Vor fünf Jahren war die Welt noch in Ordnung und wir im klassischen EM- / WM-Rhythmus. Wir jubelten wie die Isländer und trafen uns draußen nicht für Gastro sondern PokemonGo. Wir merkten uns mit der Jahreszahl den Austragungsort, den Gewinner und was sonst noch so in dem Jahr passierte. Ronaldos Tränen, Meister Eder, das erste Ende von Zlatans Nationalmannschaftskarriere. Die EM-Hits, die heute noch jeder unter der Dusche mitsingt. Nee, ohne Scheiß ich musste sie natürlich noch mal googeln. „This one’s for you“ von David Guetta feat. Zara Larsson war der offizielle Liedbeitrag? Früher war mehr David Guetta und die Haare waren auch noch länger. Als gebürtiger Pariser durfte er sogar die Eröffnung pompös musikalisch untermalen. Mit zehntausenden Menschen auf dem Champ de Mars. Und als ob das noch nicht schlimm genug ist, durfte er vor dem Finale den Song auch noch einmal im Matchup mit Seven Nation Army aufführen. Zur Strafe coachte Ronaldo die Portugiesen zum Sieg. Und was dröhnt in diesem Jahr aus den Boxen? Für „We are the people“ von Martin Garrix feat. Bono und The Edge müssen die Iren aber vorerst nichts befürchten. Das Team ist leider nicht qualifiziert und Dublin wurde ein paar Wochen vor Turnierstart durch St. Petersburg ersetzt. Schade um die Textzeile: „We are the people of the open hand. The streets of Dublin to Notre Dame. We’ll build it better than we did before. We are the people we’ve been waiting for.“ Wir waiten auch Samstag 10:30 und Mittwoch 18:30 wieder auf People, die mit uns out of the ruins of hate and war from a broken place den Victory winnen.