Die große Kontaktverfolgungs-Gala

Beim letzten Nerdderby des Jahres wurde vergangene Woche nach dem Kannibalen Khalid Boulahrouz gesucht. Der Hinweis mit den gespielten Nordderbys war aber eventuell nur bedingt hilfreich. In seiner Zeit beim HSV konnte der beinharte Verteidiger sogar noch gegen Hansa und Hannover in der Bundesliga spielen. Gegen den großen Nordrivalen Werder Bremen stand er aber tatsächlich in zwei Jahren nur zweimal auf dem Platz. Gefühlt hatte er viel mehr Zeit beim HSV verbracht, was sich aber wahrscheinlich deswegen so anfühlt, weil seine Ex-Frau Sabia Boulahrouz van der Vaart Thele (geb. Engizek) lange die Boulevardspalten in Hamburg füllte. Wir verzichten aber darauf detailliert aufzuschlüsseln, mit wem sie alles in ihrer Karriere zusammengespielt hat. Nur soviel Gossip: wegen ihr kennt man Sylvie Meis (immerhin eine der Team-Namensgeberinnen beim DIA-Turnier „Die bessere Hälfte“ 2016) wieder unter ihrem Mädchennamen. Dieses Jahr hatte Sabia auch wieder ihren Stammplatz in der Klatschpresse, da sie Oma wurde – mit 42. Die längste Zeit hat ihr Ex Khalid aber tatsächlich beim VfB Stuttgart verbracht, wo er aber aufgrund von vielen Verletzungen vier Jahre lang weniger auffiel als zeitgleich Sabia in Hamburg. „Am Ende war es ein Boulevard für Sabia“ wie Lucien Favre sagen würde.
Damit endet quasi das Nerdderby für dieses Jahr. Wer dennoch über die Feiertage Lust auf knifflige Kontaktverfolgung bekommt, kann sich ja freiwillig beim örtlichen Gesundheitsamt melden. Allen anderen wünsche ich viel Motivation beim Heimtraining auf der Yogamatte, am Rudergerät oder an der PS5. Trainiert auch mal den schwachen Fuß beim Mitwippen bei der Wiederholung der Helene-Fischer-Shows aus den letzten Jahren. Grätscht gut rein und vergesst nicht 2020 hinter dem Rücken des Schiedsrichters noch mal in die Leistengegend zu boxen. Es muss ja nicht enden wie die legendäre Silvesterparty 2012 von Sabia, Sylvie und Rafael van der Vaart.

Das Nerdderby: Wer bin ich? (Folge 9)

Wie viele Nerdderbys in Folge mag man sich so angucken? Die Situation ist nur vergleichbar mit 2009 als der HSV und Werder in nur 19 Tagen 4 Nordderbys spielen mussten. Von all dem ist am Ende nur eine Papierkugel übrig geblieben. Aber dafür eine große. Einige Ratefüchse sind inzwischen auch schon so austrainiert, dass es gerade einmal handgestoppte 10 Minuten dauerte, bis der letzte Kandidat erraten war. Jimmy Floyd Hasselbaink gibt viel Anlass ihn mit Rettungsschwimmer in Kalifornien oder Regierungschefs in Magdeburg zu vergleichen. Aber jenseits der Namejokes hatte er eine Menge Tore zu bieten. Vor allem für den Chelsea FC und Leeds United wo er jeweils Premier-League-Torschützenkönig wurde. Als Holländer hat er aber nie in der ersten Liga seines Landes gespielt. Große Chancen auf große Titel platzten in drei verlorenen Endspielen: 2002 im FA-Cup mit Chelsea, 2006 im UEFA-Cup mit Middlesbrough und 2008 noch einmal im FA-Cup mit Cardiff City.
Gucken wir mal wer sich in Türchen Nummer 9 versteckt. Ich spielte zusammen mit:

Jens Lehmann
Lukas Hradecky
Martin Pieckenhagen
Andreas Hinkel
Michael Ballack
Jesus Navas
Eric Dier
Christian Poulsen
Sami Khedira
Arjen Robben
Stefan Beinlich
Martin Harnik
Dani Alves
Ailton

Ich habe nur zwei Nordderbys gespielt, aber keins davon gewonnen.
 

Das Nerdderby: Wer bin ich? (Folge 8)

Hex Hex! Gesucht war das Hexlein aus La Plata. Juan Sebastian Verón hat den Spitznamen La Bru­jita, weil sein Vater Juan Verón Senior schon als die Hexe La Bruja bekannt war. In Argentinien hat er, bevor er Ende der Neunziger nach Europa wechselte, tatsächlich auch kurz bei Boca Station gemacht, wo ihm Diego Maradona die besagte Rolex schenkte. „Bis zu diesem Tag hatte ich lediglich eine digitale Plastikuhr, die ich ab und an brauchte. Meine luxuriöseste Uhr war eine Casio mit einem Taschenrechner. Und dann bekam ich plötzlich dieses Geschenk von ihm“ erzählte er später. In Italien war Sampdoria Genua sein erster Verein, wo er auf auch auf Jürgen Klinsmann am Ende seiner Karriere traf. Danach wurde viel Geld für ihn bezahlt und in Parma und bei Lazio war er wirklich auch ein Titelgarant. In England hat er nicht so gut funktioniert. Als er 2006 zurück nach Argentinien zu Estudiantes de la Plata  wechselte, war seine Karriere gefühlt schon fast vorbei. Folgerichtig wurde er auch nicht für die WM 2006 in Deutschland nominiert. Aber 2010 in Südafrika war er nach zwei argentinischen Meisterschaften und der gewonnenen Copa Libertatores wieder dabei. Unter dem argentinischen Nationaltrainer Diego Maradona ging das Kapitel Albiceleste für ihn mit dem Viertelfinalaus gegen Deutschland (0:4) zu Ende. Juan Sebastian Verón saß 90 Minuten auf der Bank. Aber selbst das war noch lange nicht das Ende seiner Laufbahn. 2011 wollte er aufhören, 2012 spielte er immer noch für La Plata. 2013 gab er sein Comeback als spielender Sportdirektor und 2016 als spielender Präsident. Er bestritt in dieser Funktion sogar 5 Spiele in der Copa Libertadores. Heute ist er immer noch als Präsident seines Jugendclubs Estudiantes aktiv. 

Der heute Gesuchte war auch ein Mitspieler Veróns. Ansonsten spielte er noch mit:

Robbie Fowler
Kasper Schmeichel
Gareth Southgate
Mark Viduka
Boudewijn Zenden
Michael Reiziger
Santiago Solari
Harry Kewell
Nuno Gomes
Alex Song
Hernan Crespo
Aaaron Ramsey
Alf-Inge Haaland
Emanuel Pogatetz

Er spielte allerdings nie ein Erstligaspiel in seinem Heimatland. Bei den Titeln sieht es etwas dünn aus. Es würde besser aussehen, wenn da nicht die drei verlorene Endspiele wären.