Der Maskenball ist rund

Als was geh ich denn dieses Jahr? Wie immer ist die total witzige Verkleidung als talentierter Fußballer in der Verlosung. Der Kleiderschrank gibt dafür einiges an Kostümen her, z.B. dieses Trikot in rosa, mit dem man total ironisch als sizilianischer Kicker mit Betonfüßen durchgeht. Oder dieses argentinische Trikot, das als Hommage an das Heimatland des Papstes und des Fußballgotts, besonders von Katholiken ein katho-like bekommt. Vielleicht aber auch das Trikot vom letzten DIA-Turnier. Damit wirke sogar ich wie ein Dauerstudent, der nur am Samstag nicht ausschläft, um rechtzeitig 10:30 auf dem Fußballplatz zu sein. Der Sandplatz ist Dienstag leider schon für eine andere Veranstaltung gebucht. Wir müssen dann in der Woche darauf wahrscheinlich die Luftschlangen und Konfettischnipsel aus dem Sand laufen. Ein Grund mehr Samstag rechtzeitig das warme Bett zu verlassen. Ich demaskiere mich wie immer durch meine Spielweise. Spätestens daran solltet ihr mich erkennen, auch wenn ich dem kommenden Weltfußballer zum Verwechseln ähnlich sehe. Und Ausmarsch!

… denn dann sagen wir Hurra!

Wenn die Welt an allen Ecken so fies und zynisch wie momentan ist, gibt es nur wenige Fluchtpunkte, die einem Halt geben. Diese runde Ding ist eine komprimierte, einfache und heile Welt, die uns hilft den Kopf abwechseln abzukühlen oder in den Sand zu stecken. Schön ist es oft am Ball zu sein, sagt der Götze zu dem Steigerschwein. Aus diesem Grund will dieses Team aus dem Land von schunkelnder Rentnerfolklore und Weißbierseligkeit einfach nie wieder verlieren. Das ist wie das Traumschiff nur ohne Möwen oder Pilcher ohne Pferde. Während der 90 Minuten gibt es überschaubares Drama und am Ende Wunderkerzen. Und alles ist gut. Fehlt demnächst nur noch der Rosenrand rund um den Bildschirm. Und wenn Pep auch noch das feiste Strahlen vom Seehofer-Horst gelernt hat, kann man Mia-san-mia nur noch mit Bleischürze und Aluhut überstehen. Wer aber mal wieder Lust auf das Scheitern von allzu menschlichen Bemühungen hat, muss nicht in die Ferne schweifen. Samstag 10:30 und Dienstag 19:00 ist es ganz nah.

Baby, it’s gold outside

Das sommerliche Gefühl von Sotschi hat sich auch bei uns eingestellt. Mit kurzen Hosen umdribbeln wir die ersten Krokusse. Die Sonne sorgt für die ersten Sommersprossen und selbst Schönwetterfußballer erwachen aus dem Winterschlaf. Der letzte Samstag war dann auch eine einzige Verlängerung der farbenfrohen Eröffnungsfeier. Mit der kleinen Panne, dass mein Talent sich wieder einmal nicht entfalten wollte. Aber sei es drum. Der Medaillenspiegel sieht super aus. Toll, dass man zwei Systeme zur Wahl hat, die man bei Bedarf zu seinem Vorteil auslegen kann. In London war die quantitative Variante hübscher, jetzt definieren wir unsere Überlegenheit über der Anzahl der Goldmedaillen. Putin ist schon ganz neidisch auf diese flexible Propaganda. Auch beim Fußball sind wir flexibel bei der Wahl des Untergrunds. Samstag 10:30 roter Platz. Dienstag 19:00 sandiger Platz. Best of both Worlds. Kalt und heiß. Feucht und trocken. Wodka und Coca Cola. Fast wie in Sotschi. Und während ich noch überlege wie man bei einer Bobstaffel den Stab übergibt, übergebe ich einfach an euch hiermit den olympischen Geist.
PS: Das ist der, wo man einfach dabei ist.

