen faulen Abend vor dem Champions-League-Kamin einzustimmen. Wenn die Angst des Torwarts vor 11 Meter Bratwurst erst einmal überwunden ist, zeigen unsere Talente was sie auf der Pilzpfanne haben. Nur am Wochenende Samstag 10:30 müssen wir uns mit herkömmlichen Buden begnügen. Die sind bis auf ein Netz ziemlich leer. Vielleicht hängen wir noch ein paar Lichterketten an die Pfosten und loben einen Riesenteddy als Gewinn für den besten Schützen aus. Wer auch mittwochs Auslauf auf einem großen Platz braucht, darf endlich den Marktplatz nutzen. Für ein effektives Warmmachen mit oder ohne Schuss.

Im Toleranzbereich

Passend zur ARD Themenwoche Toleranz in TV und Radio fragen auch wir uns mindestens zweimal die Woche: drin oder nicht drin? Pech oder Unvermögen? Sturm oder Abwehr? Bunt oder Leibchen? Licht oder Schatten? Blitz oder Langzeitbelichtung? Und alles ist möglich. Statt „entweder oder“ muss man häufig mit „sowohl als auch“ rechnen. Wer da nicht tolerant ist und seine brennende Mistgabel im Heuhaufen lässt, unterschätzt den Toleranzauftrag des Kopfgrätschens. Hier darf jeder mitmachen. Fußballer mit zwei linken Füßen, aber auch welche ohne linken Fuß. Torwarte ohne Handschuhe, Mitspieler in Jeans und Sandalen. Was auch immer. Ich hab alles schon gesehen. Und keiner wurde mehr als nötig gemobbt. Sogar Menschen, die richtig gut Fußball spielen können, werden toleriert, obwohl sie eindeutig eine Minderheit sind. Und jetzt wo selbst in der ARD der MDR toleriert wird und auch der DFB nicht mehr jedes Anti-Homophobie-Banner abhängt, ist die Toleranz wohl nicht mehr zu stoppen. Man muss sogar damit rechnen, dass sich am Wochenende in Hannover Hooligans und Salafisten in die Arme fallen. Aber man kann ja nicht alle Termine der Themenwoche wahrnehmen. Drum hier die beiden wichtigsten: Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 (!). Aber achtet bitte darauf, dass Verspätungen im Toleranzbereich bleiben. Sonst brennt statt dem Flutlicht nur noch die Mistgabel.

Hammer gezirkelt

Bürger. Privatreisen nach den Sportstätten können ohne Vorliegen von Voraussetzungen (Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse) beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Die zuständigen Abteilungen Pass- und Flankenwesen sind angewiesen, Visa zur ständigen Ausreise unverzüglich zu erteilen, ohne daß dafür noch geltende Voraussetzungen für eine ständige Ausreise vorliegen müssen. Ständige Ausreisen können über alle Grenzübergangsstellen erfolgen. Und wenn ihr euch jetzt fragt, ab wann das in Kraft trifft, muss ich stammeln: Das tritt nach meiner Kenntnis… ist das sofort, unverzüglich. Also spätestens Samstag 10:30 und Mittwoch 18:30. Die Genossen haben Anweisung vom Suchscheinwerfer Gebrauch zu machen, damit man auch sieht wohin man tritt. Falls man die Linie mit Ball übertritt, gibt es je nach Grenze Einwurf, Eckball oder Abstoß. Bitte nicht drängeln und fasst euch kurz. Kein Kellenwechsel oder falscher Acker. Blühende Landschaften aus Kunstrasen warten. Vergesst nicht die blaue Bluse anzuziehen und befolgt das 9. Gebot „Wir Kopfgrätscher treiben Sport und halten unseren Körper sauber und gesund.“ Gez. der Kopfgrätschenratsvorsitzende

