Und am Ende der dunklen Gasse erstrahlt die neue Schrankwand

Bei dem ersten Tor merkte ich erst mit etwas Verzögerung, dass ich alles, nur nicht das Tor hinter mir abdeckte. Leicht unangenehm, da ich als Torwart es dem Stürmer nun auch nicht ganz so einfach machen wollte. Eigentlich stand ich gefühlt dort, wo ich immer stand. Nun ja, der Platz war natürlich ein anderer, aber er fühlte sich mit seinem vom Regen rutschig geregneten Gummi, eigentlich fast wie der heimische Spielort an. Aber er war 2 Kilometer davon entfernt und in den Details unterschied er sich dann doch leicht. Es reichte immerhin soweit, dass die natürliche Orientierung für die Position des zu verteidigenden Tores leicht getrübt war. Wer durch die Lücken im Käfig dem Ball hinterherjagte, stieß sich dann auch prompt den Kopf am Metallgitter. So fühlt sich also ein Oberligist, wenn er für die 1. DFB-Pokalrunde und das Spiel des Jahres gegen Heidenheim ins Stadion des klassenhöheren Lokalrivalen wechselt. An die Dimensionen des Platzes an der Kapitänspromenade muss sich der Körper nach über 20 Jahren im selben Biotop also erst einmal gewöhnen. Dank der gleichen Mitspieler konnte das aber gelingen. Diese am gesperrten Renovierungsfall in der Bürgermeister-Haupt-Straße am Mittwoch Abend einzusammeln, hat tatsächlich einigermaßen geklappt. Und Roma hatte als Anwohner sogar einen sehr viel kürzeren Weg zur Ausweichspielstätte an der Kapitänspromenade. Ob wir dort Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 vorübergehend heimisch werden, müssen wir beobachten. Einen möglichen Plan C hat Frank schon an der Zanderstraße hinter der Plappersnut ausgekundschaftet. Auch der Umbau unseres Wohnzimmers fiel ihm zuerst auf. Wir hoffen auf die angekündigte kurze Umbauzeit (ca. 2 Wochen) und sind gespannt auf die neue Schrankwand. Hoffentlich steht sie dann wieder dort, wo mein innerer Kompass sie instinktiv vermutet, wenn der Stürmer sie avisiert.