Wollemernreinlasse?

Diese unbeständige Jahreszeit wird anscheinend gern für den einen oder anderen Umzug genutzt. In Köln, Mainz und anderen Hochburgen des Hallamarsch rollen die Wagen durch die Matschpfützen. Und auch im Norden zieht die Karawane weiter zur nächstgrößeren Festhalle, um dort mehr Platz für das 11Freunde-Archiv zu finden. Und da die Ausgaben dieses Fachmagazins in unserem Lesezirkel bei Christoph landen, muss er nun sein Mietbudget erhöhen und den Standort wechseln. Allerdings zu fußballfreundlichen Zeiten – außer für ihn selbst. Alle anderen dürfen Samstag 10:30 entscheiden, ob ihnen die Luft feucht genug ist, für eine feuchtfröhliche Prunksitzung am Tartanplatz. Danach kann man seine Restkraft in lockeres Treppensteigen mit Magazin-Kisten (viel gesünder als Medizinbälle) loswerden. Und wenn wir nicht zu lange in den ollen Kamellen stöbern, bekommen wir alle 11Freunde-Ausgaben locker und schnell in das 2.OG des neuen Archivs. Der Archivar selbst ist dann voraussichtlich Dienstag 19:00 wieder dabei, wenn die Funkenmariechen des Karnevalsvereins Kopfgrätsche e.V. ihren Trockenübungen im Sand nachgehen. Tusch!

Urlaubääär

Na ganz tolles Timing, alte Tante Bundesliga. Ende der Winterpause, wenn der Schnee kommt. 50 Jahre und kein bisschen weise die Olle. Da kannste ja gleich die WM im Winter machen. Also wirklich. Das einzig Sinnvolle, um diesen Quatsch zu umgehen, ist der totale Verzicht auf eine Winterpause. Ist doch Wuppe, wann wo mal Schnee liegt oder man sich Eisfüße holt. Einfach durchspielen ohne Pause so wie wir es auch tun. Diese nervige Unterbrechung ist doch eh nur eine Werbeveranstaltung für die schönsten TUI-Ferienparadiese. Maximal noch geeignet um die letzten Bankdrücker vor der WM an Abstiegskandidaten zu verleihen, damit die Spielpraxis für ihre krummen Füße bekommen und der Verein auch wirklich absteigt. Egal, die Rückrunde geht jedenfalls wieder los und morgen 10:30 sieht bei uns wahrscheinlich alles nach lustigem Schneetreten aus. Für Spielausfälle muss es aber mindestens Feuer und Schwefel regnen. Wer es lieber sommerlich mag, ist Dienstag 19:00 wieder im Sand dabei. Die beste Gelegenheit hübsche Urlaubsmotive mit Strandflair zu machen und an TUI zu verkaufen. Nach dem Jogi brauchen die mal wieder kompetente Fußballgesichter. Sie haben es sich verdient.

Wo die milden Kerle wohnen

Schwarzbraun ist die Haselnuss. Und sie blüht. Kein Wunder ist ja auch bestes Beachclub-Wetter. Ideale Temperaturen für Public Viewing. Da kann man nur hoffen, dass sich dieses Bomben-Wetter bis 2022 hält. Nicht, dass wir eine Winter-WM im Winter erleben. Das wäre ja wie olympische Winterspiele am schwarzen Meer. Nun gut, Wetter ist relativ. Und das Bild vom letzten Wochenende zeigt: die kurze Hose ist gerade nicht zu lang. Nur die Nächte sind es immer noch. Ein jahreszeitenbedingter Umstand, der sich über kurz oder lang hoffentlich auch noch auflösen wird. Irgendwann wir des ganz normal sein, dass wir im Sommer Eislaufen und im Winter Beachsoccer spielen. Das wird aber erst erreicht sein, wenn es gar keine Meldung mehr wert ist, weil dieses Wetter-Tabu keines mehr ist. Bis dahin müssen wir noch für Toleranz werben. Die nächste Parade findet Samstag 10:30 statt. Und wenn das nicht ausreicht, schrecken wir auch nicht davon unsere Botschaft in den Beachsoccersand zu pinkeln und die Klobürste dazu zu schwenken. Ohne Schnee muss man sich halt etwas einfallen lassen. Immerhin ist es so viel sicherer. Bei euch Risikojunkies aus dem Gefahrengebiet nicht ganz unwichtig.