Spuk unterm Flutlichtmast

Ich habe ein neckisches Hexagonmuster in meinen Kürbis geschnitzt. Damit gehe ich von Tür zu Tür und werde euch persönlich zum Fußball abholen. Nicht erschrecken. Kann sein, dass ich dabei eine Maske trage. Bei jedem Gespenst, bei jedem Zombie oder jeder Hexe gibt es die Chance, dass ich dahinter stecke. Und wenn ich frage „Süßes oder Saures“, dann will ich weder Schokoladenheuschrecken noch Totenkopf-Gummibärchen. Spart euch den Zucker für den Platz Samstag 10:30 und Mittwoch 18:30. Das ist auch besser für die Zähne, wenn man nicht gerade den Ball in die Fresse bekommt. Aber dieses Kunstblut sieht ja sowieso nur nach Ketchup aus. Also sortiert eure fauligen Gliedmaßen, nehmt den Kopf mit den toten Augen unterm Arm, setzt ihn über das faltige Trikot und schließt euch der Armee der Walking Dead an. Wenn noch jemand „Thriller“ einspielt, könnte aus dem gruseligen Gehumpel auf dem Platz noch ein ganz ansehnlicher Bewegungsablauf werden. Unter der Woche werden sogar noch spooky Lichteffekte zum Bodennebel eingespielt. Da braucht man Nerven wie Drahtseile. Und mindestens zwei Beine. Sonst muss man ins Tor.

Hattrick mit „F“

Meine Damen und Herren, deshalb haben wir viel zu tun. Doch alles wird nicht klappen, wenn unsere Spieldaten nicht transportiert werden können. Deshalb ist es gut, dass es eine Rundmail gibt, dass es ein „Adressbuch Netztreffer“ gibt und dass wir, wie Herr Höttges vorhin sagte, in einer vernünftigen Mischung der drei „F“ – Fallrückzieher, Foulspiel und … Was war das Dritte, Herr Höttges (siehe auch: Höttges, Horst-Dieter)? Das ist mir jetzt entfallen. Das weiß er selber nicht mehr. Na gut. Es war etwas ganz Einfaches. Weißt du es noch, Alexander? Nein. Fallrückzieher, Foulspiel – und dann? Nein, es war nicht Freistoßspray. Flankenwechsel? Fliegenfänger? Fahrstuhlmannschaft? Ich würde sagen… Fußball! Ja, Fußball! Fußball Samstag 10:30 und Mittwoch 18:30. Da werden wir auch wieder auf eine vernünftige Mischung der drei „L“ zurückgreifen können – Laufbereitschaft, Leibchen und … Was war das Dritte, Herr Woest? Das ist mir jetzt entfallen. Das weiß er selber nicht mehr. Weißt du es noch, Swen? Nein. Laufbereitschaft, Leibchen – und dann? Nein, es war nicht Libero. Ich würde sagen… Licht! Ja, Licht! Hoffentlich vergesse ich die drei „K“ nicht.

21. Oktober 2014 – FC Kopfgrätsche gg. FC Bayern

Fußball_Oktober_2014_10_21 FC Kopfgrätsche gegen die #Buyern ist jetzt mehr als nur ein feuchter Traum. Zugegeben: Nur Dank Fifa 15 ist das heute möglich. Vielleicht ja aber auch in echt. Da müssen wir nur Podolski, Klose, Großkreutz und Co. dazukaufen. Geht ja bei Fifa auch…

English for Liferunners

Sowas! Noch eine weitere englische Woche. Wieder mit Spielen im Samstag-Mittwoch-Rhythmus. Was für ein Wahnsinn. Niemand nimmt Rücksicht auf die Kopfgrätscher, die schon die gesamte WM, die Sommerpause und die Wiesn-Saison durchgespielt haben. Jetzt auch noch die Herbstferien und der Advent. Jedwede Erschöpfung und allerlei Wehwehchen werden konsequent ignoriert. Es geht einfach immer weiter. The show must run on for all life runners (und das bedeutet komischerweise nichts für den Lebenslauf). With 100% Ballbesitz, wenn man beide Mannschaften zusammenrechnet. Ohne die totale Rotation um alle Achsen ist das kaum möglich. Ein Karriereende vor 67 ist quasi garantiert. Nur damit der Fußball in einem besonders schillerndem Licht präsentiert wird. Damit sieht man ihn wenigstens gut, auch wenn die Gestalten auf den Fotos nur noch ein Schatten ihrer selbst zu sein scheinen. Gnadenlos seid ihr auch wieder Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 für die Startelf nominiert, um das Feld der Ehre abzuernten. Der Boden will schließlich auch für den Winter bereitet werden. Damit dort ja nichts nachwächst, wird einfach Hardcore durchgespielt. Nicht einmal die Winterpause kann uns stoppen. Im Gegenteil, je glatter der Boden, desto länger die Grätsche.

