Alle Spiele, alle Promille

Während die Saison gerade mit 1,8 Promille locker ausläuft, freuen sich alle Fußballhasser auf einen turnierfreien Sommer. Die haben aber die Rechnung leider ohne das DIA-Championat gemacht. Das wird jedes Jahr gespielt. Schließlich haben wir keine 4 Jahre Zeit, um uns aufs Neue zu beweisen. Machen wir uns nix vor, für uns bezahlt niemand mehr 37 Millionen und auch das Länderspieldebüt wird immer unwahrscheinlicher. Während Gleichaltrige in den europäischen Topligen ihre Karrieren mit dem Blumenstrauß in der Hand beenden, um Karrieren als TV-Experten zu starten, quälen wir weiterhin zweimal in der Woche Platz und Ball. Wenn es nicht gerade sinntflutartig schifft wie am letzten Samstag. Dann zwicken die wetterfühligen Knochen und das Wasser plätschert durch Knie und Regenrinne. Die ausgefallene Spielzeit gilt es Dienstag 18:00 und Samstag 10:30 nachzuspielen. Nicht, dass ihr euch ärgert, wenn jemand anders in diesem Jahr beim DIA-Turnier ganz groß raus kommt. Und sei es nur als Experte im Klugscheißen.

Rumpelfeet strikes again

Es soll ja angeblich Weltwunder-Charakter haben, wenn heutzutage jemand gegen den Ball tritt, der aus deutschen Landen stammt. Alle jubeln über die Qualität und schmieren dem Teutonen Honig ums Maul. Gut, da gibt es ja demnächst ein Spiel in Wembley, das dieses Tun ein wenig rechtfertigt. Aber wem das zu weit geht, dem sei der Besuch des roten Platzes am Dienstag Abend 18 Uhr empfohlen. Da wird noch nach den alten Lehren der Ribbeck-Ära gekickt. Ronny Maul und Heiko Gerber wären stolz und würden glatt ihr einziges Länderspiel aus den Geschichtsbüchern streichen lassen, um dabei zu sein. Wir beweisen heute wieder allen, dass früher wirklich alles schlechter war. Und das diese Tradition nicht so einfach mit einem Doppelpass wegzuzaubern ist. Mit unserer Weitsicht wissen wir: der Trend wird wiederkommen. Nicht umsonst startet die Nationalelf eine Amerikareise, die verdammt nach Confed-Cup anno 1999 riecht. David Odonkor ist nur nicht dabei, weil er seit 4 Jahren eine neue Telefonnummer hat. Immerhin: diejenigen von uns, die Samstag 10:30 auf dem Platz stehen, kann Jogi auch nicht mitnehmen. Vielleicht wird es doch nur halb so schlimm.

Bierdusche im Bällebad

Gute Nachrichten. Wir haben den Großteil des Konfettis eingesammelt und das Bier aus dem Rasen der Schlauchboot-Arena gewrungen. Gerade schleudert die Waschmaschine noch die rote Farbe aus den Papierschnipseln. Nur noch kurz überbügeln und anmalen in einer Farbe eurer Wahl. Und schon ist die Kanone wieder gefüllt für die nächsten Helden. Es muss ja nicht immer eine Meisterschaft sein. Man kann sich ja auch über kleine Dinge freuen. Z.B. über ein Tor beim Dienstagsfußball. Oder darüber, dass man es überhaupt Dienstag pünktlich 18 Uhr zum Dienstagsfußball schafft. Egal, Hauptsache die Freude ist einigermaßen echt oder die Kamera fängt den magischen Moment ein, in dem man gerade Mund und Augen maximal aufreißt. Mit Bier aus Stiefeln können wir zwar nicht dienen, aber es ist ja auch schon Sandalen-Wetter. Und nicht vergessen: auch am Samstag (10:30) lauern kleine Triumphe und sei es nur beim Fußballtennis. Anschließender Empfang auf dem Rathausbalkon nicht ausgeschlossen.

