Es ist ja nicht so, dass ihnen Fußball total egal sei. Okay, sie ignorieren nonchalant das olfaktorische Desaster aus dem Leibchenbeutel, aber dafür führen sie unsere Tippspiele an und pusten auch mal, wenn man ein Aua hat. Dennoch war früher sehr viel mehr aktiver Frauenanteil auf den Kopfgrätsche-Plätzen. Die aktuelle Geschlechter-Entwicklung hingegen lässt mich ratlos zurück wie Franz Josef Wagner. Bei Wagner wären sie wahrscheinlich maximal als schmückendes Accessoire am Spielfeldrand geduldet, weshalb die freche Berufsbezeichnung Schmuckdesignerin bei einigen doch irgendwie passt. Spielerfrauen können sich an den Kopfgrätsche-Girlsdays Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 allerdings nicht wirklich auszeichnen. Aktive Mitspielerinnen sind natürlich immer noch gern gesehen. Ich muss doch auch mal die kleine Chance haben, einen Zweikampf zu gewinnen, um im nächsten Moment mit einem Tunnel auf den Boden der Tatsachen zurück geholt zu werden. Aber vielleicht sind die Grande Dames der Kopfgrätsche-Historie einfach nur clever genug gewesen, auf dem Zenit als Mythos abzutreten. Während unsereins immer noch ernsthaft jede Woche damit rechnet, dass endlich der Durchbruch gelingt. Ähnlich wie beim Tippspiel.