Tatu Bom de Bola

Anpfiff für das Jahr des Gürteltiers. Naja, eigentlich für das Jahr des Pferdes, aber die Brasilianer sind halt keine Chinesen (was man auch sieht). Und andersrum auch nicht. Egal, Hauptsache WM. Und China ist meines Wissens nach nicht qualifiziert. Somit steht einem Sommermärchen im Zeichen des Gürteltiers nichts im Weg. Da ist es dann auch egal welche Farbe der Gürtel hat. Ein schwarzer Gürtel im Dribbeln bedeutet nun mal gar nichts. Der weiße Gürtel im Fußballtennis wird an dem einen oder anderen Samstag regelmäßig ausgespielt. Triumphe mit einer Halbwertzeit von ca. 2 Stunden. Aber dennoch haben wir große Ziele: Franks Modus, ein 2 gegen 2, ein 4 gegen 4, ein Sandplatzspiel, ein Großfeldspiel, ein Flutlichtspiel, ein DIA-Turnier, eine WM in der Karstadt-Arena – in dieser Reihenfolge sind die langfristigen Erfolge angesiedelt. Das Jahr ist zum Glück noch reich an Tagen, weshalb wir diesen Plan erfolgreich umsetzen sollten. Beginnen wir Samstag 10:30 mit vorsätzlich gutem Fußball. Andere fahren ins Trainingslager „Letzte Hoffnung“ nach AndaLOSEien. Gewinnertypen machen lieber was Sinnvolles und machen sich auf zum Tartanplatz. Wenn der Gürtel nach den Festtagen nicht mehr passt, musst du einfach zum Tier werden. Immerhin hat Fuleco zu seinem Gürtel auch eine Hose.

I’m a balliever

So, die Nikolausstiefel sind leer gefuttert. Jetzt passen die Füße wieder rein, dafür wird es mit der Hose knapper. Irgendwas ist ja immer. Deshalb steckt im Türchen Nummer 21 noch ein Jahresabschlusskick. Ich hab schon mal reingeluschert. Neben gutem milden Wetter waren da noch ein vernünftig aufgepumpter Ball und ein paar motivierte Mitspieler zu erkennen. Das Schleifenbinden kann man somit vor dem 24. auch noch üben. Ein ordentliches Training schadet nicht, um den Krampf in den Daumen zu verhindern. Nach dem Finale Furioso am Samstag 10:30 klopp ich die Töppen für ein paar Tage in die Tanne und räuchere sie mit Weihrauch aus. Drum kommet ihr Kinderlein, folgt dem Stern zum Platz der Plätzchen und preist mit mir den Sport mit dem runden Götzen. Und damit mein ich nicht Faithboy, auch wenn es stark nach Glauben klingelingelingt. Aber Glauben schadet ja nix. Ich glaube z.B. an den Samstag, daran, dass ich ein Hackentor mache und dass unterm Baum mein schon lang gesuchtes Talent liegt. Oder wenigstens ein Pony mit Pferdelunge.