Wichtige Einblendung auf der Selbstanzeigetafel

Also gut. Ihr habt mich überzeugt. Ich mache weiter (immer weiter). Wenn euch egal ist, ob ich hinterziehe, überziehe oder abziehe, dann zieh ich weiter meine Kreise. Meine Selbstanzeige für das DIA-Turnier ist schon fast vergessen. Meine Verdienste um Kopfgrätsche.de überstrahlen schlichtweg alles, meine Pitbulls beißen am Spielfeldrand alles weg und das Festgeldkonto steht wie ’ne 1. Bevor ihr euch beim Elfmeter für eine Ecke entscheiden könnt, kauf ich beide weg. Bleibt nur noch drüber schießen, aber auch das empfinde ich als Reminiszenz an mich. Huldigt mir auch morgen wieder. 18 Uhr gebe ich euch meine Audienz auf dem Roten Platz. Ich lasse Rostbratwürste regnen und bringe euch den rundesten Ball, den ihr jemals saht. Kommt in den Schoß der Sieben Bürgen. Rennt für mich am Dienstag und am Samstag. Benennt Pokale und Straßen nach mir. Meldet euch alle freiwillig für mein DIA-Team, um das Beste noch besterer zu machen. Dann feiern wir vielleicht auch mal kurz (wenn der Motzki grad nicht guckt). Wer von euch war noch mal für die Scheißstimmung verantwortlich?

Auf die Merkliste, Markus!

Für alle die das perfekte Ablenkungsmanöver benötigen, gibt es auch an diesem Dienstag 18 Uhr wieder das totale Vergessen in runder Form. Ob Ärger mit dem Finanzamt oder Europapokallampenfieber mit der schwarz-weißen Pille sind alle Sorgen für 2 Stunden ganz weit weg. Durch den Netzvorhang dringt nix, maximal ein leichter Transpirationsduft. Nach dem Kicken verlängern wir das Vergessen auf dem Hocker im Blauen Salon. Einige werden sogar vergessen am Mittwoch zur Arbeit zu gehen. Aber Vorsicht mit der Dosis. Die nächste Portion Bolzen bitte erst wieder am Samstag 10:30 Uhr einnehmen. Die Suchtgefahr ist nicht zu unterschätzen. Christoph D. und Uli H. von den anonymen Geltungssuchtkranken sollten euch Warnung genug sein. Da unsere Vergessen-Therapie inzwischen sehr erfolgreich ist, müssen wir leider Woche für Woche unsere Message wiederholen: Dienstag, Samstag, Roter Platz. Immer wieder gern. Wenn’s denn hilft.

Panische Verhältnisse

Vernünftiges Warmmachen ist seit jeher wichtig, wenn man in der entscheidenden Phase nicht in die Röhre gucken will. Im Blauen Salon ist die Röhre zum Glück nicht mehr wichtig. Läuft ja (fast) alles über Flachbildschirme. Aber morgen Abend wird es voraussichtlich in der Theatergaststätte voll wie auf Ulis Konto. Das adäquate Aufwärmprogramm startet 18 Uhr auf dem Tartangeläuf. Dort werden die Grundtugenden für den restlichen Abend trainiert. Mit dem Bier durch die volle Kneipe laufen, wird möglichst realistisch von den Abwehrreihen simuliert, wenn sie die Stürmer in die Zange nehmen. Und wenn man schon vorher den Hals warmgereckt hat, um über die Freistoßmauer zu gucken, wird man auch bei Heiko die eine oder andere Ecke vom Bildschirm einsehen können. Nur wer in der entschiedenen Phase im Tor stehen muss, wird wahrscheinlich auch diesmal gerade am Pissoir stehen, wenn der entscheidende Treffer fällt. Gerade die ungeschriebenen Gesetze sind da sehr konsequent. Es ist allerdings kein ungeschriebenes Gesetzt, dass ihr vor dem Fußball gucken erst selbst spielen müsst. Ich hab’s ja grad aufgeschrieben. Also…