Kurzsichtig

Was fällt momentan noch schneller und häufiger als Robben? Richtig, das Laub. Damit der gemeine Kopfgrätscher nicht zusätzlich in das Motivationsloch fällt, hilft es ihm über den Fußball hinaus weitere Aktivitäten anzubieten. Mit dem Herbst in den Knochen kann man sich ruhig mal seinen anderen Talenten zuwenden. Was man halt sonst noch so machen kann, wenn es draußen früh dunkel ist und der Tag erst halb vorbei. Beim Stricken kann man z.B. prima das Wollknäuel jonglieren. Oder wie wäre es die schönsten Kopfgrätsche-Fotos als Nudelbilder nachzukleben? Kopfgrätsche-Veteran Lennart hat neben seinen flinken Füßen auch ein ein paar geschickte Finger, mit denen er talentiert umzugehen weiß. Nach dem Samstagskick 10:30 lohnt sich deshalb noch ein anschließendes Auswärtsspiel beim Filmfest. Ab 14 Uhr gibt es dort das Kurzfilmprogramm mit einem Animationsfilm-Hattrick des Bombers aus Bernau. Im Dunkel des Kinosaals gewöhnt man zudem gut die Lichtverhältnisse, die denen Mittwoch 18:00 nicht ganz unähnlich sind. Der Unterderwoche-Kick ähnelt daher momentan auch eher einem Kurzfilm. Aber vielleicht gelingt es uns ja bald daraus wieder eine abendfüllende Beschäftigung zu machen.

Just a shot away

Oh, a dusk is threat’ning
My football life today
If I don’t get some shelter
Oh yeah, I’m gonna fade away

Ball, children, it’s just a shot away
It’s just a shot away
Ball, children, it’s just a shot away
It’s just a shot away

Die Rolling Stones des Klein- bis Mittelfeldgebolzes suchen also mal wieder eine neue Heimat. Für ihren Stadionrock benötigen die alten Knochen schließlich eine entsprechende Lightshow. Gefühlt sind Sie schon seit Schwarzweiß-Zeiten unterwegs und der Schweiß rinnt in tiefen Furchen von ihren Stirnen. Sie haben schon Wiese, Tartan, Hallenboden, Kunstrasen und Sand bespielt auf ihrer endlosen Tour. Jeder dunkle Herbst bringt Gerüchte über einen Renteneintritt, doch bisher kamen sie immer wieder. Spätestens wenn das Sonnenlicht ihre trüben Augen trifft, treibt es sie wieder auf die Plätze dieser Welt. Die nächsten Termine der Gimme-Shelter-Tour: Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 bis Shine a light verklingt für die Sonne der Vorhang fällt.

Siri, ich steh frei!

Ich bin gut vorbereitet. Mit dem Update auf iOS 8 habe ich quasi alles dabei, damit ich Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 nicht als Letzter ins Team gewählt werde, z.B. einen Kameratimer für den Selbstauslöser. Essentiell für den Kopfgrätscher von heute. Beim nächsten Update gibt es ja vielleicht auch noch eine kleine rote Lampe, die anzeigt wann die Kamera auslöst. Aber greifen wir dem technischen Fortschritt nicht zu weit voraus. Probieren wir erst einmal die neue Health-App aus. Das Herz im Icon macht schon mal Appetit auf Lebkuchen. Die beste Voraussetzung für ein schlechtes Gewissen, was wiederum die beste Voraussetzung für Sport ist. Die App misst nicht nur die gemachten Schritte. Sie entlarvt auch alle, die behaupten sie hätten einen Pass ganz zärtlich gespielt oder mich nicht gesehen, als ich wild fuchtelnd und schreiend frei vor dem Tor auf mich aufmerksam machte. Wieviele Tore wir schießen, müssen wir aber weiterhin selbst mit den Fingern zählen oder mit Rotzeflecken im Strafraum markieren. Aber vielleicht entwickelt ja jemand demnächst eine Rotze-App, die fast alle unsere Probleme löst. Vom dauernden Gequatsche mit Siri ist mein Mund ist jedenfalls zu trocken dafür.

