Da hammse sich nun so viel Zeit gelassen mit dem neuen Platz. Jede Markierung fein säuberlich gezogen mit rechten Winkeln und perfekten Kreisbögen. Die besten Tore nachhaltig aus Kronkorken geschmiedet, die mit einem unvergleichlichen akustischen Scheppern jeden Treffer aussingen. Aber dann kommt einfach Schnee, legt sich über die Spielstätte und macht alternative Freizeitangebote. Aber für Super-G oder Riesenslalom fehlt dann doch die Infrastruktur, so dass wir wie immer in solchen Fällen auf den Kopfgrätsche-Biathlon wechseln. Laufen, Hinlegen und Schießen funktionieren weiterhin ganz gut. So können wir auch bei dieser Witterung unserem erfolgreichen norwegischen Vorbild mit der unerreichten Trefferquote nacheifern. Richtig, ihr denkt natürlich auch an Ole Einar Bjørndalen. Seine Videos mit den Skills und Goals hat wohl immer noch keiner zusammengeschnitten, oder? Ist ja auch eine klassische Winterbeschäftigung für den Hutzenabend. Aber beim traditionellen Hutzen im Erzgebirge ist man aber wahrscheinlich noch mit der Verehrung von Denise Herrmann-Wick aus Aue-Bad Schlema beschäftigt. Oder mit dem Schneeschieben im Erzgebirgsstadion. Wir sind Samstag 10:30 auch ohne Schneeschieber und Rasenheizung spielfähig. Die genau gezirkelten Linien werden durch grob in den Schnee getrampelte Markierungen ersetzt und mit Leibchen markieren wir die Tore für unsere Schussfahrt über den Platz. Auch ohne Grillhütte daneben ist die Versorgung mit Eisbeinen garantiert. Mit eurem rechtzeitigen Erscheinen sichert ihr euch zudem einen unberührten Teil auf der frisch ausgerollten Schneedecke für euer persönliches Schneeengel-Plätzchen. Das könnte für die B-Note und am Ende für den Sieg entscheidend sein und kann nur noch getoppt werden, wenn man seine Signatur daneben pinkeln kann. Hat das Ole Einar Bjørndalen jemals komplett geschafft?