Das Winterfest der Sturmtalente

Warum liegt hier eigentlich Schnee? Und warum streut niemand Stroh drüber? Ein Blick in den Fußballstiefel genügt, um zu erkennen, dass Sankt Nikolaus‘ frostiger Saisonteil angebrochen ist. Und auch wenn bis Samstag 10:30 kein Körnchen gefrorenes Wasser liegen bleibt, wird es langsam Zeit die Schneeketten zu entknoten und den Scheibenenteiser aufzutauen. Alle Mitarbeiter des NDR haben schon sämtliche Mikrophonpuschelvoräte aufgekauft, um die erste Sturmreihe zu begrüßen. Dabei taucht dieser Xaver gar nicht bei der Wahl zum Ballon D’Or auf. Scheint aber ein Riesentalent zu sein. Dennoch hat er wohl Schiss sich morgen unserem Talent zu stellen. Er macht sich rechtzeitig vom abgeernteten Acker, bevor wir unseren Sturmlauf starten. Uns stoppt eben kein meteorologisches Ereignis. Mal gucken, ob wir es in der nächsten Woche schaffen, uns noch mit reichlich Streusand beim Beachsoccer einzudecken. Am einfachsten lässt sich dieser in der langen Unterhose herausschmuggeln. Dann sollten wir aber rundum winterfest sein. Winterfester als Florian Silbereisen.

Tausche Nationalelf gegen Weihnachtself

Nun hat sich also auch die Nationalelf schon einmal das Jahr beendet. Zwar nur das Länderspieljahr, aber einige Spieler haben quasi schon runtergezählt und kommen erst nächstes Jahr wieder zur Arbeit. Sie verpassen nach der Biergartensaison, in der sie traditionell Sommerpause machen, auch noch die Saison am Glühweinstand. Irgendwo muss man sich ja für die Partie Samstag 10:30 aufwärmen. Der Markt öffnet zwar erst später, aber auch beim Spülen der klebrigen Gläser bekommt man Monsteroberarme. Mit denen pumpt sich der Ball garantiert viel leichter auf. Und wer weiß, vielleicht kommt ja dieses große rote Auto vorbei. Bevor wir allerdings „Holidays are coming“ anstimmen, sollten wir uns vergewissern, dass es nicht der Bayern-Bus ist. Dann gibt es statt kostenloser Werbegeschenke nur kostenloses Plündern und Brandschatzen. Weitere bekannte Melodien aus Mediathek und Fernsehen gibt es dann in der dritten Halbzeit beim Filmmusikquiz. Rechtzeitiges Erscheinen sichert zwar keine Plätze. Aber ein Uhrenvergleich ist nie verkehrt. Wer keine Uhr hat, borgt sich eine beim Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern.

Heulen mit dem Abwehrwolf

Autsch. Manch einer sehnt sich regelrecht nach der Winterpause. Bei dieser feuchten Witterung rutscht man schnell mal auf dem Rasen in Wembley aus und schon liegt man im Gips unterm Weihnachtsbaum. Da empfiehlt es sich auf die gut beleuchteten Tartanplätze auszuweichen, auf denen das Laub schnell zusammengeharkt ist. Oder die Indoorvariante, wo sogar schon gestreut wird. Nach dem ersten Nachtfrost findet sich bestimmt auch ein salziges Plätzchen. Wer also noch nicht zum Probetraining als neuer Abwehrchef beim BVB gegen den Tabellenführer vorspielen muss, sollte die Chance auf etwas led’rige Frischluft am Samstag 10:30 nutzen. Das stärkt die Abwehrkräfte, wohl mehr die des Körpers als des Kaders. Aber immerhin. Wer danach noch alle Bänder und Knochen beisammen hat, kann sich seelisch auf die große Aufgabe am Dienstag vorbereiten. Da steht die große Entscheidung zwischen Sandkasten und Champions League an. Hoffentlich entlässt die Sachsenklinik noch rechtzeitig ein paar Mitspieler, damit ich nicht als Einerkette ende. Will jemand darauf wetten? Außer Uli?

