Nach unzähligen Jahren des Zitterns ist heute der Tag, auf den viele gewartet haben: der HSV darf zeigen, ob er zweite Liga kann. Lange hat er sich geziert. Aber jetzt sagt er „na gut“ und tut all jenen den Gefallen, die sich das nicht vorstellen konnten. Vielleicht ist es aber gar nicht so schlimm mal an einem Wettbewerb teilzunehmen, den man sogar gewinnen kann. Das geht ja beim Audi Cup auch nur, wenn die Bayern mit der Schülermannschaft antreten. Für manche ist sogar schon Kopfgrätsche Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 das Maximum. Also vielleicht ist es sogar ganz nett, Städte wie Magdeburg und Dresden mal einfach flußaufwärts an der Elbe zu besuchen. Nach St. Pauli reicht sogar ein HVV-Gruppenticket. Da verfährt man sich schneller auf dem Weg nach Hoffenheim. Allerdings wäre auch die zweite Liga enttäuscht, wenn der HSV nicht seine Kernkompetenzen einbringen würde. Also Diskussionen um die Uhr, komische Fan-Aktionen und schnell wechselndes Personal. All das, was die erste Liga schon ziemlich schnell vermissen wird. Und am Ende ist es wie bei „Verzeih mir“ mit Ulla Koch am Brink und der HSV darf wieder zurück an den Familientisch. Und er wird sich fragen, warum er sich all die Jahre dagegen gewehrt hat diesen zu verlassen.