Das letztes Tor ist immer das letzte

Zugegeben unsere Spielzeiten sind etwas unkonventionell. Also jetzt nicht unbedingt der Beginn. Samstag 10:30 (Tartanplatz) und Dienstag 18:00 (Kagenmarkt) sind ja einigermaßen gut planbar. Vielmehr ist es die Dauer, die von den FIFA-Regularien abweicht. Das liegt natürlich auch an dem fliegenden Start, der meist spontan vollzogen wird, wenn alle anwesend, aufgewärmt und krankenversichert sind. Oftmals reicht es durchzuzählen. Eine ungerade Anzahl von Mitspielern ist der untrügliche Beweis, dass niemand mehr kommt, um für Chancengleichheit zu sorgen. Aber auch das Ende richtet sich selten nach der Uhr. Das Ende ist ja meist Anfang von etwas Neuem. Der nächsten Schicht, dem Hereinbrechen der Dunkelheit oder der Start der 3. Halbzeit im Blauen Salon. Es ist also kein Wunder, dass wir nahezu ohne Zuschauer spielen. Für diese gibt es nicht den magischen Moment kurz vor Schluss, bei dem man schnell vor allen anderen in sein Auto steigt, um den Stau zu vermeiden. In den letzten Minuten weiß kaum jemand von uns wie es genau steht, so dass eigentlich jedes letzte Tor entscheidend ist. Eine Dramatik, die man erst einmal zwei mal pro Woche aushalten muss. Dann verschüttet man auch nicht das Bier in der 3. Halbzeit im Blauen Salon, wenn die Profis es uns gleich tun.

Gottes Werk und Devils Haircut

Da nun auch die letzten Lacher für diesen Aprilscherz eines Frühlings verklingen, kann man sich endlich wieder auf geregelte Platzverhältnisse einstellen. Geradezu langweilig, ganz ohne Technikhilfe von gefrorenem Wasser. Der Ball rollt uninspiriert geradeaus und sucht Zuflucht im knospenden Gebüsch. Käsige Waden reflektieren das kosmische Licht von oben. Das alles morgen um 18 Uhr am Kagenmarkt. Das Licht liegt nunmehr nicht mehr in der Zuständigkeit der Stadt. Eine höhere Instanz kümmert sich nach der Auferstehung um die Illumination. Endlich kein Herausreden mehr mit Verweis auf Vorgesetzte. Also Beschwerden demnächst bitte ganz oben abgeben. Dienstag hoffen wir aber den guten Willen und rege Bezeugung durch Anwesenheit am Lattenkreuz. Auch dem Samstagsspieltag stehen keine Tanzverbote mehr im Weg. Ab 10:30 heißt es wieder: Darf ich bitten? Und wenn sogar der Pontifex inzwischen zu Fuß geht, fangen wir besser mal an zu rennen, um den Himmel gnädig zu stimmen.

Vormächtig gewaltig, Egon … äh Uli.

Gestern, kurz vor dem zu Bett gehen, rief mich noch Uli Hoeneß an. Wichtige News von ihm: die Vormachtstellung ist jetzt endlich geklärt. Der Frühling ist wieder da und der Winter hat den Schwanz eingekniffen. Lange hat der Winter den Frühling gedemütigt und gepiesackt. Mit seinem dauerndem Gegenpressing den Frühling bis aufs Blut provoziert. Der Frühling der sich jetzt wohl tatsächlich durchsetzt, sieht zeitweise aus wie eine billige Kopie des Winters. Angeblich wurde die Taktik mit etwas Sonne und weniger Schnee nur etwas aufgehübscht. Jetzt gibt es also wieder freie Plätze für frühblühende Talente. Einer davon wird heute Abend schon einmal okkupiert. 18 Uhr geht am Kagenmarkt das Licht an für alle, die den letzten Bodenfrost rauslaufen wollen. Und auch der nächste Samstag lockt endlich wieder mit besten Platzverhältnissen im Schulgarten Tiki-Taka. 10:30 Uhr gibt es sogar noch richtige Sonne von oben für die erste Gesichtsbräune. Machen wir uns trotz aller Vormacht nichts vor, der nächste Vormächtige kommt bestimmt. Laut englischen Buchmachern ist der Sommer Favorit. Auch wenn Uli Hoeneß das nicht hören will.