Springtime for Whistler

Schlechte Nachrichten: Edward kommt nicht. Hans-Christian war extra letzte Woche in Moskau, um zu checken, ob er am Samstag 10:30 mitkickt. Er hätte ihn am liebsten gleich mitgenommen. Aber Edward ist das Wetter wahrscheinlich zu wechselhaft. Immerhin verspricht die Vorhersage für Moskau demnächst konstantes Wintersportwetter. Die Geheimnisse dieser rätselhaften Sportart Fußball müssen wir demzufolge selbst herausfinden. Völlig unklar ist, wohin dieses runde Ding als nächstes rollt. Aber das macht wahrscheinlich auch den Reiz dieser Sportart aus. Warum sonst sitzen anschließend jeden Sonntag Mittag erwachsene Männer bei einer Weizenkaltschale in einem Flughafenfoyer und versuchen das Unerklärliche in Phrasenschweine umzumünzen. Egal, das kann einem Samstag noch egal sein. Am Dienstag können wir das in Blauen Kempinski-Salon gerne selbst testen. Und auch Edwards Abwesenheit können wir vorerst verschmerzen. Als hauptberuflicher Whistleblower taugt er wahrscheinlich eher zum Schiedsrichter.

 

Lattenkreuzspinnefeindesland

Während ich leise „Hooray for Peter Pumpkinhead“ vor mich hinsumme, hocke ich in meiner abgedunkelten Wohnung und tippe ich diese Zeilen, um euch für den Samstagskick 10:30 einzuschwören. Dabei habe keine Paranoia vor den Geheimdiensten. Nein, es sind vielmehr diese bösen Klingelgeister, die mich nicht entdecken dürfen. Diese verkleideten Erpresser, die nur meine Süßigkeiten wollen, gilt es im Dunkeln tappen zu lassen. Ihre Laternen könnte man allerdings super gebrauchen, für etwas Gekicke unter der Woche. Aber da hilft wohl nur die Hoffnung auf hellere Tage. Die Theorie in der Theatergaststätte of Dreams muss uns für die nächsten Wochen reichen. Damit die Samstage als Spieltage trocken und windstill bleiben bedarf es wahrscheinlich etwas schwarzer Magie. Ein kurzer Blick auf den Wetterbericht reicht, um doch die Kürbislaterne zu illuminieren. Ich komme wohl nicht umhin, noch ein paar Hexen und Kobolde anzulocken, um für ansprechende äußere Bedingungen zu sorgen. Tausche also widerwillig Schokolade gegen Froschaugen und Spinnenbeine, damit die eigenen Waden nicht auf Weberknechtniveau schrumpfen.

… jage die letzten Füße in den grellen Schein

Der Samstagvormittag ist natürlich fest für den Fußballgott reserviert. Und auch wenn ich auf dem letzten Foto fehle, habe ich auf ich mich auf meine Weise fußballerisch weiterentwickelt. Beim Hufschmied habe ich mir ein Paar neue Treter angießen lassen. Diese haben den Vorteil, dass sie nur oben zwei Löcher haben, wo die Füße erstklassig hineinpassen. Farblich wird auch einiges geboten. In der dunklen Jahreszeit müssen eben nicht nur die ABC-Schützen auf sich aufmerksam machen. Die Leuchtkraft der Töppen wird allerdings nicht ausreichen, um das Feld großflächig auszuleuchten. Deshalb wird morgen 17:30 wahrscheinlich der letzte Unterderwochetermin in diesem Jahr sein. Die nächsten Samstage werden dafür umso wichtiger. Nicht, dass jemand irgendwelche Shoppingtermine um 10:30 als Ausrede angibt. Wer jetzt keine passenden Schuhe hat, wird sich keine mehr besorgen, wußte schon der große Fußballexperte Rainer Maria Rilke. Morgen wird er sicherlich noch die aktuellen Championsleaguepartien kommentieren. Das muss ich mir direkt im Poetryslam-Tempel Nr. 1 in Wismar aka Theatergaststätte anhören. Das ideale Kulturprogramm im Anschluss an die einzige Modenschau, bei der gerannt wird.

