Wenn man aus der Kurve fliegt, war man entweder zu schnell unterwegs oder hat in den Augen der Ultras den falschen Beruf. Aber in unserem Easy-Afterwork-Zirkel ist es zum Glück egal ob man schnell, langsam, faul oder fleißig ist. Hauptsache für den Platz bleibt noch genug Schnelligkeit und Fleiß. Und natürlich Pünktlichkeit. Quasi das LA und das OLA, wenn man nicht alleine die Pille gegen die Mauer kicken will. Bei den Profis kriegen sie es schließlich auch hin, dass rechtzeitig zum Anpfiff 22 mit je 2 Beinen vor Ort sind. Und auch die Amateure geben sich Mühe, wie man dieses Wochenende wieder im DFB-Pokal sehen kann. Die Friedhöfe sind zwar voll mit Menschen, die sich Mühe gegeben haben, aber immerhin muss nur eine Mannschaft im FDGB-Pokal antreten. Die hat dafür Licht am Fahrrad. Das ist am nächsten Dienstag 18:00 noch nicht nötig, auch wenn die Tage deutlich kürzer treten. Dafür starten wir Samstag früher, um die Mittagshitze zu verwirren bevor sie uns verwirrt. 10:00 ist Zeit für den Anpfiff. Mal gucken wie viele Beine die Kurve kriegen.
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30. Juli 2013 (Zeitraffer) #NSA #Prism #Tempora
Heutzutage wird man überall überwacht…
Als auch die Wenigen, die da waren, abgehauen waren, hieß es wieder: Fußball-Tennis Christoph vs. Jürgen. Es stand 1 zu 1 nach Sätzen. Meine (links) Bedingungen für den entscheidenden Gewinnsatz wurden durch die blendende Abendsonne verschlechtert. Und dann das: Eine Unbekannte kreuzte ständig durch mein Spielfeld. Und das mit Ausdauer. NSA – wisst ihr was das sollte?
Übrigens: Jürgen hat mit 2:1 gewonnen.
It’s a ball!
Sagen eure Freunde auch immer, dass man diesem Wetter keinen Sport macht? Nur weil man schon beim Nachdenken schwitzt? Oder beim Tippen auf der Tastatur? Für diesen Beitrag sollte ich mir ruhig eine halbe Stunde Zeit nehmen, wenn ich vernünftig wäre. Aber bevor wir in einen Skidome nach Katar umziehen, gucken wir doch lieber mal, ob das Wetter nicht vor uns aufgibt. Der Blatter-Sepp hat natürlich Muffe und verlegt seine Wüsten-WM in den Winter. Dabei ist die Wettervorhersage für 2022 mehr als ungenau. Am besten immer einen Schirm mitnehmen. Der hilft gegen Sonne und Regen und im Zweikampf kann er eigentlich nicht von Nachteil sein. Und wenn es Unwetter gibt, spiel ich barfuß. Da werden die Schuhe wenigstens nicht nass. Jedes Wetter ist Fußballwetter. Dem Ball ist es egal. Und der will Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 auf jeden Fall auf dem Platz sein. Ein schattiges Plätzchen findet er im üppigen Unterholz, wenn wir ihn übers Tor holzen. Oder unter Kates Pünktchenkleid. Extrem genügsam der kleine Scheißer.