 

Die Nadel im Sandhaufen

Eigentlich wollten wir endlich mal den Schalter umlegen. Aber es ist zu dunkel, niemand kann den Schalter finden. Wir tasten uns an Netz und Pfosten entlang, aber nirgendwo ein Schalter. Dabei wäre der jetzt ganz wichtig, damit man Ball und Gegner erkennt. Auch an der Eckfahne ist nichts zum Anknipsen. Der Schalter fehlt und ohne ihn wird das nichts mit Sichtfußball nach sechs. Also wieder Operation Desert Storm. 19 Uhr im BBF reiten wir wieder mit Kampfhubschraubern ein. Dann wird wieder fleißig ausgesiebt. Die Talentierten ins Törchen, die Ambitionierten in die Dünen. Samstag 10:30 ist es dafür auch ohne Schalter hell. Allerdings sieht man das Elend, dass zu Dritt nur Franks Modus übrig bleibt. Das allerdings auf höchstem Niveau, ganz ohne Sand im Schuh und Moor im Ohr. Gibt halt bei allem Licht und Schatten. Der Schatten ist momentan eindeutig noch am Kagenmarkt. Aber nur solange bis endlich jemand den Schalter findet. Such, such.

Pieke-Ass sticht

Juhu. Auch am Dienstag kommt nicht nur meine Superform sondern auch meine Förmchen zum Einsatz. Das sandige Geläuf ist zum ideal für Allergiker und für Zocker, die schon beim Golf die meiste Zeit im Bunker verbringen. 19 Uhr bauen wir wieder Burgen vor die Tore, Mauern sind auch eher so letztes Jahrhundert. Und als Harmonie-Fans wollen wir ja auch keine Kalte-Krieg-Stimmung aufkommen lassen. Freuen wir uns auf Sand in den Augen, Fata Morgana und die Trinkpause in der Punica-Oase. Bald gibt es das auch wieder in Outdoor. Der Schnee verkrümelt sich inzwischen und macht Platz für krümeliges Tartan. Das finde ich dann Samstag 10:30 Uhr wieder in meinen Schuhen. Zuerst muss ich allerdings die Schuhe wieder finden. Hab aber noch bis zum Wochenende Zeit. Morgen reicht mir die Hornhaut auf der Pieke.

Hängende Wüstensturmspitze

Sowas, sowas. Das Jahr ist schon zu 5% rum und wir waren noch nicht einmal draußen. Also zumindest nicht zum Fußballspielen. Die Schneedecke auf dem Platz trampelt sich nicht von alleine weg. Und von der Jahreszeit kann man auch keine Unterstützung erwarten. Drum machen wir morgen 10:30 frische Spuren in die Scholle. Solange bis die Schuhe feucht sind. Die können dann in aller Ruhe trocknen. Schließlich kann man sich die Bereifung am Winterdienst-Dienstag 19 Uhr sparen. So fleißig wie dort im BBF gestreut ist. Auf den letzten Bildern erkennt man, dass man sich bei der aktuellen Unter-der-Woche-Fußball-Alternative keine nassen Füße sondern eher eine Wanderdüne holt. Aber alles hat seine Zeit und wenn erst die Frühblüher durch den Eispanzer brechen, haben wir alle Beläge und Untergründe einmal durch. Egal, Hauptsache der Ball bleibt rund und der Fußballgott auf der Seite derjenigen, die am dollsten an ihn glauben. Also zeigt ihm euren bedingungslosen Glauben und bringt ihm auch draußen ein Opfer. Eins, zwei nasse Sohlen sind ein vernünftiger Anfang.

Winterpause

Kurzmitteilung

Aufgrund mangelnder Mitspieler wird eine Winterpause anberaumt. Ab Sonnabend, dem 5. Januar 2013, geht es weiter.

