Cereal schlägt Cerebral

12, 13, 14 … wenn man beim Frühstück eine Spielankündigung schreibt, ist natürlich der große Vorteil dabei, dass man gleichzeitig Cornflakes zählen kann. 21, 22, 23 … das soll ja angeblich ein ganz gutes Training für Schiedsrichter sein. Quasi eine Mindestvoraussetzung für die dritte Liga. 27, 28, 29 … eine meditative Aufgabe, die einem hilft, 22 Spieler auseinanderzuhalten. Und ruhig und besonnen zu bleiben, wenn einen tätowierte Atzen bepöbeln. 34, 35, 36 … gerade unterhalb der Eliteliga gibt es doch noch Kicker, die Medienschulung und Knigge erst einmal googeln müssen. Da hilft es einmal den Kopf leer zu machen bevor man ihnen die subjektive Einschätzung ihres Verhaltens als Feedback mit auf den Weg gibt. 39, 40, 41 … denn erst, wenn man bei einer Unsportlichkeit ankommt und sagt: „Das war nicht okay so. Und wusstest du, dass in einer Cornflakes-Packung soundsoviele Cornflakes sind“, wird auch der härteste Kern-Asi weich wie Cerealien in Milch. 44, 45, 46 … alternativ kann man natürlich auch die Rechtschreibfehler in den Tattoos des Delinquenten zählen. Das ist the next Level, wenn einem die Cornflakes nicht mehr wild und unangepasst genug sind. 48, 49, 50 … bei uns samstags auf dem Platz ist es zum Glück etwas einfacher. Jeder darf so lange in seiner Sprache reklamieren, wie es keinen zweiten gibt, der sie spricht. Erwiderung und Schlichtung muss dann in zwei weiteren Sprachen erfolgen. 54, 55, 56 … ein Modell, dass auch in den Profiligen funktionieren kann. Dann muss man nicht wochenlang über Cornflakes nachdenken. 59, 58 … Mist, verzählt!