 

Weltverbot halbtrocken

In Nomine Zlatanas. Alle die zu blöd waren sich am letzten Spieltag in der Nachspielzeit eine gelbe Karte wegen Meckerns abzuholen, müssen Dienstag 17:30 noch mal auf den Platz. Es geht um nix, aber der Rasen ist so schön grün. Und hoffentlich trocken. Der Platz war am letzten Samstag aber zu gut gewässert, als das man keine realistische Chance auf eine Gelbsperre gehabt hätte. Stattdessen gab es Individualtraining mit den Biographien der Weltstars. Weltstars, die es wirklich drauf haben sich in der Nachspielzeit eine gelbe Karte wegen Meckerns abzuholen, wenn es um nix mehr geht und der Rasen maximal grün und trocken ist. Abenteuer in Rio erleben wir hingegen nur mit Jean-Paul Belmondo. Der Unverbesserliche. Der irre Typ. Der Profi. Der Außenseiter. Der Glorreiche. Der Windhund. Der Greifer. Das Superhirn. Das As der Asse. Also im Grunde mangelt es auch auf der Leinwand nicht an Superlativen. Und es ist so schön trocken davor. Freuen wir uns also 2014 auf die überfüllte Karstadt-Arena mit Bier statt Caipi und Salzstangen statt Zuckerhut. Am Samstag 10:30 beginnt das erste Trainingslager.

Zlatanieren geht über Nominieren

Huch. Drei Anrufe in Abwesenheit. Garantiert schon wieder Joachim, der noch Mitspieler für nächste Woche sucht. Dabei ist die Cat doch schon zu 999% in the Sack. Und dafür soll ich mich zum Deppen machen? Während andere ihre Wehwehchen im Whirlpool mit Cousinen wegblubbern? Oder sich im defensiven Mittelfeld eine Hängematte aufhängen? Brauche eigentlich nur einen aussagekräftigen Krankenschein mit einer Entschuldigung, die einen neuen Eintrag im Pschyrembel wert ist. Ohrläppchenzerrung? Haarwurzelprellung? Ganzkörperunlust? Doktor Müller-Wohlfarths Unterschrift kann ich eigentlich schon ganz gut imitieren. Und schon ist das Vergnügungsprogramm Dienstag 17:30 und Samstag 10:30 gebucht. Echter Sport, harter Wettbewerb, ungewisser Ausgang. Ratlosigkeit in Café King. Gegen Zlatan darf mich Joachim dann gern wieder einladen. Ist zwar am Dienstag und es geht um nix, aber dann können wir zwei Fußballgötter noch mal anständig unseren Geburtstag nachfeiern. Hat jemand ’nen heißen Tipp, wo man in Solna 14,5 Millionen Jahresgehalt auf den Kopf hauen kann?

 

Pfeif Pfeif Klick Klack

Als nach dem letzten Spiel noch der fantastische Mr. Fox persönlich am Platz auftauchte, hatten wir noch einen wahren Schlaufuchsanfall. Der hat uns dazu veranlasst, den Spielbeginn für Dienstag auf 17:30 vorzuverlegen. Der Fuchs weiß schließlich nicht nur wie man dicke und dumme Bauern austrickst. Er weiß auch, dass man Tageslicht braucht, damit einem das Spielgerät nicht wie ein fetter Puter vor der Nase davonfliegt. Also verlasst den Fuchsbau etwas früher als sonst und spielt mit uns Schmetterkrachen. Jetzt fragt ihr euch: wie sind die Regeln? Hm. Das ist ganz einfach. Ein Schmetterkrachen-Team besteht aus drei Grabschern, drei Werfern, fünf Zweig-Flitzern und dem Spieler auf Schmetter-Position. Der Center-Werfer zündet einen Tannenzapfen an und schmettert ihn über den Korb, und der nächste versucht, den Zedernstab vom Kreuzstein zu hauen. Dann flitzen die Zweig-Flitzer hin und her, bis der Tannenzapfen abgebrannt ist und der Schiedsrichter ruft “Heiße Kiste”. Danach, am Ende, werden sämtliche Trefferpunkte addiert und die Summe durch 9 geteilt. Und am Samstag 10:30 wird das Ganze wiederholt.
PS: Im Anschluss wartet eine Apfelweinflut auf dem Hocker im Fuchsbau mit Sky-Abo.