Platzsturmwarnung

An alle Eisprinzessinnen. Mutti Stadt reicht es nicht, wenn ihr ’nen warmen Pulli und die selbstgestrickte Bommelmütze anzieht bei dem Wetter. Eure Füße werden doch ganz nass und ihr holt euch mindestens den Tod. Fürsorglich wie die Stadt Wismar ist, hat sie deshalb den Platz am Kagenmarkt bis zum Jahresende gesperrt und alle Krümel aus euren Mundwinkeln gewischt. Es ist nur zu eurem Besten. Bis zum Muttertag sollte der Stubenarrest aufgehoben sein, wenn ihr denn in der Zwischenzeit auch mal fleißig im Haushalt helft oder brav Gedichte für den Heilgen Abend auswendig lernt, statt immer dieser Fußlümmelei bei Wind und Wetter nachzugehen. Ich bin ganz vorbildlich und schule auf Farmville oder Badminton um, Hauptsache was mit Netz. Wenn Mutti Samstag 10:30 Uhr kurz nicht guckt, werde ich mich doch noch heimlich auf den Tartanplatz schleichen und die Schneekugel mit euch rollen. Aber nicht petzen.

Dopa in Doha

Cooool. Endlich wieder vernünftige Spieltemperaturen. Platzverhältnisse nach dem Geschmack der technisch Limitierten. Hat ja echt lange gedauert bis dieser nervige Sommer vorüber war. Aber jetzt geht es endlich wieder rund auf grün-weiß (Jan, dein Stichwort). Wir zaubern uns wie bei Spiegel-Online ’ne 1A-Heatmap auf den Platz. Eine Heizdecke aus qualmenden Socken. Grätschen wie Schneefräsen. Doch Moment, was ist das? Es taut, bevor wir dafür sorgen konnten. Also maximal dampfende Socken und Grätschen wie Reisigbesen. Ein beträchtlicher Teil des Matsches ist allerdings inzwischen wieder flüssig. Spricht für klamme Socken und Grätschen wie Sandsäcke. Nun gut, bis wir Dienstag 18 Uhr auf dem Platz stehen, ist wohl wieder Kurzehosenwetter. Gilt quasi schon wieder als Sommer. Ich erwarte vom Samstagskick die ersten Obenohnebilder. Und jeglicher Vorteil, den ich mir von meinen Spikestollen versprochen habe, endet mit verschwitzten Socken und Grätschen wie Wüstenstürme. Darauf eine Laola von hier bis Katar. Sepp fängt an…

Schuss ohne Glühwein

Kurz vor Adventskalender gibt schon morgen die Möglichkeit ein paar Törchen zur öffnen. Dafür braucht ihr aber nicht auf den Weihnachtsmarkt humpeln und mit dem Meter Bratwurst den dritten Glühwein runterspülen. Da findet ihr ausschließlich Nieten, die gelben Zettel zu euren Füßen lügen nicht. Anstatt sich anständig an der Schießbude zu blamieren, kann man auch gepflegt Dienstagabend am Kagenmarkt die Fahrkarten sammeln. Dort wird 18 Uhr wieder die Lichterkette entzündet, auf dass eure Äuglein glänzen. Meinen Wunschzettel hab ich schon geschrieben. Ein nettes 5 gegen 5 mit anschließendem Familienfoto. Und zwischendrin ein heißgelaufener Platz. Allemal besser als verbrannte Plätzchen. Gibt ja nur eine unvorteilhafte Ailton-Figur, die sich ausschließlich für schlechtbezahlte Nikolausauftritte eignet. Ich schieß auch morgen wieder die Tore für den nächsten Samstag mit. Ihr dürft dann aber trotzdem am Wochenende für mich jubeln. Wenn’s denn was zum Jubeln gibt.

