Letzte Woche konnte man noch nichts zur Super League sagen. Heute muss man es nicht mehr. Vorbildlichst wurden in den letzten Tagen die Kontakte von Florentino Perez reduziert bis die Super League nur noch ein Trainingsspiel von Real Madrid A gegen Real Madrid B gewesen wäre. Das Ranwanzen an die eSports-Zielgruppe hatte natürlich die berechtigte Frage aufgeworfen, warum man diesen neuen Wettbewerb nicht gleich an der Konsole austrägt. Neunzig Minuten können selbstverständlich sehr lang werden, wenn man spätestens alle 10 Minuten seinen Followern ein Lebenszeichen senden muss. Die Super League tut das aktuell nicht und wurde prompt für tot erklärt. Das wöchentliche Kopfgrätsche-Lebenszeichen lässt euch ja auch von Sonntag bis Freitag im Ungewissen, ob es diese sympathische Stümperei am Samstag noch geben wird. Mit einem passenden Investor könnte man das natürlich schnell ändern. Wir bieten 12,5% für nur einen halben Haaland-Zeh und das Auto von Mark Uth. Wir als Familienunternehmen nehmen jeden Platz, auch den im Regal. Und wenn der Frank will, machen wir auch gern eine App. Mit der feuern wir dann die Nachrichten im Fünfminutentakt raus. Ob die Fußballqualität dadurch skaliert? Fragen wir doch unseren Experten für windige Business-Schnösel mit der New-England-Patriots-Bommelmütze: „Was war das für ’ne Frage? Natürlich nicht!“