Team der Stunde

So, da isser wieder. Und hat Zeit für euch. Ganz viel Zeit. So viel, um Samstag 10:30 erst einmal alle Junior-Leibchen nacheinander anzuziehen und dann minutenlang nahezu bewegungsunfähig über den Platz zu irren. Irre viel Zeit, um die Mannschaften genau auszuwählen, damit sich alle Stärken, Schwächen und Formschwankungen detailgenau gegeneinander aufheben. Noch mehr Zeit, um jeden Ballbesitz in mehreren Runden Schnick-Schnack-Schnuck zu verhandeln. Schließlich beginnt bald die Fußballtennis-Saison und da gilt es die spielentscheidende Maßnahme zu beherrschen. Bei uns gibt es immerhin keinen Schiedsrichter, der willkürlich Ball und Zeit verteilt. Da entscheidet noch das Momentum. Wahnsinnig viel Zeit, um der Sonne zuzusehen, wie sie ihre Kreise zieht und Mittwochs früher als Mancheiner mit Anschlußtermin vom Platz verschwindet. Der pünktliche Beginn 18:00 ist quasi relativ aber notwendig. Stellt alle Alarme auf eurer AppleWatch scharf, sonst ist es zu spät. Sonst ist es finster und mit der Winterzeit füllt sich langsam wieder die Sanduhr, der natürliche Vorbote des Beachsoccers. Also, nehmt die Zeit von der Uhr und zählt die verschwitzten Stunden nur.

Meinten Sie: Kopfwäsche?

Hallo Sportsfreund! Du wurdest nominiert. Irgendjemand im Internet hat deinen Namen gerufen. Du hast es vielleicht nicht gehört, aber alle anderen schon. Jetzt gibt es also kein zurück. Du musst es tun. Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 musst du dir urplötzlich kaltes Wasser über deine Restfrisur laufen lassen. Manche nennen das #IceBucketChallenge, wir nennen es normales norddeutsches Kopfgrätsche-Wetter. Jetzt fragst du dich bestimmt: Warum ich? Gibt es niemand anderen von Interesse? Alle Bundesligaspieler wurden leider schon nominiert und die Weltmeister sogar doppelt. Die deutsche B-Prominenz ist quasi auch schon komplett nass. Also musst du es tun, bevor der Hype vorbei ist. Der Preis für dein Zaudern wird unmenschlich sein. Das regelmäßige Waschen der Leibchen von Hand während meines Urlaubs z.B. Auf jeden Fall muss die Tat dokumentiert sein. Aus diesem Grund müssen wir diesmal ausnahmsweise eine Kamera einsetzen. Der gemeine Kopfgrätscher ist ja von Natur aus nicht nur wasser- sondern auch fotoscheu. Dafür darfst du jetzt 3 weitere Opfer nominieren, die sich dem Kopfgrätsche-Wetter aussetzen müssen. Damit wäre meine Urlaubsvertretung auch gesichert.

Köttbullar mit Eierlikör und Apfelmus

Hej där. Das alljährliche Schwedenfest steht an und einige Einheimische werden die mühsam beim kopfgrätschen erarbeitete Kondition nutzen, um zu flüchten. Verständlich, wer kann ein Schwedenfest ohne Zlatan Ibrahimovic schon ernst nehmen? Aber alles halb so wild. Das eine oder andere Feuerwerk hält die Tourifalle doch bereit. Z.B. Samstag 10:30 die große Wachablösung von schlaftrunkend zu hellwach beim Frühschoppen mit Fahnenappell in dem großen Feldlager (also dem mit Kunstrasen). Das ist quasi wie Wikingerschach, nur ohne Köttbullar. Wetten dass, es bei dieser historischen Schlachtendarstellung garantiert mehr Stürmer zu sehen gibt, als bei der NDR-Sommertour? Unseren besten Mann haben wir allerdings für den Schwedenlauf am Sonntag Vormittag aufgehoben. Er hat sich in den letzten Wochen extra laufarm ernährt und rennt für die Kopfgrätsche mit der 24 auf dem Rücken. Man munkelt, dass er eigentlich nur ein eigenes Mannschaftsfoto machen will und nach 2 Kilometern einen Schwedeneisbecher löffelt. Vielleicht macht er aber auch noch das Quietscheentenrennen mit und läuft durch bis Mittwoch 18:00. Dann müssen wir ihm nur noch einen Ball zuwerfen und uns an seinen Moves ergötzen. Mal gucken, ob die dann eher nach Zlatan oder Christina Stürmer aussehen.