Abgefälscht und ausgeleuchtet

Hatte ich grad Panik als das Telefon klingelte. Konnte ja nur Jogi sein. Nach den Absagen von Miro und Mesut blieben nicht mehr viele übrig. Einer nach dem anderen hatte sich eine Entschuldigung von Mutti geholt. Dabei wollte ich doch lieber gepflegt Dienstag 18 Uhr am Kagenmarkt bei Flutlicht rumbolzen. Sah mich schon morgen in einem billigen Hotel am Bahnhof von Amsterdam sitzen. Das rote Licht von den einschlägigen Kaschemmen taucht die graue Pfützen in ein schmutziges Rot. Und alles nur, weil niemand Bock auf Holland im November hatte. Oder weil Mittwoch Abend Mädelsabend ist. Hatte so schnell auch keine plausible Ausrede für den Bundesjogi im Kopf. Die Fitness stimmte und auch auf eine Käseallergie konnte ich mich berufen. Erleichterung, als ich die Funke fand. Doch nur Mutti. Die kann man immerhin wegdrücken. Wird mich wohl nicht mehr für ein Länderspiel nominieren, falls sie Bundestrainerin wird. Aber das Risiko geh ich ein. Die Unterschrift auf der Entschuldigung für Samstag muss ich halt fälschen. Und den Mittwoch verbring ich dann auf’m Barhocker und schimpf auf Jogi.

Seeking for a seaking

Ich krieg ja ungeheuer viel Feedback auf die Bloggerei. Hier mal eine Auswahl der schönsten Rückmeldungen: „Congrats ~ Found your blog on Google while searching for a related topic, your site came up, it looks good, keep them coming !“ Oder der: „Thanks for such a great post and the review, I am totally impressed! Information here may help you www.spämdomain.com“ Auch nicht schlecht: „Easy to understand,I like it! take a look my web www.anotherspämdomain.com“ Gerne such mal längere Ausführungen: „If you would only try, you could do it.My mouth is watering.I have never seen the movie.What be said did not annoy me much, for I knew he did not mean it.My brother is see king a job.I was wondering if you were doing anything this weekendI was wondering if you were doing anything this weekendI lost the door key about here.You look as if you didn’t care.It’s not his work that bothers me.“ Manchmal sogar auf russisch. Da wundert man sich, dass diese Leute nicht alle beim Kicken Dienstag 18:00 und Samstag 10:30 vorbeischauen. Na immerhin kommt der hier regelmäßig (wenn er nicht Knie-Aua hat): „Die Bedingungen wären nach wie vor 2,50 Euro pro Spiel (2 Stunden) oder 16 Euro für 6,5 (also 7) Spiele. Magst Du das in Deine Fußball-Mail einarbeiten, oder soll ich selbst noch einmal eine rumschicken? Bei Facebook kann ich es auch noch einmal reinschreiben… (hier die Gruppe)“ Mach ich natürlich gerne. Ehrensache.

Orange – ein Anagramm von Organe…

Hallo Sie da in Orange,
Auf meiner Tour nach Müggenburg hätte ich noch mein fußballerisches Talent abzugeben. Es ist klein aber dreckig und wir laut Abfallratgeber nicht auf dem Entsorgungshof angenommen. Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, es Samstag 10:30 Uhr heimlich irgendwo in den Ecken des Bolzplatzes zu vergraben. Ich will es ja nicht komplett entsorgen, auch wenn ich die Bolztermine nächste Woche nicht alle wahrnehmen kann. Ich will aber auch nicht damit umziehen. Es ist doch etwas sperrig und nicht gerade von edlem Design. Ich buddel es nach dem Umzug wieder aus und stelle es wie diese hässliche Vase wieder ins Fenster. Manch einer wird hoffen, dass es mir herunterfällt und eine Fortsetzung verhindert wird. Aber hofft nicht zu doll. Schließlich überleben auch nur Kakerlaken den Atomschlag. Da ordnet sich doch mein fußballerisches Talent ungefähr ganz passend ein. Auch ihr solltet euch nicht vergessen euch den bekannten Terminen zuzuordnen. Also natürlich nur, wenn der Dienstag 18 Uhr auch endlich bekannt ist.