„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ So oder so ähnlich ist es im Evangelium nach Loddar Matthäus Kapitel 18 Vers 20 geschrieben und man kann sich denken, dass das genauso für den Fußball funktioniert. Ab drei Leuten kann man schon ein Spielchen beginnen und ab drei Mannschaften hat man quasi ein Turnier. Und das hat auch dieses Jahr beim DIA-Turnier funktioniert, ohne dass die lahmen Kopfgrätscher durch ein himmlisches Wunder noch zum Grätschen gebracht werden mussten. Auch Berti Vogts dachte damals es wäre unbedingt nötig, dass er Matthäus in seinem biblischen Alter von 37 noch mit auf die Wallfahrt zur WM1998 in Frankreich nehmen muss. Das gute Wasser von Lourdes sorgte tatsächlich dafür, dass Deutschland es in der zweiten Hälfte gegen Jugoslawien ohne Kroatien Lazarus gleich tat und wieder von den Toten auferstand. Nur um dann im Viertelfinale von Kroatien ohne Jugoslawien mit 0:3 in die ewigen Jagdgründe geprügelt zu werden. Das Ganze auch noch in Lyon zu Füßen der Wallfahrtskirche Notre-Dame de Fourvière, die im Volksmund aufgrund seiner 4 oktogonalen Ecktürme „der auf dem Rücken liegende Elefant“ genannt wird. Und ebenso lagen 1998 die deutsche Nationalmannschaft und Loddar darnieder und streckten alle four Viere von sich. Zwei Jahre später spielte ich mein erstes Turnier im Rahmen der amateurhaften studentischen Fußlümmelei und Lothar musste seinen greisen Körper durch eine EM-Vorrunde schleppen, die Deutschland als Gruppenletzter abschloss. Auch 22 Jahre danach braucht es keine grauen Leitwölfe. Es reicht ein Ball, um jederzeit problemlos zwei bis drei Mannschaften zu einem Spaßturnier zu versammeln. Was heißt das nun für Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00, liebe Gemeinde? Nun, es schadet jedenfalls nicht einen Ball mitzubringen.