Wer andern eine Grube grätscht…

Liebe Kopfgrätsche. Um die Irreführung Ihrer Follower zu verhindern, bitten wir Sie, jeden Anschein von Profifußball zu vermeiden. Fußball ist ein Premium-Produkt der Fifa, das von Experten wie Christiano Ronaldo, Lionel Messi und Kevin Großkreutz erstellt wird. Durch ihr billiges Plagiat können User getäuscht werden, die am Ende glauben, Sie wären gut genug für eine aktive WM-Teilnahme. Das Nutzen des Hanuta/Duplo-Sticker-Generators ist dabei nur ein Aspekt. Nicht zuletzt Ihrem übermotivierten Auftreten ist es höchstwahrscheinlich zu verdanken, dass fast alle ambitionierten Vereine weltweit denken, es gebe einen Marco Reus für jeden Verein zu jedem Preis. Bevor noch jemand aus Manchester oder München sein Rabattmarkenheftchen auf den Markt schmeißt, bitte ich Sie auf Fanshirts von Rossmann und Joggingschuhe downzugraden. Verzichten Sie bitte Trendfrisuren und verschiedenfarbiges Schuhwerk. Bitte beschränken sie sich auf unverfängliche Orte und Zeiten. Wir bieten Ihnen die kostenfreie Nutzung eines halben Kunstrasenplatzes Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 an. Für Fragen schreiben Sie mir bitte unter socialmediaexpertin@bigdata.de. Danke für Ihr Verständnis.

Balduin der Ballvertändler

Stillgestanden! Und schön in die Augen gucken! Wer kann mir sagen, was der Unterschied zwischen einem Nudisten und einem Polizisten ist? Na? Na? Falsch! Der Nudist ist der ohne Kleider und der Polizist der mit. Nein? Doch! Ohh. Bei dem Wetterchen am Wochenende kann man so vielleicht die beiden Teams auseinanderhalten. Bevor noch jemand Samstag 10:30 ein Leibchen überziehen muss und ganz weich im Überstübchen wird. Und dann zeigen wir den Nudisten was eine Harke ist, eine Horde verhaften und wie eine Schafherde zur Gendarmerie treiben. Hoffentlich sind es keine Außerirdischen und es gibt im Anschluss eine Parade am Hafen von St. Tropez. Stillgestanden, hab ich gesagt! Da kommt doch noch was. Gibt doch noch einen zweiten Termin in der Woche. Der bleibt auch vorerst am Mittwoch 18:00. Was? Dienstag? Papperlapapp! Wir gucken wie die kommenden Trainingstermine aussehen. Schreiben sie sich das hinter die Ohren! – Hm, kleines Ohr ist schnell beschrieben! Und das heißt „Jawohl Chef“! Wie heißt ihre Mutter? Madeleine? Sie antworten mit „Jawohl Chef“! Geht doch. Ahhh, da ist ja schon die Schwester Oberin in der 2 CV. Wegtreten!

