Wie motiviert man sich jetzt noch ausreichend für Samstag, wenn man Mittwoch auch ein wichtiges Spiel vor der Brust hat? Da können wir doch mal ausnahmsweise vom FC Bayern lernen, obwohl wir Samstag (10:30) und Mittwoch (18:00) vor ihnen spielen. Mal gucken wie sehr sie sich Samstag gegen den Tabellenvorletzten zu Hause Mühe geben können, obwohl es nicht mehr für ganz oben reicht. Vielleicht eine trügerisch willkommene Gelegenheit die A-Truppe für Mittwoch zu schonen und auch Busfahrer und Zeugwart noch mal ein paar Minuten in dieser Saison zu schenken. Quasi die alte Pep-Schule, die aber früher regelmäßig dafür gesorgt hat, dass die mentale Spannung am Ende auch nicht mehr für die Champions League gereicht hat. Natürlich mit anderen Vorzeichen, weil der Balkon am Marienplatz sowieso schon gebucht war. Muss man sich also Samstag doch ein wenig anstrengen, um Bayer 04 nicht gleich kampflos den Meistertitel auf der Couch zu überreichen? Für die Leverkusener auch irgendwie blöd, weil die sicher lieber im Stadion feiern wollen. Man kann das Dilemma eigentlich nur lösen, indem man in München einfach ein lahmes Unentschieden fabriziert, über das maximal eine halbe Minute in der Sportschau berichtet wird. Damit ist vielleicht sogar der Gegner halbwegs zufrieden. Beim Kopfgrätschen ist schließlich das harmlose Unentschieden auch das perfekte Ergebnis, um alle gleich zufrieden oder unzufrieden ins Wochenende starten zu lassen. Damit wird Leverkusen rechnerisch nicht sofort ohne eigenen Schweiß Meister und kann die Saison am Sonntag selbst über die Linie drücken. Und die Spieler sind schön ausgeruht für Mittwoch. So, jetzt weiß Tuchel wie wir es lösen würden, kann den Ball mit der Hand aufnehmen und sich über diesen Kids Mistake lustig machen.