23. Juli 2013
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Einfach wurstmeisterlich
Der Ergebnisdienst informiert: Sieger des 7 Bürgen Turniers wurde die unbezwingbare Enklave Hongkong. Die Martial-Arts-Experten nahmen reichlich Wurstwaren und Eddy Snowden im Kofferraum mit nach Haus. Im Finale zermürbten sie die Allstar-Truppe, die vor allem aus Durchreisenden mit leichtem Handgepäck bestand, worin die offizielle Ausrüsterkluft fehlte (Nike-, Erima- und Kik-Logos werden auf den Bilddokumenten noch gepixelt). Der dritte Platz ging an die Isle of Man. Sie hatten mit Abstand die meisten Beine, aber auch eine Menge Knoten in den selbigen. Das Team Femen war wie immer bei Veranstaltungen mit Sekt und Häppchen irgendwie dabei und musste, wie im Gruppenbild zu sehen, wieder vom Platz getragen werden. Sieger der Herzen war eindeutig Mexico. Sie wehrten sich vergeblich, aber mit allem was sie hatten. Ihr 1:4-System (1 Stürmer, 4 Torwärterinnen) wird bei der nächsten Weltmeisterschaft der nächste heiße Scheiß. Damit keine Post-Turnierdepression aufkommt, werden wir nahtlos in den Fußball-Alltag grätschen. Die nächsten Termine sind wie gelernt Samstag 10:30 und Dienstag 18:00. Es wird bestimmt so heiß wie in Mexico, Brasilien und Katar zusammen. Das kann nur weltmeisterlich werden.
16. Juli 2013
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Wir sind schon auf dem Brenner…
…wir brennen schon was drauf. Die Grenzlinien ist gezogen. Wer sein Talent rüberretten will, sollte nichts dem Zufall überlassen. Die besten Anlageberater unseres Instituts treffen sich Samstag 17:00 Uhr zum Anpfiff des diesjährigen DIA-Turniers am Haus 7a. Der 10:30 Uhr-Termin ist damit an diesem Samstag aus dem Filofax zu streichen. Schließlich müssen noch doppelte Böden im Kofferraum und Netze im Strafraum installiert werden. Dort gehen einem bekanntermaßen die größten Sünder in die Falle. Jeder der laufen kann, ist der Teilnahme verdächtig. Die einfachen Faustregeln sind: die Steuer-CD ist rund, ein Spiel dauert solange wie der Schiri dich nicht verpfeift und bloß nicht erwischen lassen. Also fleißig die Taschen vollgehauen, damit man nicht am Ende mit leeren Händen dasteht. Es geht um die Wurst und um die Pelle. Greift ruhig mal ’nem nackten Mann in die Tasche. Das wird bei ’ner Femen-Aktivistin nicht einfacher. Die Startgebühr in nicht nummerierten Scheinen einfach unter der Torlinie durchschieben. Dann klappt’s auch mit dem Pokal. Achtung: Weder Funktionäre noch Schiedsrichter sind käuflich (VHB). Am nächsten Dienstag 18 Uhr wird dann wieder brav versteuert. Großes Uli-Hoeneß-Ehrenwort.
02. Juli 2013 (Bildergalerie)
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Every feet you break
…I’ll be watching you. Manchmal zweifle ich daran, dass irgendjemand diese regelmäßigen Mails liest. Aber in den letzten Wochen haben wir doch nahezu vollständige Gewissheit, dass wenigstens ein paar Geheimdienste Wort für Wort verschlingen. Oder wenigstens für später speichern. Man kann allerdings nur hoffen, dass es die Briten sind, denn das fußballerische Talent der Amerikaner würde unsere Dienstagskick-Loge nicht großartig qualitativ aufwerten. Aber der eine oder andere Insulaner könnte morgen 18 Uhr durchaus bereichernd wirken. Naheliegende Scherze über die Elfmeter-Fähigkeiten sparen wir uns an dieser Stelle. Beim großen Vergleich der Steuerparadiese aka DIA-Turnier gilt immerhin die Isle of Man schon jetzt als Sieger der Herzen. Wer hat schon sonst ein Wappen mit drei Beinen zu bieten? Damit ist man sogar den beidfüßigen Spielern überlegen und nahezu unberechenbar. Für eine vielbeinige Abwehr reicht womöglich ein einziger Spieler. Apropos Abwehr, lasst uns drauf verzichten die Firewall beim großen Tempora-Freistoß bis zu den Achseln hochzuziehen. Alles im Sinne unzähliger Beine.