Über Außen in der Welt

Seitdem wir regelmäßig den Kunstrasen beackern, wird das Tartangelände nur noch unregelmäßig abgenutzt. Manchmal wird man schon wehmütig, wenn man auf das leere Gummi blickt, das uns zu dem gemacht hat was wir heute sind: Multinockenträger mit Gelenkschmerzen und roten Krümeln im Schuh. Nur aufm Gummi konnte man Torwart und Linksaußen in Personalunion geben. Am Ende gibt es dort ja nur zwei Positionen: auf dem Feld und woanders (wahlweise im eigenen Bett, am Strand oder bei einer Familienfeier). Auf dem großen Feld muss man dort spielen, wo einen der Trainer hinstellt. Gerade bei den warmen Temperaturen empfiehlt es sich den Hauptteil der Energie in die Stimme zu investieren, um die Mitspieler die Löcher zulaufen zu lassen. Auffällig ist, dass trotz der stärkeren Orientierung an den Profis, die Außenverteidigerposition oft frei bleibt. Jeder, der nur zum Spaß kickt, kann schwer verstehen was daran toll ist, die ganze Zeit an dieser Linie entlang zu rennen. Kein Wunder, dass der Fipsi da nur noch bedingt Bock drauf hat. Jedenfalls bei den Länderspielen hat er sich für die Alternativposition woanders (wahlweise im eigenen Bett, am Strand oder bei einer Familienfeier) entschieden. Ich bin weniger anspruchsvoll und stehe auch Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 wieder auf Kunstrasen oder Tartan, um alle Löcher zwischen Torwart und Linksaußen zuzulaufen.

Ist das das Finale?

Berechtigte Frage. Immerhin hat uns Hollywood gelehrt, dass man das Finale an Feenstaub, pathetischer Musik und Superzeitlupe erkennt. Wenn man sich dann plötzlich in Realtime mit dem Happy-Song wieder findet, darf man schon mal zweifeln. Für den maximalen Genuss solch besonderer Spiele ist unbedingt eine Verlängerung von Nöten. Beim diesjährigen DIA-Turnier gab es bei beiden Halbfinals und im Finale ein dramatisches 3 – 3,5m-Schießen zusätzlich obendrauf. Dort wurde klar: um das klassische deutsche Talent für Strafstöße ist es in diesem Jahr schlecht bestellt. Sogar die DFB11 hat sich in ihrem Finale darum gedrückt. Am Ende triumphierten die Pflaumen mit ihrer harten Schale über die Granatäpfel und hefteten sich eine zweite Sternfrucht an ihr Revers. Den Zitronen blieb nach dem Vorrundensieg im Endspiel nur die bittere Rolle des sauren Zuschauers. Auch die Brasilianer waren mal wieder nicht reif genug fürs Finale. Die malträtierten Gurken hatten nach der Gruppenphase schlimme Druckstellen und verlegten sich fortan auf die Dokumentation des Restturniers. Sie gingen dabei ungefähr so:  /°\
Aber am Ende war eh alles Fruchtsalat. Einen großen Dank an alle Mitwirkenden auf und neben dem Platz. Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 geht es wieder auf die altbekannte Fanmeile. Denkt euch schon einmal eine originelle und finalwürdige Performance aus. Hoffentlich macht sich diesmal keiner zum Obst.

Steinobst des Anstoßes

Da plant man wochenlang solch ein Mega-Event. Schiebt die engen Terminfenster hin und her, verlegt sogar extra den Sommer, textet eine Hymne für den 3. Platz auf die Melodie von „Atemlos“ und dann das. Anstatt, dass das @DFBTeam wie geplant für den Virgin-Colada-Absacker nach dem DIA-Turnier sorgt, verlegen die ihren Turnierabschluss auf Sonntag. Stattdessen müssen wir jetzt mit der B-Ware aus Brasilien Vorlieb nehmen, die das Spiel um den Bronzerang total überflüssig findet. Die Konsequenz kann nur sein, dass das Turnier Samstag 17:00 umso frischer wird. Viele aktuelle und fast vergessene Sorten haben sich angekündigt, um zu demonstrieren wie man sich mit Anstand über die goldene Ananas freut. Mit dem nötigen Vitamin B landet man in einem knackigen Team, dass nicht nach dem Halbfinale mit Druckstellen saft- und kernlos in der Biotonne landet. Als oranges Fallobst wird es schwer mit dem Finale (fragt nach bei Robben). Am Ende wird sich sicher ein verdienter Sieger zwischen grün und überreif herausschälen. Aber da es auch danach immer weiter geht, kompostieren wir uns Mittwoch 18:00 natürlich schon wieder auf dem Platz. Das lange geplante erste Testspiel nach der WM lautet ja schließlich auch #GERARG. Fußball ist eben das, was passiert, während du versuchst Tippspiele zu gewinnen.