Es steht wieder der Geburtstag eines unserer größten Krafttiere an, das irgendwie immer gespielt hat. Zwei Jahrzehnte in den besten Ligen der Welt und er schien dabei komplett alterslos. Es gab eine Zeit, da wurde er einfach jedes Jahr Meister, egal welcher Verein gerade mit ihm spielte. Aber kaum starb Mino Raiola, traute er sich tatsächlich mit 41 in die Fußballrente zu gehen. Jetzt wird er 42 und feiert seinen ersten Geburtstag nicht als Profifußballer. Tatsächlich ist Zlatan jetzt ein Kandidat für die Rubrik „Was macht eigentlich…?“. Dabei wäre die Frage „Was macht Zlatan Ibrahimovic eigentlich nicht?“ richtiger. Der tränenreichen Abschied in San Siro, bei dem Männer tribünenübergreifend was im Auge hatten, ist nun vier Monate her. Dass er seine Karriere bei Milan so emotional beendete, war insofern überraschend, weil er schließlich auch ein paar Spiele für Inter und Juve gemacht hat. Und sehr viele mehr für PSG. Allein in der Champions League hat er für 6 unterschiedliche Vereine getroffen. Den Henkelpott hat er allerdings nie gewonnen. Den könnte man aber in seiner Vitrine mit den ganzen persönlichen Auszeichnungen wahrscheinlich nicht einmal gut sehen. Ob Zlatan nun Zeit hat, seinen AC Milan in der Champions League als Tifoso zu begleiten und nächste Woche ein Tag nach seinem Geburtstag im Westfalenstadion zu sehen ist, gilt als unsicher. Irgendwo wird bestimmt eine seiner neuen Paddel-Tennis-Hallen eröffnet oder es muss ein weiterer Asterix-Film gedreht werden. Vielleicht setzt er sich ja an einem der nächsten Spieltage wie der Volkstribun in die Loge, wenn Milan gegen PSG im großen Brot- und Spiele-Theater gegeneinander antritt. Den Löwen bringt Zlatan selbst mit. Er hat ihn schließlich auf den Rücken tätowiert. Aber selbst wenn er sich nicht die Ehre gibt, sollen die Spiele stattfinden. So wie unsere Termine Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00. Insofern bleibt Zlatan unser Krafttier. Die Show geht einfach weiter. Sogar ohne ihn.