Dieser Artikel ist leider verpfiffen
Im Gegensatz zum wöchentlichen Gekicke wird es auch beim DIA-Turnier wieder einen Schiedsrichtereinsatz geben. Grund genug uns mit etwas Whistleblowing einzustimmen. Ich fange an und verrate einfach mal, dass der Ball gar nicht rund ist. Vielmehr handelt es sich um ein n-Eck. Das mit den 90 Minuten galt zudem für kaum ein Spiel in den letzten 150 Jahren. Es ist eine grobe Ansage, um eine Voraussage für Mutti zu treffen, wann man circa zum Essen erscheint. Außerdem holt sich Pep seine Trainingstipps von Klinsi, das kommt aber in der Bildzeitung erst kurz vor Weihnachten raus. Wer solche Geheimnisse zu früh verrät, sollte seinen Fluchtweg gut geplant haben. Moskau, Kuba, Hongkong, Ecuador – Rudi Gutendorf war bestimmt schon da. Auch ich werde den nächsten Samstag im Zeugenschutzprogramm verbringen. Glücklicherweise kann man auch in Mecklenburg problemlos vor Geheimdiensten aller Art untertauchen. Heute um 18 Uhr werde ich mich mit falschem Bart und falschem Trikot noch einmal auf dem bekannten Platz einfinden, um das Geheimnis meines Talents zu lüften. Mehr wird nicht verraten.
18. Juni 2013
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Macht Platz!
Wer heute etwas zu sagen hat, strömt auf einen Platz, um dort seine Ansichten gut sichtbar zu demonstrieren. Ob Rasen, Tartan, Tian’anmen, Taksim oder Tahir – auf Plätzen kann man nicht nur Pokale feiern. Man kann sich auch prima verabreden, um Veränderungen zu starten. Wem der Platz gehört, dem gehören die Aufmerksamkeit. Plätze sind was Wunderbares. Auch auf uns üben sie mehrmals in der Woche eine große Faszination aus. Vor allem Dienstag 18:00 und Samstag 10:30. Dann lassen wir uns auch nicht ohne Protest von dort vertreiben. Die Gefahr geht allerdings maximal von trainierenden Vereinen statt von Wasserwerfern und Tränengas aus. Unsere Trikot-Parade ist dafür ähnlich bunt wie auf dem Taksim Meydanı und bringt Anhänger aller vorstellbaren Clubs zusammen. Sollte das nicht reichen, bleibt uns noch, unsere Botschaften mit schwarzer Farbe auf die nackte Haut zu malen. Spätestens dann gucken alle. Vielleicht heben wir uns das aber lieber für das DIA-Turnier Sieben Bürgen am 13.07. auf, wenn wir den Platz neben Haus 7a okkupieren. Meldet euch rechtzeitig unter uli@dreckbus.de an, damit wir genug Eimer Farbe vor Ort haben. Gerne RT.
11. Juni 2013
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Aufsteiger, Absteiger, Aussteiger
Habt ihr auch schon genug von dem Basargeschacher, mit dem sich der gemeine Fußballfan die spielfreie Zeit in den Ligen vertreiben muss? Über Wochen wird rumgefeilscht und am Ende halten sich die Bundesligamanager kein Stück an die Vorgaben aus den Foren. Zum Glück gibt es Ausstiegsklauseln. Kurzer Schreck und der Spieler ist weg. Oder da, je nachdem. Doch wie auf ebay sollte man darauf achten, dass im Karton für den neuen Videorecorder nicht nur zwei Ziegelsteine mit Muskelbündelriss liegen. Gekauft wie gesehen – auf Sky. Und da sieht man ja bekanntlich was Besseres. Wir machen es dann doch lieber wie der Capitano. Lockeres Aussteigen ohne Sky und Klausel und am Ende steht ein Handballergebnis. Warum fällt mir da gerade ein, dass am letzten Samstag die Rentnerolympiade unseren Platz okkupierte? Dienstag 18:00 und Samstag 10:30 zeigen wir dann wieder unsere Version von Seniorensport. Wenn wir genug Wasser dabei trinken, geht es vielleicht als Charity-Kick gegen die Flut durch. Arbeitstitel: Ahoi Capitano.
