Huhu! Hier bin ich. Da wo es winkt. Dort wo der Reklamierarm sich in die Höhe streckt, um anzuzeigen, dass das gerade gefallene Gegentor ein schlechter Witz ist, den man wegwedeln kann. Aber jeder braucht halt eine Geste, die sich auch als Denkmal gut darstellen lässt. Kann ja nicht jeder wie der Kaiser mit den Händen in den Taschen übers Feld schlendern. Oder breitbeinig die Hände in die Hüften stemmen, bevor der Freistoß übers Stadiondach fliegt. Oder die Hände Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 eng am Oberkörper führen, während man eine ausladende Kurve um den Ball läuft. Die Hand wird aber beim Fußball traditionell eher diskriminiert. Dabei ist das unser evolutionärer Vorteil schlechthin. Beim Fußball wird sie lediglich genutzt, um primitivere Organe zu schützen oder wir stecken sie gleich in plumpe Handschuhe (also die Hände). Meistens bei demjenigen, der am unverdächtigsten ist, ein Tor zu erzielen. Da aber inzwischen sogar Welttorhüter ihre spektakulären Aktionen außerhalb des Strafraums suchen, bleibt der guten alten Hand nur noch übrig, ab und zu mal zu winken. Sonst bildet die sich irgendwann noch zurück. Denn selbst die liebgewonnene Antwort „spielt bei Bremen“ auf das reklamierte Handspiel, ist schon lange nicht mehr wahr.