Reingestochert

Bitte recht freundlich, Herrschaften. Auf den Bilddokumenten auf kopfgrätsche.de sticht eins in beide Augen: Kein Klopp-Gesicht, keine Erfrischung. Aber wenn der Ball im Suchbild fehlt, ist der Entertainmentfaktor ziemlich weit unten. Darum bringe ich alles mit, um mindestens noch vier weitere Jahre wie bisher weiter zu machen: einen Ball, ein paar frischgewaschene Leibchen, bunte Schuhe und eine entschlossene Visage. Doch keine Angst, der will nur spielen. Gewinnen wäre zwar auch ganz schön, muss aber nicht. Im Endeffekt könnte man jedes Ergebnis anfechten, da immer so schlampig ausgezählt wird. Aber vielleicht sollten wir lieber unser Konzept auf die nächste Wahl übertragen. Das letzte Tor entscheidet, egal wie es vorher lief. Da hätte selbst so manche Splitter- und Spaßpartei eine letzte Chance. Falls also Dienstag 18:00 oder Samstag 10:30 plötzlich ehemalige FDP-Minister auf dem Platz auftauchen, wissen wir bescheid. Aber am Ende werden es doch wieder nur Piraten mit Holzbeinen. Damit landet man eindeutig in der Kategorie Splitterpartei. Kurz vor Zahnstocher.

Ball-o-mat für Abschlussschwache

So, demnächst müssen wir uns entscheiden, wer bei der nächsten WM auf der Ehrentribüne die Arme in die Luft wirft. Hilft ja nix, irgendwohin muss die Kamera ja schwenken, während der Bundestrainer in der Nase bohrt. Unabhängig von schlimmen Fingern und Händen die komische Rauten formen, die an den traurigen Dinosaurier der Bundesliga erinnern, können wir uns vor der Wahl noch zwei mal auf unsere unförmigen Beine und Füße konzentrieren. XOXO ist bei uns das optische Muster, das die Viererkette bilden würde, wenn wir irgendwann den Libero abschaffen. Aber die Tradition verpflichtet uns weiterhin die Griechen und ihre bewährte Rehakles-Taktik zu unterstützen. Wir sind ja schließlich keine verirrten AfDler. Von denen wird zum Glück niemand in Brasilien die Lola für Deutschland starten (was eindeutig der bessere Parteiname gewesen wäre). Und wenn sie Dienstag 18:00 nicht zufällig das Licht am Bolzplatz anschalten, gibt es keinen vernünftigen Grund sie anzukreuzen. Denkt auch an den Termin Samstag 10:30 und an das ungeschriebene Gesetz, dass Schwarzgelb nur beim Fußball sinnvoll ist. Fragt die Dinos mit der Raute.

Den halt ich. Für ein Gerücht.

Und dann hätten wir da noch ein Ding mehr. Es ist wahnsinnig toll und jeder braucht es. Für den besseren Bedienkomfort haben wir es komplett abgerundet. Das heißt: die überflüssigen Fetzen rundherum haben wir entfernt, damit es wieder annähernd in die Richtung moved, in die man es gedanklich gedropt hat. Zudem haben wir noch ein paar Pixel extra herausgeholt, indem wir es mit zusätzlich mit einem Gemisch aus Sauerstoff, Stickstoff und Kohlendioxid versetzt haben. Das macht es prall und hart. Jeder mitteleuropäischen Standardfuss sollte sich dem anpassen können. Und jeder Kopf wird es zielgerichtet und noch schneller in die eigens dafür konzipierten eckigen Schutzhülle befördern. Soweit die Rumours, die offizielle Vorstellung erfolgt heute 18:00. Und am Samstag 10:30 ist dann der zweite Teil der Schlange dran. Geduldet euch noch ein paar kleine Augenblicke, dann habt ihr die Zukunft in der Hand. Deshalb darf auch jeder mal kurz in die Schutzhülle. Nur dort kann man in Ruhe die ultramatte Oberfläche in Ruhe von allen Seiten gründlich untersuchen. Außerhalb des Cases sind sofort die zahlreichen Fanboys zur Stelle und wollen dir an den Rollkragen. Amazing!