04. Juni 2013
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Eyes Wide Shoot Out
Wer jetzt denkt: „Augen auf bei der Positionswahl“, spottet jeder Beschreibung. Im Sinne der ästhetischen Symmetrie würde ich mir wünschen, dass wir ein farbliches Gleichgewicht herstellen können. Damit meine ich in zweiter Linie den Einsatz der Leibchen, die uns helfen Freund von Feind zu unterscheiden. Vielmehr sollten auch das linke und das rechte Auge Teamspirit zeigen und die gleichen Farben hoch halten. Der einzige Schmerz dabei ist dieser undefinierte Verlauf von Lila zu Gelb zu Rot zu Blau. Das ist so Nineties und passt zu keinem Trikot. Sorgen wir also morgen 18:00 und Samstag 10:30 für den Ausgleich jeglicher Couleur. Mit etwas Sonnenbrand und Sommersprossen lenken wir von farblichen Fehlgriffen ab. Quer- oder längsgestreift oder kariert mit Punkten – wir recyceln die hübschen Designs der Gewinnershirts der zweiten Sieger und machen daraus ein buntes Stil-Potpourri. Da fällt kaum auf, dass die Schuhe untrendy und die Augen etwas überbetont sind.
28. Mai 2013
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Alle Spiele, alle Promille
Während die Saison gerade mit 1,8 Promille locker ausläuft, freuen sich alle Fußballhasser auf einen turnierfreien Sommer. Die haben aber die Rechnung leider ohne das DIA-Championat gemacht. Das wird jedes Jahr gespielt. Schließlich haben wir keine 4 Jahre Zeit, um uns aufs Neue zu beweisen. Machen wir uns nix vor, für uns bezahlt niemand mehr 37 Millionen und auch das Länderspieldebüt wird immer unwahrscheinlicher. Während Gleichaltrige in den europäischen Topligen ihre Karrieren mit dem Blumenstrauß in der Hand beenden, um Karrieren als TV-Experten zu starten, quälen wir weiterhin zweimal in der Woche Platz und Ball. Wenn es nicht gerade sinntflutartig schifft wie am letzten Samstag. Dann zwicken die wetterfühligen Knochen und das Wasser plätschert durch Knie und Regenrinne. Die ausgefallene Spielzeit gilt es Dienstag 18:00 und Samstag 10:30 nachzuspielen. Nicht, dass ihr euch ärgert, wenn jemand anders in diesem Jahr beim DIA-Turnier ganz groß raus kommt. Und sei es nur als Experte im Klugscheißen.
21. Mai 2013
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Rumpelfeet strikes again
Es soll ja angeblich Weltwunder-Charakter haben, wenn heutzutage jemand gegen den Ball tritt, der aus deutschen Landen stammt. Alle jubeln über die Qualität und schmieren dem Teutonen Honig ums Maul. Gut, da gibt es ja demnächst ein Spiel in Wembley, das dieses Tun ein wenig rechtfertigt. Aber wem das zu weit geht, dem sei der Besuch des roten Platzes am Dienstag Abend 18 Uhr empfohlen. Da wird noch nach den alten Lehren der Ribbeck-Ära gekickt. Ronny Maul und Heiko Gerber wären stolz und würden glatt ihr einziges Länderspiel aus den Geschichtsbüchern streichen lassen, um dabei zu sein. Wir beweisen heute wieder allen, dass früher wirklich alles schlechter war. Und das diese Tradition nicht so einfach mit einem Doppelpass wegzuzaubern ist. Mit unserer Weitsicht wissen wir: der Trend wird wiederkommen. Nicht umsonst startet die Nationalelf eine Amerikareise, die verdammt nach Confed-Cup anno 1999 riecht. David Odonkor ist nur nicht dabei, weil er seit 4 Jahren eine neue Telefonnummer hat. Immerhin: diejenigen von uns, die Samstag 10:30 auf dem Platz stehen, kann Jogi auch nicht mitnehmen. Vielleicht wird es doch nur halb so schlimm.









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